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Tripper (Gonorrhö)

Ein Tripper (Gonorrhö) ist eine sexuell übertragbare Infektion mit Bakterien, den Gonokokken. Typisch sind eitriger oder wässriger Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen, oft bleibt die Infektion aber ohne Beschwerden. Behandelt wird sie mit Antibiotika, in der Regel einmalig mit Ceftriaxon als Infusion oder Spritze, je nach Situation zusammen mit einem zweiten Antibiotikum. Weil Gonokokken gegen viele Antibiotika resistent geworden sind, wird ihre Empfindlichkeit möglichst getestet, und laut IQWiG wird nach 2 bis 4 Wochen kontrolliert, ob die Behandlung gewirkt hat; bei Unterleibsschmerzen mit Fieber, einem schmerzhaft geschwollenen Hodensack oder Fieber mit Gelenkschmerzen lassen Sie sich ärztlich untersuchen.

Mann Anfang dreißig mit kurzem braunem Haar sitzt in einem olivgrünen Hemd in einem hellen Sprechzimmer einer Ärztin mit dunkelblondem Haar gegenüber, beide unterhalten sich ruhig
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Ein Tripper (Gonorrhö) ist eine Infektionskrankheit, die vor allem beim Sex übertragen wird; die Erreger sind Bakterien, die Gonokokken [1]. Oft zeigen sich keine Symptome, trotzdem besteht Ansteckungsgefahr [1]. Behandelt wird ein Tripper mit Antibiotika, meist reicht laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) eine eintägige Therapie [2]. Der STI-Leitfaden der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) nennt für Erwachsene mit unkomplizierter Infektion eine einmalige Gabe von Ceftriaxon als Standardtherapie [8]. Weil Gonokokken gegen viele Antibiotika resistent geworden sind, sollte ihre Empfindlichkeit laut IQWiG möglichst schon vor der Behandlung getestet werden; nach 2 bis 4 Wochen wird laut IQWiG kontrolliert, ob die Therapie erfolgreich war [2].

Was ist ein Tripper?

Der Erreger heißt Neisseria gonorrhoeae (Gonokokkus) und kommt laut Robert Koch-Institut (RKI) ausschließlich beim Menschen vor [7]. Gonokokken nisten sich vor allem in den Schleimhäuten der Harnröhre, des Gebärmutterhalses, des Enddarms und des Rachens ein [1]; auch die Bindehaut der Augen kann befallen sein [7]. Neben Infektionen mit Chlamydien und Trichomonaden zählt die Gonorrhö laut IQWiG zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen [1]. Mehr: Chlamydien.

Genaue Zahlen für Deutschland gibt es laut IQWiG nicht [1]. Die meisten Infektionen betreffen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, relativ viele Männer erkranken aber auch erst später, etwa bis Mitte 40; vergleichsweise häufig betroffen sind Männer, die Sex mit Männern haben [1]. Eine durchgemachte Infektion macht nicht immun: Man kann sich nach einer erfolgreichen Behandlung erneut anstecken [1].

Meldepflicht: Seit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes vom 16.09.2022 sind laut RKI alle Nachweise von Gonokokken an das RKI zu melden [7]. Der Name der betroffenen Person wird dabei laut IQWiG nicht genannt [4].

Symptome

Die Inkubationszeit beträgt laut RKI 1 bis 14 Tage [7]. Welche Beschwerden entstehen, hängt davon ab, wo die Gonokokken in den Körper gelangt sind [1]:

  • Harnröhre im Penis: oft eitriger bis wässriger Ausfluss, manchmal nur etwas Eiter morgens beim ersten Wasserlassen; möglich sind Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen; die Entzündung kann sich auf Eichel und Vorhaut ausdehnen [1].
  • Gebärmutterhals: eher wässrig-schleimiger Ausfluss, der Blut oder Eiter enthalten und unangenehm riechen kann; ist die Harnröhre befallen, können Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen hinzukommen [1]. Laut gesund.bund.de sind auch stärkere Monatsblutungen oder Zwischenblutungen möglich [6].
  • Enddarm: nach Analverkehr Ausfluss aus dem After, Juckreiz und Schmerzen im Analbereich [1].
  • Rachen: nach Oralverkehr häufig ohne Beschwerden, möglich sind Halsschmerzen und Schluckbeschwerden [1].

Viele merken nichts: Bei rund 10 bis 30 Prozent der infizierten Männer verläuft eine Gonorrhö laut RKI völlig ohne Beschwerden, bei rund 50 Prozent der Frauen mit Infektion der Harn- und Geschlechtsorgane ebenfalls; Infektionen im Rachen verlaufen meist ohne Beschwerden [7]. Auch ohne Beschwerden kann man die Erreger weitergeben [1].

Unbehandelt können sich die Erreger laut IQWiG von der zuerst infizierten Schleimhaut aus entlang des Genitaltrakts ausbreiten. Die Entzündung kann auch auf kleine benachbarte Drüsen übergreifen, sodass schmerzhafte Eiterherde (Abszesse) entstehen [3].

Ausbreitung bei Männern: Es kann laut IQWiG zu einer Entzündung der Prostata kommen, mit Schmerzen im Dammbereich, Fieber und Problemen beim Wasserlassen oder beim Sex. Auch Samenbläschen oder Samenleiter können sich entzünden; ist der Nebenhoden betroffen, kann der Hodensack schmerzhaft anschwellen und sich röten [3]. Ob ein aufsteigender Tripper bei Männern die Fruchtbarkeit einschränkt, ist laut IQWiG noch nicht ausreichend erforscht [3].

Ausbreitung bei Frauen: Die Bakterien können laut IQWiG vom Gebärmutterhals auf die Gebärmutterschleimhaut übergreifen und Schmerzen, Fieber sowie stärkere Regel- oder Zwischenblutungen auslösen. Entzünden sich Eileiter und Eierstöcke, sind Unterleibs- oder Bauchschmerzen, Fieber und Verstopfung möglich. Langfristig können Verwachsungen und Verklebungen dazu führen, dass eine Frau keine Kinder mehr bekommen kann, und das Risiko für Eileiterschwangerschaften erhöhen [3]. Eine Entzündung des ganzen Beckens kann mild verlaufen, aber auch zu starken Schmerzen, hohem Fieber und Schüttelfrost führen [3].

Augen und ganzer Körper: Gelangt Ausfluss über die Finger in die Augen, kommt es zu einer eitrigen Bindehautentzündung; auch die Hornhaut kann sich entzünden, was unbehandelt zur Erblindung führen kann [3]. Selten verteilen sich die Gonokokken über die Blutbahn im ganzen Körper. Typisch sind dann schmerzhafte Gelenkschwellungen, etwa am Knie; auch Knochen, Sehnen, Herz oder Hirnhäute können betroffen sein. Fieberschübe, Ausschlag oder Einblutungen in die Haut sind möglich, bis hin zu einer lebensbedrohlichen Sepsis [3].

Schwangerschaft und Neugeborene: Bei einer Gonorrhö in der Schwangerschaft ist das Risiko für eine Früh- oder Fehlgeburt laut IQWiG erhöht; außerdem kann die Infektion auf die Scheide übergreifen oder sich nach der Geburt die Gebärmutterschleimhaut entzünden [3]. Das Neugeborene kann sich bei der Geburt anstecken; dann befallen die Erreger in der Regel die Augen, die sich eitrig entzünden und verkleben. Wird die Infektion nicht behandelt, kann das Kind erblinden [3].

Ursachen und Risikofaktoren

Die Übertragung erfolgt laut RKI ausschließlich durch direkten Schleimhautkontakt, zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr (oral, genital, anal) oder bei der Geburt [7]. Die Bakterien überleben außerhalb des Körpers nur kurz; eine Ansteckung über Gegenstände wie Saunabänke oder gemeinsam benutzte Handtücher ist laut IQWiG unwahrscheinlich, eine Ausnahme sind gemeinsam benutzte Sexspielzeuge [1]. Ist der Rachen betroffen, können die Bakterien laut gesund.bund.de auch durch Küssen übertragen werden [6].

Das Risiko erhöhen laut IQWiG [1]:

  • Sex mit häufig wechselnden Partnerinnen oder Partnern,
  • Sex ohne Kondome,
  • Sex unter Einfluss von Drogen, wenn man dadurch vernachlässigt, sich zu schützen,
  • eine HIV-Infektion,
  • bei Frauen eine aus dem Gleichgewicht geratene Scheidenflora.

Ein höheres Risiko für Komplikationen haben laut IQWiG vor allem Frauen, die während der Menstruation erkranken, mit einer Spirale verhüten oder sich kurz vor oder nach einer Geburt oder Fehlgeburt anstecken [1].

Diagnose und Test

Ein Test ist laut IQWiG sinnvoll bei typischen Beschwerden wie eitrigem oder wässrigem Ausfluss und wenn sich eine Sexualpartnerin oder ein Sexualpartner mit Gonorrhö angesteckt hat; bei typischen Symptomen oder einem konkreten Verdacht übernehmen die Krankenkassen die Kosten [4]. Für den Test werden Abstriche gemacht, etwa von Harnröhre oder Gebärmutterhals und je nach Sexpraktik aus Rachen oder Enddarm; Abstriche aus der Harnröhre frühestens zwei Stunden nach dem letzten Wasserlassen [4]. Bei Männern lässt sich ein Tripper der Harnröhre auch mit dem ersten Urin beim Wasserlassen (Erststrahlurin) feststellen; bei Frauen reicht eine Urinuntersuchung allein nicht [4]. Antigen-Schnelltests für zu Hause sind laut IQWiG derzeit zu unsicher [4].

Im Labor werden Gonokokken mit Verfahren nachgewiesen, die ihr Erbgut erkennen (Nukleinsäure-Amplifikationstechniken), oder in einer Kultur angezüchtet [7]. Die Kultur ist laut RKI Voraussetzung, um die Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika zu bestimmen; wegen der zunehmenden Resistenzen sollte immer, insbesondere bei einem Therapieversagen, eine Kultur angelegt werden [7]. Bei jeder nachgewiesenen Gonorrhö sollte laut RKI eine vollständige Untersuchung auf sexuell übertragbare Infektionen einschließlich eines HIV-Tests erfolgen [7]. Mehr: Chlamydien und Syphilis.

Wo testen? In Praxen für Dermatologie, Urologie und Gynäkologie, in manchen Hausarztpraxen, in Gesundheitsämtern und bei Checkpoints der Aidshilfe; dort kann man anonym bleiben [4]. Bei Einsendetests nimmt man die Abstriche selbst und schickt sie in ein Labor [4].

In der Schwangerschaft: Fachleute raten laut IQWiG zu einem Test auf Gonokokken zu Beginn der Schwangerschaft, zum Beispiel zusammen mit dem angebotenen Test auf Chlamydien; Schwangere mit erhöhtem Risiko können sich im letzten Schwangerschaftsdrittel erneut testen lassen [5]. Die Tests müssen in der Regel selbst bezahlt werden [4].

Behandlung ohne Medikamente

Die Erreger lassen sich laut IQWiG durch Antibiotika unschädlich machen [2]. Wird ein Tripper festgestellt, sind laut IQWiG zwei Dinge wichtig: auf Sex zu verzichten, damit man niemanden ansteckt, und zügig eine Behandlung zu beginnen [5].

  • Kein Sex: 24 Stunden nach der Behandlung sind die Erreger in der Regel beseitigt, das Risiko einer Ansteckung ist dann gering; Fachleute empfehlen laut IQWiG aber, noch eine Woche lang auf Sex zu verzichten [5].
  • Partnerinnen und Partner informieren: Auch klinisch erscheinungsfreie Kontaktpersonen sollten laut RKI untersucht werden [7]. Männer mit einem Tripper der Harnröhre sollten alle Sexualpartnerinnen und -partner der letzten 2 Wochen vor Beginn der Beschwerden informieren oder, falls das länger zurückliegt, die letzte Person; Frauen und alle Menschen mit anderen Formen der Gonorrhö die Partnerinnen und Partner der letzten 3 Monate [7]. Sonst kann man sich gegenseitig wieder anstecken [5].
  • Keine besonderen Hygienemaßnahmen: Gegenstände oder Flächen im Haushalt müssen laut IQWiG nicht desinfiziert werden; Händeschütteln, Umarmungen oder Kuscheln sind normal möglich [5].

Behandlung mit Medikamenten

Junges Paar Ende zwanzig, sie mit rotblondem Haar in einer petrolfarbenen Jacke, er mit dunkelbraunem Haar in einem senfgelben Pullover, geht an einem sonnigen Herbsttag nebeneinander einen Parkweg entlang und unterhält sich
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Weil Resistenztests zu Beginn der Behandlung noch nicht vorliegen, behandeln Ärztinnen und Ärzte laut RKI zunächst ohne Kenntnis der Empfindlichkeit; die Therapie sollte leitliniengerecht erfolgen [7]. Die S2k-Leitlinie zur Gonorrhö (Stand 2018), die laut IQWiG derzeit überarbeitet wird [1], empfiehlt laut RKI-Ratgeber für die unkomplizierte Gonorrhö Ceftriaxon in Kombination mit Azithromycin [7]. Bei guter ärztlicher Betreuung kann Ceftriaxon laut RKI auch allein gegeben werden, um eine weitere Resistenzzunahme gegen Azithromycin zu vermeiden; eine Wiedervorstellung muss dann gewährleistet sein [7].

Der STI-Leitfaden der DSTIG in der 5. Auflage 2026/2027 nennt für Erwachsene mit unkomplizierter Infektion als Standardtherapie bei unbekannter Empfindlichkeit eine einmalige Gabe von Ceftriaxon in die Vene oder in den Muskel. Ist die Therapietreue unsicher, kommt gegebenenfalls Azithromycin hinzu, bei hinreichendem Verdacht auf eine gleichzeitige Chlamydien-Infektion Doxycyclin [8]. Andere Antibiotika nennt der Leitfaden nur bei nachgewiesener Allergie oder Resistenz gegen Ceftriaxon, immer nach Resistenztestung und teils nur in Rücksprache mit Spezialisten [8]. Laut IQWiG erhält man in der Regel einmalig eine Infusion mit Ceftriaxon oder eine Spritze in den Muskel, zusätzlich eine Tablette Azithromycin; auf die Tablette kann nach ärztlicher Rücksprache manchmal verzichtet werden [2].

Antibiotika bei Tripper nach RKI und STI-Leitfaden der DSTIG, mit Nebenwirkungen laut Packungsbeilage und Fachinformation
WirkstoffgruppeBeispieleWie sie wirkenHäufige Nebenwirkungen
Cephalosporine zur Infusion oder Spritze, laut DSTIG-Leitfaden Standardtherapie bei Erwachsenen mit unkomplizierter Infektion [8]Ceftriaxon (ohne eigene Wirkstoffseite), laut Packungsbeilage unter anderem zur Behandlung bestimmter sexuell übertragbarer Infektionen (Gonorrhö und Syphilis) [9]Hemmt den Aufbau der Bakterienzellwand nach Bindung an Penicillin-bindende Proteine; die Bakterienzelle löst sich auf und stirbt ab [10]Häufig: ungewöhnliche Anzahl weißer Blutzellen und Blutplättchen, weiche Stühle oder Durchfall, veränderte Leberwerte im Blut, Ausschlag [9]
Makrolide (weitere Antibiotika), laut RKI in der Kombination der S2k-Leitlinie [7], laut DSTIG-Leitfaden gegebenenfalls zusätzlich bei unsicherer Therapietreue [8]Azithromycin, laut Fachinformation bei Harnröhren- und Gebärmutterhalsentzündung durch Gonokokken nur in Kombination mit einem anderen geeigneten Antibiotikum, zum Beispiel Ceftriaxon [13]Hemmt die Eiweißherstellung der Bakterien (Proteinsynthese) durch Bindung an die 50S-Untereinheit ihrer Ribosomen [13]Sehr häufig: Durchfall, Bauchbeschwerden; häufig: Kopfschmerzen, Erbrechen, Magenschmerzen, Übelkeit, veränderte Blutwerte [12]
Tetracycline (weitere Antibiotika), laut DSTIG-Leitfaden zusätzlich bei hinreichendem Verdacht auf eine gleichzeitige Chlamydien-Infektion [8]Doxycyclin, laut Fachinformation unter anderem bei unkomplizierter Gonorrhoe, insbesondere bei gleichzeitiger Chlamydien-Infektion [15]Hemmt die Eiweißherstellung der Bakterien an der 30S-Untereinheit ihrer Ribosomen; vorwiegend bakteriostatisch, die Bakterien werden also an der Vermehrung gehindert [15]Sehr häufig: Lichtempfindlichkeitsreaktionen mit Rötung, Schwellung der Haut und Blasenbildung; häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen), Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Fettstühle, Hautausschläge [15]

Die Nebenwirkungen gelten nur für den genannten Wirkstoff. Sehr häufig heißt bei mehr als 1 von 10 Behandelten, häufig bei bis zu 1 von 10 Behandelten [9, 12, 15]. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats. Mehr: Beipackzettel verstehen.

Ceftriaxon

Ceftriaxon wird in der Regel von einer Ärztin, einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal als Tropf in die Vene oder als Injektion in eine Vene oder einen Muskel gegeben [9]. Es darf laut Packungsbeilage nicht verabreicht werden bei einer Allergie gegen Ceftriaxon und nach einer allergischen Reaktion vom Soforttyp oder einer schweren allergischen Reaktion gegen Penicillin oder vergleichbare Antibiotika wie Cephalosporine, Carbapeneme oder Monobactame [9]. Wer allergisch gegen das örtliche Betäubungsmittel Lidocain ist, darf Ceftriaxon nicht als Injektion in einen Muskel erhalten [9]. Ceftriaxon kann zu Benommenheit führen; wer sich benommen fühlt, führt laut Packungsbeilage kein Fahrzeug und bedient keine Maschinen [9]. Gegen Ceftriaxon gibt es laut IQWiG noch vergleichsweise wenige resistente Stämme: in Deutschland weniger als 0,5 Prozent (Stand 2025) [2].

Azithromycin

Azithromycin ist laut Fachinformation bei einer Harnröhren- und Gebärmutterhalsentzündung durch Gonokokken nur in Kombination mit einem anderen geeigneten Antibiotikum zugelassen [13]. Gonokokken sind laut Fachinformation sehr wahrscheinlich gegen Makrolide resistent; daher wird Azithromycin für einen unkomplizierten Tripper und für entzündliche Beckenerkrankungen nicht empfohlen, außer die Empfindlichkeit des Erregers wurde durch Laborergebnisse bestätigt [13]. Allgemein sollte eine Behandlung mit Azithromycin laut Fachinformation nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung beginnen, wenn bevorzugte Therapieschemata nicht angezeigt sind, weil es die Entwicklung von Resistenzen begünstigen könnte [13]. Diesen Warnhinweis hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nach einer europäischen Neubewertung mit Bescheid vom 17.09.2025 umgesetzt [14]. Die Angaben der Packungsbeilage zur Menge stehen unter Azithromycin, Dosierung.

Doxycyclin

Doxycyclin nennt der DSTIG-Leitfaden zusätzlich zu Ceftriaxon, wenn ein hinreichender Verdacht auf eine gleichzeitige Chlamydien-Infektion besteht [8]. Die Resistenzraten der Gonokokken gegenüber Tetrazyklin und Ciprofloxacin lagen in Deutschland in den letzten Jahren laut RKI weiterhin sehr hoch [7]. In Schwangerschaft und Stillzeit ist es laut Fachinformation kontraindiziert [15]. Die Angaben der Packungsbeilage zur Menge stehen unter Doxycyclin, Dosierung.

Komplikationen und resistente Erreger

Hat sich die Infektion auf die inneren Geschlechtsorgane ausgebreitet oder führt sie an anderen Körperstellen zu Entzündungen, wird laut IQWiG ebenfalls mit Antibiotika behandelt, in der Regel mit mindestens zwei Wirkstoffen und oft bis zu zwei Wochen lang. Neben den Mitteln für den unkomplizierten Tripper kommen dann weitere Antibiotika zum Einsatz, beispielsweise Doxycyclin oder Metronidazol bei einer Beckenentzündung [2]. Wirkt die Behandlung mit Ceftriaxon nicht oder ist sie wegen einer Allergie nicht möglich, werden die Bakterien im Labor angezüchtet und auf ihre Empfindlichkeit getestet, damit die Ärztin oder der Arzt einen geeigneten Wirkstoff auswählen kann [2]. Weltweit wurden laut RKI gegen alle bisher empfohlenen Antibiotika Resistenzen nachgewiesen [7].

Schwangerschaft und Stillzeit

Für Schwangerschaft und Stillzeit nennt der DSTIG-Leitfaden ebenfalls Ceftriaxon; dabei sieht er vor, Material für eine Kultur zur Empfindlichkeitstestung zu gewinnen [8]. Laut Fachinformation sollte Ceftriaxon Schwangeren, besonders in den ersten drei Monaten, nur verordnet werden, wenn der therapeutische Nutzen die Risiken überwiegt [10]. Embryotox schreibt, dass Ceftriaxon bei entsprechendem Keimspektrum in allen Phasen der Schwangerschaft und in der Stillzeit eingesetzt werden kann; bei einer Therapie unter der Geburt sollte bedacht werden, dass es beim Neugeborenen zu einem erhöhten Risiko für einen erhöhten Bilirubinspiegel im Blut (Hyperbilirubinämie) führen kann [11]. Infizierte Schwangere sollten laut RKI vor der Geburt untersucht und behandelt werden [7]. Was Embryotox zu Azithromycin schreibt, steht auf der Seite Azithromycin. Mehr: Medikamente in der Schwangerschaft.

Kontrolle nach der Behandlung

Laut DSTIG-Leitfaden ist nach Ceftriaxon bei bekannter Empfindlichkeit des Erregers keine routinemäßige Kontrolle bei Infektionen im Genital- und Analbereich vorgesehen. Empfohlen ist sie in der Schwangerschaft, bei einer Infektion im Rachen, bei unbekannter Empfindlichkeit des Erregers, bei anhaltenden Beschwerden und nach einer Alternativbehandlung; wird dafür das Erbgut der Erreger nachgewiesen, dann frühestens nach 2 Wochen [8]. Laut IQWiG wird eine Kontrolluntersuchung 2 bis 4 Wochen nach der Behandlung empfohlen, um sicherzugehen, dass die Therapie gewirkt hat [5].

Nebenwirkungen der Medikamente

Ceftriaxon: Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, sind laut Packungsbeilage eine ungewöhnliche Anzahl weißer Blutzellen und ein Abfall der Blutplättchen, außerdem weiche Stühle oder Durchfall, veränderte Leberwerte im Blut und Ausschlag [9]. Schwere allergische Reaktionen sind möglich: plötzliche Schwellung von Gesicht, Rachen, Lippen oder Mund mit Atem- oder Schluckbeschwerden, plötzliche Schwellung von Händen, Füßen und Knöcheln oder Schmerzen im Brustkorb, die ein Zeichen eines allergisch bedingten Herzinfarkts (Kounis-Syndrom) sein können; dann informieren Sie laut Packungsbeilage sofort eine Ärztin oder einen Arzt, ebenso bei einem schweren, sich schnell entwickelnden Ausschlag mit Blasen oder Ablösen der Haut [9]. Selten ist eine Entzündung des Dickdarms mit Durchfall, gewöhnlich mit Blut und Schleim, Bauchschmerzen und Fieber [9]. Mehr: Arzneimittelallergie, Blutungen und Blutbild und Schwere Hautreaktionen.

Azithromycin: Sehr häufig sind laut Packungsbeilage Durchfall und Bauchbeschwerden [12]. Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion, schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag, Gelbfärbung von Haut oder Augen, schwerem Durchfall mit Blut im Stuhl oder schweren Hautausschlägen brechen Sie die Einnahme laut Packungsbeilage ab und suchen sofort eine Ärztin oder einen Arzt auf [12]. Mehr: QT-Verlängerung und Durchfall durch Medikamente.

Doxycyclin: Sehr häufig sind laut Fachinformation Lichtempfindlichkeitsreaktionen; Sonnenbaden im Freien oder im Solarium sollte während der Behandlung vermieden werden [15]. Die Warnzeichen stehen auf der Seite Doxycyclin. Mehr: Lichtempfindlichkeit durch Medikamente.

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Nebenwirkungen können Sie laut Packungsbeilage Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke mitteilen oder direkt dem BfArM melden [12]. Mehr: Nebenwirkung melden, Antibiotika richtig einnehmen und Pille und Antibiotika.

Schutz vor Ansteckung

Kondome und Femidome (Kondome für die Frau) senken laut IQWiG das Risiko für eine Gonokokken-Infektion; sie sollten konsequent und richtig angewendet werden, auch bei Oralverkehr, und beim Oralsex können Lecktücher (Dental Dams) benutzt werden [5]. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es laut gesund.bund.de nicht [6]. Eine spezifische Impfung gegen Gonokokken steht laut RKI nicht zur Verfügung [7].

Wer Sex mit verschiedenen Partnerinnen und Partnern hat und dabei auf Kondome verzichtet, für den sind laut IQWiG regelmäßige Tests etwa alle drei Monate sinnvoll [5]. Wer eine HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) nutzt, sollte laut RKI-Ratgeber, gestützt auf die Leitlinie, alle 3 bis 6 Monate auf Gonokokken getestet werden [7]. Weitere sexuell übertragbare Infektionen: Genitalherpes und HIV.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Unterleibs- oder Bauchschmerzen mit Fieber, starke Schmerzen mit hohem Fieber und Schüttelfrost oder ein schmerzhaft geschwollener, geröteter Hodensack können laut IQWiG Zeichen einer aufsteigenden Infektion sein [3]. Schmerzhafte Gelenkschwellungen, Fieberschübe, Ausschlag oder Einblutungen in die Haut können darauf hinweisen, dass sich die Gonokokken über das Blut im Körper verteilt haben; es kann dann sogar zu einer lebensbedrohlichen Sepsis kommen [3]. Bei einer eitrigen Bindehautentzündung kann sich auch die Hornhaut entzünden, was unbehandelt zur Erblindung führen kann [3]. Lassen Sie solche Beschwerden ärztlich untersuchen. Akute Bauchschmerzen nennt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als Fall für den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117, wenn die Praxen geschlossen sind und die Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten kann; schwere Atemnot, starke Brustschmerzen und akute, anhaltende stärkste Schmerzzustände sind Fälle für den Notruf 112 [16].

Quellen

  1. Gonorrhoe (Tripper). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand aktualisiert 10.12.2025. abgerufen am 18.10.2026
  2. Wie wird eine Gonorrhoe (Tripper) behandelt?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand aktualisiert 10.12.2025. abgerufen am 18.10.2026
  3. Welche Folgen kann eine Gonorrhoe (Tripper) haben?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand aktualisiert 10.12.2025. abgerufen am 18.10.2026
  4. Wann und wo mache ich einen Test auf Gonorrhoe (Tripper)?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand aktualisiert 10.12.2025. abgerufen am 18.10.2026
  5. Wie schütze ich mich und andere vor Gonorrhoe (Tripper)?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand aktualisiert 10.12.2025. abgerufen am 18.10.2026
  6. Behörde Gonorrhö (Tripper). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (geprüft durch die Deutsche STI-Gesellschaft). Stand 26.05.2025. abgerufen am 18.10.2026
  7. Behörde RKI-Ratgeber Gonorrhö (Tripper) (Abschnitte Erreger, Infektionsweg, Inkubationszeit, Dauer der Ansteckungsfähigkeit, Klinische Symptomatik, Diagnostik, Besonderheiten in der Resistenzentwicklung, Therapie, Präventiv- und Bekämpfungsmaßnahmen, Gesetzliche Grundlage). Robert Koch-Institut (RKI). Stand Stand 23.12.2024 (Erstveröffentlichung 2013, Abschnitt Meldepflicht 12/2024). abgerufen am 18.10.2026
  8. Leitfaden STI-Therapie, -Diagnostik und -Prävention (STI-Leitfaden für die Kitteltasche), 5. Auflage 2026/2027, Abschnitte Vorwort, Gonorrhoe und Partnermanagement; fasst unter anderem die S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Gonorrhoe (AWMF-Register-Nr. 059-004, Stand 2018) und die S3-Leitlinie Management der Urethritis (013-099, 2024) zusammen. Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG), Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit. Stand 5. Auflage 2026/2027 (PDF-Fassung 10/2026). abgerufen am 18.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ceftriaxon Eberth 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung (Version 5.0). Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 18.10.2026
  10. Fachinformation Fachinformation Ceftriaxon Eberth 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung (Abschnitte 4.1, 4.6 und 5.1). Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH. Stand 10/2024. abgerufen am 18.10.2026
  11. Embryotox Embryotox: Ceftriaxon. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Azithromycin-ratiopharm 500 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 18.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation Azithromycin-ratiopharm 500 mg Filmtabletten (Version 12). ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 18.10.2026
  14. Behörde Azithromycin: Neubewertung des Nutzens und der Risiken (Gutachten des CHMP vom 23.05.2025, Durchführungsbeschluss der EU-Kommission vom 08.09.2025, Bescheid im Stufenplanverfahren vom 17.09.2025). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 22.09.2025. abgerufen am 18.10.2026
  15. Fachinformation Fachinformation Doxy-M-ratiopharm 100 mg / 200 mg Tabletten (Version 12). ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 18.10.2026
  16. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer", "Fälle für den Bereitschaftsdienst" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026

Häufige Fragen

Woran erkenne ich einen Tripper?

Typisch ist laut IQWiG eitriger oder wässriger Ausfluss aus Penis, Scheide oder After; möglich sind Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, im Rachen Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Häufig sind die Beschwerden aber mild oder fehlen ganz; laut gesund.bund.de ist das vor allem bei Frauen möglich, und im Rachen bleibt ein Tripper laut IQWiG häufig symptomlos. Die Inkubationszeit beträgt laut RKI 1 bis 14 Tage. Gewissheit kann laut IQWiG ein Test schaffen.

Welches Antibiotikum hilft gegen Tripper?

Laut IQWiG erhält man in der Regel einmalig eine Infusion mit Ceftriaxon oder eine Spritze in den Muskel, zusätzlich eine Tablette Azithromycin; auf die Tablette kann nach ärztlicher Rücksprache manchmal verzichtet werden. Der STI-Leitfaden der DSTIG (5. Auflage 2026/2027) nennt für Erwachsene mit unkomplizierter Infektion Ceftriaxon als Standardtherapie, Azithromycin gegebenenfalls zusätzlich bei unsicherer Therapietreue und Doxycyclin zusätzlich bei hinreichendem Verdacht auf eine Chlamydien-Infektion. Andere Antibiotika kommen laut Leitfaden nur bei nachgewiesener Allergie oder Resistenz gegen Ceftriaxon und nach Resistenztestung infrage.

Kann man Tripper mit Tabletten allein behandeln?

Azithromycin ist laut Fachinformation bei einer Gonokokken-Infektion von Harnröhre und Gebärmutterhals nur in Kombination mit einem anderen geeigneten Antibiotikum zugelassen, zum Beispiel Ceftriaxon. Weil Gonokokken sehr wahrscheinlich gegen Makrolide resistent sind, wird es für einen unkomplizierten Tripper nicht empfohlen, außer ein Labortest hat die Empfindlichkeit des Erregers bestätigt. Gegen Tetrazyklin ist laut RKI ein sehr hoher Anteil der Gonokokken in Deutschland resistent.

Wann darf ich nach einem Tripper wieder Sex haben?

Laut IQWiG sind die Erreger 24 Stunden nach der Behandlung in der Regel beseitigt, Fachleute empfehlen aber, noch eine Woche lang auf Sex zu verzichten. Laut gesund.bund.de sollten auch die Partnerinnen und Partner bis dahin alle sexuellen Aktivitäten ruhen lassen. Eine durchgemachte Infektion macht laut IQWiG nicht immun; man kann sich erneut anstecken.

Muss mein Partner oder meine Partnerin auch zum Arzt?

Ja, auch ohne Beschwerden sollten Kontaktpersonen laut RKI untersucht werden. Laut IQWiG ist es am sichersten, alle zu informieren, mit denen man in den letzten drei Monaten Sex hatte. Männer mit einem Tripper der Harnröhre sollten laut RKI alle Sexualpartnerinnen und -partner der letzten 2 Wochen vor Beginn der Beschwerden informieren oder, falls das länger zurückliegt, die letzte Person; Frauen und alle mit anderen Formen die der letzten 3 Monate.

Ist Tripper meldepflichtig?

Ja. Seit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes vom 16.09.2022 sind laut RKI alle Nachweise von Gonokokken an das Robert Koch-Institut zu melden. Laut IQWiG wird der Name der betroffenen Person dabei nicht genannt. Ärztinnen und Ärzte müssen Gesundheitsdaten vertraulich behandeln.

Was passiert, wenn ein Tripper nicht behandelt wird?

Die Bakterien können laut IQWiG im Körper bleiben, sich ausbreiten und weitergegeben werden. Bei Frauen können sich Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke entzünden, mit Verwachsungen, die zu Unfruchtbarkeit und Eileiterschwangerschaften führen können; bei Männern Prostata, Samenbläschen, Samenleiter oder Nebenhoden. Selten verteilen sich die Gonokokken über das Blut und führen zu Gelenk-, Herz- oder Hirnhautentzündungen bis hin zu einer lebensbedrohlichen Sepsis.

Gibt es eine Impfung gegen Tripper?

Eine spezifische Impfung gegen Gonokokken steht laut RKI nicht zur Verfügung. Kondome, Femidome und beim Oralsex Lecktücher senken laut IQWiG das Risiko; einen hundertprozentigen Schutz gibt es laut gesund.bund.de nicht; ist der Rachen betroffen, können die Bakterien auch durch Küssen übertragen werden. Wer ein erhöhtes Risiko hat, sollte sich laut IQWiG regelmäßig testen lassen, etwa alle drei Monate.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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