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Syphilis

Syphilis (Lues) ist eine sexuell übertragbare Infektion mit dem Bakterium Treponema pallidum, die unbehandelt in Stadien verläuft und bei etwa der Hälfte der Infizierten keine Beschwerden macht. Therapie der ersten Wahl ist laut Robert Koch-Institut in allen Stadien Penicillin, meist als Depotspritze in den Gesäßmuskel; bei einer Penicillinallergie nennt das IQWiG Doxycyclin oder Ceftriaxon. Lassen Sie sich testen, wenn Sie ein schmerzloses Geschwür im Genital-, Anal- oder Mundbereich bemerken oder eine Sexualpartnerin oder ein Sexualpartner Syphilis hat; bei schwerer Atemnot rufen Sie den Notruf 112.

Mann Anfang dreißig mit kurzem dunkelbraunem Haar in einem senfgelben Strickpullover sitzt im warmen Herbstlicht auf einer Parkbank und blickt ruhig in die Ferne
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Syphilis, selten auch Lues genannt, ist eine sexuell übertragbare Infektion mit Bakterien. Viele Infizierte haben keine Beschwerden; bleibt die Infektion unerkannt und unbehandelt, können aber langfristig innere Organe und das Nervensystem schwer geschädigt werden [2, 6]. Therapie der ersten Wahl ist laut Robert Koch-Institut (RKI) in allen Stadien Penicillin [1], meist als Depotspritze in den Gesäßmuskel [2]. Eine Impfung gibt es nicht [1, 2].

Was ist Syphilis?

Syphilis wird durch das Bakterium Treponema pallidum ausgelöst, das nur beim Menschen vorkommt [1, 8]. Sie gehört zu den sexuell übertragbaren Infektionen, ebenso wie Tripper (Gonorrhö) oder Infektionen mit Chlamydien [2]. Das RKI unterscheidet die Frühsyphilis bis ein Jahr nach der Infektion mit primärer (Lues I) und sekundärer Syphilis (Lues II) und die Spätsyphilis danach mit tertiärer Syphilis (Lues III) und Neurosyphilis. Phasen ohne Beschwerden, in denen nur Bluttests die Infektion zeigen, heißen latente Syphilis [1].

Nur etwa die Hälfte aller Infektionen führt laut RKI zu Beschwerden [1]. In Deutschland erkranken laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) pro Jahr etwa 9 von 100.000 Menschen, in Großstädten mehr als auf dem Land [2]. Der weit überwiegende Teil der Infektionen wird laut RKI bei Männern festgestellt, überwiegend bei Männern, die Sex mit Männern haben; bei Frauen erfolgen Infektionen ganz überwiegend auf heterosexuellem Weg [1]. Eine Behandlung ist laut IQWiG in jedem Stadium möglich und nötig, unabhängig davon, ob Beschwerden bestehen [2].

Symptome und Verlauf

Erstes Stadium: Etwa 2 bis 3 Wochen nach der Ansteckung, manchmal eher oder erst Monate später, entsteht dort, wo die Bakterien eingedrungen sind, ein hartes, gerötetes Knötchen. Daraus wird ein etwa 0,5 bis 1 cm großes Geschwür, früher "harter Schanker" genannt [3]. Meist sitzt es am Penis oder an den Schamlippen, nach Anal- oder Oralsex auch am After, an den Lippen oder im Mund [3, 8]. Im Genital- und Analbereich bleibt es schmerzlos, im Mund kann es wehtun; die benachbarten Lymphknoten schwellen schmerzlos an [3]. Das Geschwür enthält viele Erreger und ist sehr ansteckend [2]. Nach etwa 4 bis 6 Wochen verheilt es [3], die Erreger bleiben aber im Körper [2].

Zweites Stadium: Nach mehreren Wochen oder Monaten können Fieber, Müdigkeit, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten, und auch andere Lymphknoten schwellen an, etwa unter den Achseln [3]. Außerdem bildet sich oft ein Hautausschlag mit Flecken oder kleinen Knötchen, der am ganzen Körper auftreten kann und in der Regel nicht juckt, bei manchen aber doch [2, 3]. Er kann auch Handflächen und Fußsohlen betreffen [1, 3]. Möglich sind außerdem fleckiger Haarausfall, wunde Stellen im Mund und nässende, warzenähnliche Knötchen im Intimbereich oder in Hautfalten (Condylomata lata), die sehr ansteckend sind [3, 8]. Die Beschwerden treten meist in Schüben auf. Nach etwa zwei Jahren verschwinden sie und kehren lange Zeit nicht zurück, oft auch gar nicht mehr [3].

Spätstadium: Unbehandelt entwickelt sich laut IQWiG bei etwa einem Drittel der Infizierten nach einiger Zeit das Spätstadium; die beschwerdefreien Zeiten davor können Jahre bis Jahrzehnte dauern [2]. Knotige Entzündungsherde (Gummen) können dann Haut, Knochen, Gelenke oder innere Organe angreifen; entzündete Blutgefäße können sich aussacken, vor allem an der Hauptschlagader, und lebensbedrohliche innere Blutungen sind möglich, wenn sie einreißt [4]. Heute kommt das Spätstadium nur noch selten vor [4].

Neurosyphilis: Befällt die Syphilis Gehirn und Rückenmark, sind laut gesund.bund.de unter anderem Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Hör- und Sehstörungen, Schlaganfälle, Krampfanfälle, Verwirrtheit oder Wesensänderungen sowie Lähmungen, Schmerzen und Taubheit in Unterbauch und Beinen möglich [8]. Bei einer gleichzeitigen HIV-Infektion ist das Risiko dafür erhöht [1, 4]; mehr unter HIV.

Ursachen und Ansteckung

Syphilis wird am häufigsten beim Sex übertragen; die Bakterien dringen durch winzige Verletzungen der Schleimhaut oder Haut ein [1]. Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person führt laut RKI bei etwa 30 von 100 Kontakten zu einer Ansteckung [1]. Sitzen Geschwüre im Mund, ist eine Übertragung auch durch Oralsex und intensives Küssen möglich [2]. Das Risiko ist laut IQWiG besonders hoch bei häufigem Sex mit wechselnden Partnerinnen oder Partnern ohne Kondom [2]. Übertragungen über verunreinigte Nadeln sind laut RKI selten [1], eine Ansteckung über Toiletten oder Handtücher ist laut IQWiG unwahrscheinlich [2]. In der Schwangerschaft können die Erreger auf das ungeborene Kind übergehen [1, 2]. Eine überstandene Syphilis macht nicht immun [2, 8].

Syphilis kann laut dem STI-Leitfaden der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) praktisch jede Erkrankung des Körpers, der Haut, der Nerven oder der Augen nachahmen [9]. Beim Ausschlag des zweiten Stadiums sollte laut RKI zur Abgrenzung unter anderem an einen Arzneimittelausschlag gedacht werden [1]. Wie solche Ausschläge aussehen können, steht unter Hautausschlag durch Medikamente.

Test und Diagnose

Ein Test ist laut IQWiG sinnvoll bei typischen Beschwerden wie einem schmerzlosen Geschwür, aber auch ohne Beschwerden, wenn eine Sexualpartnerin oder ein Sexualpartner Syphilis hat oder das Ansteckungsrisiko erhöht ist; dann raten Fachleute zu regelmäßigen Tests, zum Beispiel alle drei Monate [5]. Für Menschen, die Medikamente zur Vorbeugung einer HIV-Infektion (PrEP) nehmen, sollte laut der vom RKI zitierten Leitlinie alle 3 Monate ein Syphilistest erfolgen [1].

Meist wird Blut auf Antikörper untersucht: Ein Suchtest, ein Bestätigungstest und eine dritte Untersuchung zeigen, ob eine Infektion vorliegt und ob sie behandelt werden muss [5]. Kurz nach einer Ansteckung kann der Test falsch negativ sein; zwischen möglicher Ansteckung und Test sollten laut IQWiG mindestens drei Wochen liegen [5]. Bei einem Geschwür lassen sich die Erreger auch im Abstrich nachweisen, zum Beispiel per PCR [5]. Bei Verdacht auf eine Neurosyphilis wird Rückenmarksflüssigkeit untersucht [8]. Schnelltests sind laut gesund.bund.de nicht so sicher wie Labortests [8].

Testen lassen können Sie sich in der Hausarztpraxis, in Praxen für Dermatologie, Gynäkologie oder Urologie sowie bei Gesundheitsämtern und Checkpoints der Aidshilfen, dort auch anonym [2, 5]. Nach § 7 Absatz 3 des Infektionsschutzgesetzes wird jeder Nachweis des Erregers ohne Namen an das RKI gemeldet [1, 2]. Laut RKI sollte bei jeder nachgewiesenen Syphilis auf weitere sexuell übertragbare Infektionen untersucht werden, einschließlich eines HIV-Tests [1]. Schwangeren wird im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge möglichst früh ein Syphilistest angeboten [5, 7].

Ohne Medikamente: Schutz und Vorbeugung

Behandelt wird eine Syphilis mit Antibiotika [2, 8]. Kondome und Femidome senken das Risiko einer Ansteckung, schützen aber nicht hundertprozentig, weil die Erreger über intensive Hautkontakte im gesamten Genitalbereich übertragen werden können [2]. Beim Oralverkehr sind laut IQWiG Kondome und Lecktücher (Dental Dams) ratsam [7]. Frühes Testen und Behandeln beugt möglichen Spätfolgen vor und verhindert, dass die Syphilis weiterverbreitet wird [2].

Nach der Diagnose: Bis zum Nachweis des Therapieerfolgs soll laut RKI kein ungeschützter Geschlechtsverkehr ausgeübt werden [1]. Wichtig sind laut IQWiG zwei Dinge: auf Sex zu verzichten und zügig mit der Antibiotikabehandlung zu beginnen. War sie nach vier Wochen erfolgreich, ist in der Regel wieder Sex möglich [7]. Im Haushalt muss nichts desinfiziert werden [7].

Partnerinnen und Partner informieren: Das ist laut RKI wichtig, um Infektionsketten zu unterbrechen und erneute Ansteckungen zu verhindern. Bei einer primären Syphilis sollten die Partnerinnen und Partner der vergangenen 3 Monate beraten, untersucht und gegebenenfalls behandelt werden, bei sekundärer oder früh latenter Syphilis wäre ein Zeitraum von bis zu 12 Monaten zu berücksichtigen. Die Benachrichtigung ist freiwillig [1]. Ohne Behandlung ist laut IQWiG eine gegenseitige Wiederansteckung möglich [7].

Behandlung mit Medikamenten

Frau Ende zwanzig mit kastanienbraunem Haar in einer petrolfarbenen Bluse spricht in einem hellen Sprechzimmer ruhig mit einem grauhaarigen Arzt im weißen Kittel
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Weil sich die Erreger langsam vermehren, müssen wirksame Spiegel laut RKI ohne Unterbrechung mindestens 10 Tage lang erhalten bleiben. Therapie der ersten Wahl ist in allen Stadien Penicillin; eine Resistenz der Erreger ist bisher nicht bekannt [1]. Die deutsche S2k-Leitlinie zur Syphilis wird derzeit überarbeitet [10]; ihre wesentlichen Inhalte gibt die DSTIG im STI-Leitfaden wieder, 5. Auflage 2026/2027 [9].

Antibiotika gegen Syphilis im Überblick
WirkstoffgruppeBeispieleWie sie wirkenHäufige Nebenwirkungen
Penicilline, laut RKI Therapie der ersten Wahl in allen Stadien [1]Benzathin-Benzylpenicillin (ohne eigene Wirkstoffseite), Depotspritze in den Muskel; Anwendungsgebiete laut Fachinformation des in Portugal zugelassenen Präparats Lentocilin S: primäre, sekundäre und latente Syphilis, tertiäre Syphilis (Erwachsene) und angeborene Syphilis (Kinder über 1 Monat) [11]; Penicillin G (Benzylpenicillin, ohne eigene Wirkstoffseite) in die Vene, laut Fachinformation bei Infektionen durch empfindliche Erreger, unter anderem Spirochäten [13], laut IQWiG und DSTIG-Leitfaden bei Neurosyphilis [6, 9]Hemmt Enzyme (penicillinbindende Proteine), die Bakterien zum Aufbau ihrer Zellwand brauchen; die Bakterien lösen sich in der Regel auf und sterben ab. Aus dem Depot wird der Wirkstoff langsam aufgenommen und ist je nach Dosis normalerweise 1 bis 4 Wochen im Blut nachweisbar [11]Benzathin-Benzylpenicillin: am häufigsten Überempfindlichkeitsreaktionen, vor allem Hautausschläge; allergische Reaktionen insgesamt bei 1 bis 10 von 100 Behandelten; Jarisch-Herxheimer-Reaktion bei der Syphilisbehandlung sehr häufig [11]. Penicillin G: allergische Reaktionen gelegentlich bis häufig; häufig Arzneimittelfieber, Schmerzen an der Einstichstelle bei Gabe in den Muskel, Reizungen der Venenwand und Venenentzündungen (Thrombophlebitis) bei Gabe in die Vene, ein positiver direkter Coombs-Test (Bluttest) und unter hochdosierter Therapie Benommenheit, gesteigerte Reflexe und Muskelzuckungen; gelegentlich Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Entzündungen von Mund und Zunge [13]
Tetracycline (weitere Antibiotika), laut IQWiG bei Penicillinallergie [6]Doxycyclin, Tabletten, laut Fachinformation zugelassen bei Syphilis mit Penicillinallergie [14]Blockiert umkehrbar eine Bindungsstelle an den Ribosomen der Bakterien und hemmt so deren Eiweißherstellung; die Bakterien werden vorwiegend an der Vermehrung gehindert [14]Sehr häufig: Lichtempfindlichkeitsreaktionen der Haut. Häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Fettstühle, Hautausschläge [14]
Cephalosporine, laut IQWiG als Alternative zur Depotspritze [6]Ceftriaxon (ohne eigene Wirkstoffseite), tägliche Kurzinfusion [6], laut Packungsbeilage zugelassen unter anderem bei bestimmten sexuell übertragbaren Infektionen (Gonorrhoe und Syphilis) [16]Hemmt nach Bindung an penicillinbindende Proteine den Aufbau der Bakterienzellwand; die Bakterienzelle löst sich auf und stirbt ab [15]Häufig: veränderte Zahl weißer Blutzellen und Blutplättchen, weiche Stühle oder Durchfall, veränderte Leberwerte, Ausschlag [16]

Sehr häufig bedeutet laut Fachinformation mindestens 1 von 10 Behandelten, häufig 1 bis 10 von 100, gelegentlich 1 bis 10 von 1.000 [14]. Jede Angabe gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht; mehr im Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Depot-Penicillin als Spritze

Das Depot-Penicillin wird meist in den Gesäßmuskel gespritzt und verteilt sich nach und nach im Körper, sodass über die nötigen zehn Tage genügend Penicillin vorhanden ist [6]. Laut DSTIG-Leitfaden ist bei Erwachsenen mit Frühsyphilis (weniger als ein Jahr nach der Infektion) eine einmalige Gabe von Benzathin-Benzylpenicillin die Standardtherapie, bei Spätsyphilis oder unbekanntem Infektionszeitpunkt sind es drei Gaben an den Tagen 1, 8 und 15 [9]. Die Spritze darf laut Fachinformation nur von erfahrenen medizinischen Fachkräften an Orten gegeben werden, die für die Notfallbehandlung einer möglichen anaphylaktischen Reaktion vorbereitet sind [11].

Versorgungslage: Für Benzathin-Benzylpenicillin zur Injektion hat das Bundesministerium für Gesundheit am 21. Januar 2026 einen Versorgungsmangel bekannt gemacht; eine alternative gleichwertige Arzneimitteltherapie steht laut Bekanntmachung nicht zur Verfügung [18]. Auf dieser Grundlage darf die Pädia GmbH laut BfArM das in Portugal zugelassene Präparat Lentocilin S 1200 befristet aus Portugal einführen und in Deutschland in Verkehr bringen (Stand 19.06.2026) [20]. Die Angaben zu diesem Wirkstoff auf dieser Seite stammen aus der deutschen Übersetzung der portugiesischen Fach- und Gebrauchsinformation von Lentocilin S, die Pädia auf ihrer Internetseite bereitstellt [11, 12]. Mehr im Ratgeber Lieferengpässe.

Penicillin in die Vene bei Neurosyphilis

Liegen Nervenschäden vor, wird laut IQWiG über 10 bis 14 Tage täglich mehrmals Penicillin direkt in die Blutbahn gegeben [6]. Der DSTIG-Leitfaden nennt dafür Penicillin G, auch bei einer Syphilis der Augen oder Ohren. Bei einer HIV-Infektion wird laut Leitfaden stadiengerecht behandelt wie ohne HIV; bei neurologischen oder psychiatrischen Beschwerden oder schwerer Immunschwäche ist eine Lumbalpunktion vorgesehen [9].

Bei Penicillinallergie

Wer gegen Penicillin allergisch ist, kann laut IQWiG Doxycyclin zwei Wochen lang als Tabletten einnehmen oder zehn Tage lang täglich eine Kurzinfusion mit Ceftriaxon erhalten; in Spätstadien dauert die Behandlung mit Doxycyclin vier Wochen, mit Ceftriaxon 14 Tage [6]. Nach einer allergischen Reaktion vom Soforttyp oder einer schweren allergischen Reaktion gegen Penicillin oder vergleichbare Antibiotika darf Ceftriaxon laut Packungsbeilage nicht verabreicht werden [16]; nach nicht schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktionen gegen andere Betalaktam-Antibiotika sollte es laut Fachinformation mit Vorsicht angewendet werden [15]. Der DSTIG-Leitfaden weist auf eine mögliche Kreuzallergie zwischen den Betalaktam-Antibiotika hin [9].

Jarisch-Herxheimer-Reaktion

Zu Beginn der Behandlung stirbt ein großer Teil der Erreger auf einmal ab, und der Körper kann mit Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen und verstärktem Hautausschlag reagieren [6]. Diese Jarisch-Herxheimer-Reaktion tritt laut Fachinformation von Lentocilin S bei 50 von 100 Behandelten mit primärer Syphilis auf, bei 75 von 100 mit sekundärer und bei 30 von 100 mit Neurosyphilis, in der Regel 2 bis 12 Stunden nach Beginn der Penicillinbehandlung. Sie sollte nicht mit einer Überempfindlichkeitsreaktion verwechselt werden und kann bei einer Syphilis von Herz und Gefäßen oder bei einem Schwund des Sehnervs gefährlich sein [11]. Tritt unter Ceftriaxon eine solche Reaktion auf, soll die Antibiotikabehandlung laut Fachinformation nicht abgebrochen werden [15].

Damit die Beschwerden unterdrückt werden, erhält man laut IQWiG meist eine oder eine halbe Stunde vor Beginn der Antibiotikabehandlung eine Tablette oder Spritze mit Kortison [6]. Laut DSTIG-Leitfaden kann ab dem Sekundärstadium zur Vorbeugung ein Kortisonpräparat eine halbe bis eine Stunde vor der ersten Penicillingabe gegeben werden [9]. Kortison gehört zu den Glucocorticoiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Penicillin ist laut IQWiG auch in der Schwangerschaft und für Säuglinge das Mittel der Wahl [6]. Embryotox, das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité, zählt Penicillin G (Benzylpenicillin) zu den Antibiotika der Wahl in Schwangerschaft und Stillzeit [17]. Laut Fachinformation von Lentocilin S sollte die Anwendung in der Schwangerschaft wie die aller Arzneimittel vermieden werden, es sei denn, die Ärztin oder der Arzt hält die Verschreibung für unerlässlich. In der Stillzeit sollte es laut Fachinformation mit Vorsicht angewendet werden, weil Benzylpenicillin in die Muttermilch übergeht [11].

Doxycyclin darf laut Fachinformation in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden [14]. Ceftriaxon sollte Schwangeren, besonders in den ersten drei Monaten, laut Fachinformation nur verordnet werden, wenn der therapeutische Nutzen die Risiken überwiegt; in der Stillzeit ist laut Fachinformation zwischen dem Nutzen des Stillens für das Kind und dem Nutzen der Behandlung für die Mutter abzuwägen [15]. Bei Schwangeren mit Penicillinallergie wird laut IQWiG zunächst geprüft, ob tatsächlich eine Allergie vorliegt; wenn ja, kann der Körper unter ärztlicher Kontrolle langsam an das Penicillin gewöhnt werden (Desensibilisierung) [6]. Mehr im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Nebenwirkungen der Medikamente

Penicilline: Anaphylaktische Reaktionen treten laut Fachinformation von Lentocilin S bei etwa 5 von 10.000 Behandelten auf, in der Regel nach einer Gabe als Spritze oder Infusion [11]. Zeichen einer allergischen Reaktion sind laut Packungsbeilage unter anderem Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht oder Mund mit Atembeschwerden, Fieber, Nesselsucht, Gelenk- und Muskelschmerzen oder geschwollene Lymphknoten; dann wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [12]. Mehr dazu: Arzneimittelallergie.

Nach der Injektion in den Muskel kann laut Fachinformation das Hoigné-Syndrom auftreten, eine starke Unruhe mit Todesangst und Sinnestäuschungen. In seltenen Fällen führt eine versehentliche Gabe in ein Blutgefäß zu Gefäßverschlüssen und schweren Schäden an Nerven und Gefäßen [11]. Durchfall während oder bis zu zwei Monate nach einer Antibiotikabehandlung sollte laut Fachinformation untersucht werden, weil eine Darmentzündung durch Clostridioides difficile dahinterstecken kann [11]. Mehr dazu: Durchfall durch Medikamente.

Doxycyclin: Weil Lichtempfindlichkeitsreaktionen der Haut auftreten können, sollte laut Fachinformation während der Behandlung Sonnenbaden im Freien oder in Solarien vermieden werden. Um Geschwüre der Speiseröhre zu vermeiden, sollte die Tablette mit einem Glas Wasser und nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen eingenommen werden [14]. Mehr unter Lichtempfindlichkeit und Doxycyclin.

Ceftriaxon: Bei einer plötzlichen Schwellung von Gesicht, Rachen, Lippen oder Mund oder einem schweren Ausschlag mit Blasen informieren Sie laut Packungsbeilage sofort eine Ärztin oder einen Arzt. Bei Benommenheit sollten Sie kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen [16].

Verhütung: Benzylpenicillin kann laut Fachinformation von Lentocilin S die Wirksamkeit der Pille beeinträchtigen [11]. Frauen, die so verhüten, sollten laut Packungsbeilage alternative Verhütungsmethoden wie Barriereverfahren anwenden [12]. Mehr im Ratgeber Pille und Antibiotika.

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Nebenwirkungen können Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke mitteilen oder direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [12]; wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Nach der Behandlung: Kontrollen

Ob die Behandlung gewirkt hat, zeigen laut IQWiG Blutuntersuchungen vier Wochen nach Ende der Behandlung und danach vier Kontrollen im Abstand von jeweils drei Monaten [6]. Bei einer Frühsyphilis gehen die Beschwerden nach der Therapie laut gesund.bund.de meistens rasch zurück; Organschäden aus einer Spätsyphilis lassen sich nicht rückgängig machen [8]. Bleiben Beschwerden bestehen, ist es laut IQWiG besser, die Nachkontrollen abzuwarten und bis dahin weiter auf Sex zu verzichten [7]. Steigen bestimmte Antikörperwerte später deutlich an, gilt das laut RKI als Hinweis auf eine erneute Ansteckung oder einen Rückfall [1]. Eine bestehende oder abgelaufene Syphilis schließt laut RKI dauerhaft von der Blutspende aus [1].

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Bei Zeichen einer allergischen Reaktion nach einer Penicillinspritze, etwa Schwellungen im Gesicht oder Mund mit Atembeschwerden, wenden Sie sich laut Packungsbeilage sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, bei wässrigem Durchfall, meist mit Blut und Schleim, mit Bauchschmerzen oder Fieber so schnell wie möglich [12]. Schwere Atemnot, Bewusstlosigkeit oder eine erhebliche Bewusstseinstrübung sowie akute und anhaltende Krampfanfälle sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) Fälle für den Notruf 112 [19]. Kann die Behandlung bei geschlossenen Praxen nicht bis zum nächsten Tag warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [19]. Lassen Sie sich testen, wenn Sie ein schmerzloses Geschwür im Genital-, Anal- oder Mundbereich bemerken oder eine Sexualpartnerin oder ein Sexualpartner an Syphilis erkrankt ist [5].

Quellen

  1. Behörde RKI-Ratgeber Syphilis (Abschnitte Vorkommen, Infektionsweg, Inkubationszeit, Dauer der Ansteckungsfähigkeit, Klinische Symptomatik, Diagnostik, Therapie, Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen, Meldepflicht). Robert Koch-Institut (RKI). Stand Stand 12.11.2020. abgerufen am 18.10.2026
  2. Syphilis (Lues). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.07.2022. abgerufen am 18.10.2026
  3. Symptome bei Syphilis. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.07.2022. abgerufen am 18.10.2026
  4. Welche Folgen kann eine Syphilis haben?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.07.2022. abgerufen am 18.10.2026
  5. Wann und wo mache ich einen Test auf Syphilis?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.07.2022. abgerufen am 18.10.2026
  6. Wie wird Syphilis behandelt?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.07.2022. abgerufen am 18.10.2026
  7. Wie schütze ich mich und andere vor Syphilis?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 27.07.2022. abgerufen am 18.10.2026
  8. Behörde Syphilis. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (geprüft durch die Deutsche STI-Gesellschaft). Stand 28.05.2025. abgerufen am 18.10.2026
  9. Leitfaden STI-Therapie, -Diagnostik und -Prävention, 5. Auflage 2026/2027 (Abschnitte Hinweise zur Handhabung, Syphilis, Syphilis connata, Neurosyphilis, Syphilis als Chamäleon). Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG). Stand PDF-Fassung 10/2026. abgerufen am 18.10.2026
  10. Leitlinien unter Federführung oder mit Beteiligung der Deutschen STI-Gesellschaft (Abschnitt "Weitere STI-Leitlinien, die zur Zeit in Bearbeitung sind": S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Syphilis, AWMF-Register-Nr. 059-002). Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  11. Fachinformation Fachinformation Lentocilin S 1200 / Lentocilin S 2400, Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension (Benzathin-Benzylpenicillin), deutsche Übersetzung der portugiesischen Fachinformation; in Portugal zugelassen, Lentocilin S 1200 wird wegen des Versorgungsmangels befristet nach § 79 Absatz 5 AMG eingeführt. Laboratórios Atral, S.A. (Zulassungsinhaber, Portugal); Übersetzung zur Verfügung gestellt von Pädia GmbH (Mai 2026). Stand 30.07.2024. abgerufen am 18.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lentocilin S 1200 / Lentocilin S 2400 (Benzathin-Benzylpenicillin), deutsche Übersetzung der portugiesischen Packungsbeilage; in Portugal zugelassen, Lentocilin S 1200 wird wegen des Versorgungsmangels befristet nach § 79 Absatz 5 AMG eingeführt. Laboratórios Atral, S.A. (Zulassungsinhaber, Portugal); Übersetzung zur Verfügung gestellt von Pädia GmbH (Mai 2026). Stand 30.07.2024. abgerufen am 18.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation Penicillin G INFECTOPHARM 1/5/10 Mega, Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung (Benzylpenicillin-Natrium). INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 18.10.2026
  14. Fachinformation Fachinformation Doxy-M-ratiopharm 100 mg / 200 mg Tabletten (Version 12). ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 18.10.2026
  15. Fachinformation Fachinformation Ceftriaxon Eberth 2 g, Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung. Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH. Stand 10/2024. abgerufen am 18.10.2026
  16. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ceftriaxon Eberth 2 g, Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung. Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 18.10.2026
  17. Embryotox Embryotox: Penicillin G. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  18. Behörde Bekanntmachung nach § 79 Absatz 5 des Arzneimittelgesetzes vom 21. Januar 2026 (Versorgungsmangel mit benzylpenicillin-benzathinhaltigen Arzneimitteln zur parenteralen Applikation), BAnz AT 23.01.2026 B8. Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Stand 21.01.2026 (veröffentlicht 23.01.2026). abgerufen am 18.10.2026
  19. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  20. Behörde Informationen zur Verfügbarkeit von benzathin-benzylpenicillinhaltigen Arzneimitteln in parenteraler Darreichungsform und Empfehlung zur Abmilderung möglicher Engpässe (Abschnitt "Erteilte Gestattungen gemäß § 79 Abs. 5 AMG"). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 19.06.2026. abgerufen am 18.10.2026

Häufige Fragen

Ist Syphilis heilbar?

Ja. Syphilis lässt sich laut IQWiG gut mit Antibiotika behandeln, und eine Behandlung ist in jedem Stadium möglich und nötig, auch ohne Beschwerden. Auch im Spätstadium stoppt sie die Infektion und verhindert, dass sich Schäden verschlimmern oder neue Komplikationen auftreten. Organschäden, die in einer Spätsyphilis schon entstanden sind, lassen sich laut gesund.bund.de allerdings nicht rückgängig machen.

Wie wird Syphilis behandelt?

Therapie der ersten Wahl ist laut Robert Koch-Institut in allen Stadien Penicillin. Meist wird laut IQWiG ein Depot-Penicillin in den Gesäßmuskel gespritzt, das lange genug wirkt: bei einer frühen Syphilis eine Spritze, in Spätstadien drei Spritzen im Abstand von jeweils einer Woche. Bei einer Neurosyphilis wird Penicillin über 10 bis 14 Tage mehrmals täglich in die Vene gegeben. Vor Beginn erhält man laut IQWiG meist einmalig Kortison gegen eine mögliche Jarisch-Herxheimer-Reaktion.

Was ist, wenn ich gegen Penicillin allergisch bin?

Dann kann man laut IQWiG Doxycyclin zwei Wochen lang als Tabletten einnehmen oder zehn Tage lang täglich eine Kurzinfusion mit Ceftriaxon erhalten; in Spätstadien dauert die Behandlung länger. Doxycyclin darf laut Fachinformation in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden. Ceftriaxon darf laut Packungsbeilage nicht verabreicht werden, wenn früher eine allergische Reaktion vom Soforttyp oder eine schwere allergische Reaktion gegen Penicillin aufgetreten ist. In der Schwangerschaft wird laut IQWiG zunächst geprüft, ob tatsächlich eine Allergie besteht; wenn ja, kann eine Desensibilisierung erfolgen.

Wie lange ist man mit Syphilis ansteckend?

Hochinfektiös ist man laut RKI im ersten Stadium, infektiös im zweiten; ohne Behandlung besteht die Ansteckungsfähigkeit während dieser beiden Stadien durchgehend. Auch in der frühen beschwerdefreien Phase besteht laut gesund.bund.de noch Ansteckungsgefahr. Im Spätstadium sind Betroffene meist nicht mehr ansteckend. Bis zum Nachweis des Therapieerfolgs soll laut RKI kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.

Wann ist ein Syphilistest nach einer möglichen Ansteckung sinnvoll?

Kurz nach einer Ansteckung hat der Körper meist noch keine Antikörper gebildet, der Bluttest kann dann falsch negativ ausfallen. Zwischen möglicher Ansteckung und Test sollten laut IQWiG mindestens drei Wochen liegen; ist der Kontakt erst ein paar Tage her, ist es sinnvoll, später einen zweiten Test machen zu lassen. Eine primäre Syphilis lässt sich laut RKI erst nach 8 bis 10 Wochen mit eindeutig negativen Ergebnissen ausschließen. Bei einem Geschwür können die Erreger auch per Abstrich nachgewiesen werden.

Muss ich meine Sexualpartner informieren?

Das ist laut RKI wichtig, um Infektionsketten zu unterbrechen und erneute Ansteckungen zu verhindern; die Benachrichtigung ist freiwillig. Bei einer primären Syphilis sollten laut RKI die Partnerinnen und Partner der vergangenen 3 Monate beraten, untersucht und gegebenenfalls behandelt werden, bei sekundärer oder früh latenter Syphilis wäre ein Zeitraum von bis zu 12 Monaten zu berücksichtigen. Ohne Behandlung ist laut IQWiG eine gegenseitige Wiederansteckung möglich.

Kann man sich mehrmals mit Syphilis anstecken?

Ja. Eine überstandene Syphilis führt laut IQWiG und gesund.bund.de nicht zu einer Immunität. Wer ein erhöhtes Risiko hat, etwa durch häufig wechselnde Partnerinnen oder Partner, sollte sich laut IQWiG regelmäßig testen lassen, zum Beispiel alle drei Monate. Eine Impfung gegen Syphilis gibt es nicht.

Was bedeutet Syphilis in der Schwangerschaft?

Unbehandelt kann sich das ungeborene Kind anstecken; laut IQWiG löst das bei mehr als einem Drittel der Betroffenen eine Fehlgeburt aus oder das Kind stirbt bei der Geburt. Deshalb wird jeder Schwangeren im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge möglichst früh ein Syphilistest angeboten. Penicillin ist laut IQWiG auch in der Schwangerschaft das Mittel der Wahl, und eine Behandlung mit Antibiotika macht auch das ungeborene Kind gesund. Embryotox zählt Penicillin G zu den Antibiotika der Wahl in der Schwangerschaft.

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    Direkt nach Operationen gehören Benommenheit, Übelkeit und Kreislaufprobleme laut IQWiG zu den häufigsten Nebenwirkungen.