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Amlodipin absetzen
Wie lange Sie Amlodipin einnehmen, sagt Ihnen laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihr Arzt; beenden Sie die Einnahme früher, können Ihre Beschwerden zurückkehren. Absetzerscheinungen oder einen Rückprall-Effekt nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Laut einer Patienteninformation der Nationalen VersorgungsLeitlinie Hypertonie ist das Weglassen blutdrucksenkender Medikamente ein häufiger Grund für einen entgleisten Blutdruck. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Wie lange Sie Amlodipin einnehmen, sagt Ihnen laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Beenden Sie die Einnahme früher, können Ihre Beschwerden zurückkehren [1]. Absetzerscheinungen oder einen Rückprall-Effekt (Rebound) beschreiben weder die Packungsbeilage noch die Fachinformation von Amlodipin [1, 2].
Amlodipin wird gegen Bluthochdruck und gegen Schmerzen im Brustbereich bei Angina pectoris eingesetzt [1]. Blutdrucksenker schützen laut IQWiG nur dann vor Folgeerkrankungen wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, wenn sie dauerhaft und regelmäßig eingenommen werden [14]. Ein häufiger Grund für einen entgleisten Blutdruck ist laut einer Patienteninformation der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Hypertonie, dass blutdrucksenkende Medikamente nicht regelmäßig eingenommen oder weggelassen werden [13].
Was Packungsbeilage und Fachinformation zum Absetzen sagen
Die Packungsbeilage knüpft das Ende der Behandlung an die Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes. Endet die Einnahme früher als verordnet, können Ihre Beschwerden zurückkehren [1]. Wichtig ist laut Packungsbeilage außerdem, die Tabletten regelmäßig einzunehmen und nicht zu warten, bis sie aufgebraucht sind, bevor Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [1].
Die Fachinformation enthält keine eigenen Angaben zum Beenden der Behandlung, kein Schema zum schrittweisen Verringern und keine Absetzerscheinungen [2]. Sie beschreibt, dass Amlodipin langsam zu wirken beginnt und eine Halbwertszeit von 35 bis 50 Stunden hat, also die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert [2]. Wie schnell der Blutdruck nach dem Absetzen steigt, geben Packungsbeilage und Fachinformation nicht an [1, 2].
Wenn Nebenwirkungen der Grund sind
Stören Nebenwirkungen, sagt die Packungsbeilage, was zu tun ist [1]:
- Ödeme: Flüssigkeitsansammlungen im Körper sind sehr häufig, können also mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen. Bereiten sie Ihnen Probleme oder halten sie länger als eine Woche an, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [1]. Mehr dazu: Wassereinlagerungen.
- Häufige Nebenwirkungen: Dazu zählen unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel und Schläfrigkeit (insbesondere zu Beginn der Behandlung), Herzklopfen, Hautrötung mit Wärmegefühl, Müdigkeit, Muskelkrämpfe und Knöchelschwellungen. Bereitet Ihnen eine davon erhebliche Probleme oder hält sie länger als eine Woche an, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [1]. Mehr dazu: Schwindel und Kopfschmerzen.
- Weitere Nebenwirkungen: Beeinträchtigt Sie eine der übrigen Nebenwirkungen erheblich, informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1].
- Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Krankheitsgefühl: Dann fahren Sie laut Packungsbeilage nicht Auto, bedienen keine Maschinen und suchen umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf [1].
Zu Beginn einer Blutdrucksenkung kann es laut IQWiG eine Weile dauern, bis sich der Kreislauf darauf eingestellt hat; auch andere Nebenwirkungen treten nur in den ersten Tagen der Behandlung auf und verschwinden dann von selbst. Es kann auch Zufall sein, wenn Beschwerden kurz nach der Einnahme auftreten. Wer ein Präparat wirklich nicht verträgt, kann gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt einen anderen Wirkstoff versuchen [12]. Wer sein Medikament wegen störender Nebenwirkungen schon selbst abgesetzt hat, sollte das laut IQWiG offen ansprechen; dann lässt sich überlegen, ob eine neue Dosis oder ein Wechsel sinnvoll ist [12].
Wechselwirkungen, wenn sich die Behandlung ändert
Amlodipin verstärkt die Blutdrucksenkung anderer blutdrucksenkender Mittel [1, 2]. Erhalten Sie zugleich das Immunsuppressivum Tacrolimus, muss laut Fachinformation dessen Spiegel im Blut überwacht und die Dosis gegebenenfalls angepasst werden; nach einer Nierentransplantation sollte auch eine Überwachung der Ciclosporinspiegel erwogen werden. Für den Cholesterinsenker Simvastatin begrenzt die Fachinformation die Dosis, solange Amlodipin eingenommen wird [2]. Nehmen Sie eines dieser Mittel, fragen Sie vor jeder Änderung Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, was das für die übrigen Medikamente bedeutet.
Welche Beschwerden beim Absetzen auftreten können
Entzugserscheinungen nennen Packungsbeilage und Fachinformation von Amlodipin nicht [1, 2]. Als Folge eines vorzeitigen Endes nennt die Packungsbeilage, dass Ihre Beschwerden zurückkehren können [1].
Wenn der Blutdruck wieder steigt
Einen zu hohen Blutdruck spüren Sie laut NVL-Patienteninformation meist nicht, und anfangs bemerken Sie oft keine Beschwerden. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann sie im Lauf der Zeit viele Organe schädigen und zu Folgeerkrankungen führen [16]. Mehr zur Erkrankung: Bluthochdruck.
Von einer Blutdruck-Entgleisung sprechen Fachleute laut NVL-Patienteninformation, wenn der obere Wert über 180 mmHg und der untere über 110 mmHg liegt. Hinweise darauf können ein roter Kopf oder rote Wangen, Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit sein. Eine Entgleisung ist in der Regel eine ernste Situation, aber noch kein Notfall; zum Notfall wird sie, wenn der stark erhöhte Blutdruck Gehirn, Herz, Lunge, Nieren oder andere Organe schädigt [13]. Welche Zeichen dann auftreten können, steht im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen.
Wenn Beschwerden der Angina pectoris zurückkehren
Bei Angina pectoris verbessert Amlodipin laut Packungsbeilage die Blutversorgung des Herzmuskels, der so besser mit Sauerstoff versorgt wird; dadurch werden Schmerzen im Brustbereich verhindert. Akute Angina-pectoris-Schmerzen lindert Amlodipin nicht sofort [1]. Mehr zur Grunderkrankung: Koronare Herzkrankheit.
Wie Ärztinnen und Ärzte beim Absetzen vorgehen

Ein Vorgehen zum Absetzen beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2]. Die Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie (Version 1.0 von 2023) setzt auf gemeinsame Entscheidungen: Patientinnen, Patienten und Behandelnde sollen zu Beginn und wiederholt im Verlauf individuelle Therapieziele vereinbaren. Dabei zählen neben dem Alter und der Lebenserwartung auch die Autonomie, die Wertvorstellungen, die Lebenssituation und die Lebensqualität der Betroffenen [11].
Nebenwirkungen einer Blutdrucksenkung wie Schwindel können sich laut Leitlinie im Verlauf der Behandlung oder durch eine Anpassung der Dosis bessern. Zur Unterstützung der regelmäßigen Einnahme kann laut Leitlinie auch ein einfacherer Medikationsplan beitragen, zum Beispiel mit weniger Wirkstoffen und Einnahmezeitpunkten [11]. Laut NVL-Patienteninformation kann man bei Nebenwirkungen oft helfen, etwa indem die Dosis angepasst oder das Medikament gewechselt wird [16].
Kontrolle nach einer Änderung
Nach Beginn oder Anpassung einer Behandlung sieht der Algorithmus der Leitlinie eine erste Kontrolle nach 4 bis 6 Wochen vor. Für diese Zeit hält die Leitliniengruppe es für wichtig, dass die Betroffenen ihren Blutdruck selbst überprüfen, besonders bei einer Änderung der Dosis. Für die Kontrolltermine empfiehlt sie bevorzugt Messungen zu Hause, ab sieben Tage vor dem Termin zweimal morgens und zweimal abends [11]. Die Dosis ändern Sie laut NVL-Patienteninformation nicht ohne ärztliche Rücksprache [15].
Schwangerschaft und Stillzeit
Die Sicherheit von Amlodipin in der Schwangerschaft ist laut Packungsbeilage nicht nachgewiesen; sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt Bescheid, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Laut Fachinformation wird die Anwendung in der Schwangerschaft nur empfohlen, wenn es keine sicherere Behandlung gibt und die Erkrankung ein höheres Risiko für Mutter und Kind bedeutet [1, 2]. Kinderwunsch, Schwangerschaft oder Stillzeit allein sind laut NVL kein Grund, von den vereinbarten Therapiezielen abzuweichen [11].
Embryotox beschreibt einen mittleren Erfahrungsumfang. Laut Embryotox ist die Weiterführung einer Behandlung mit Amlodipin akzeptabel, wenn besser untersuchte Blutdrucksenker nicht infrage kommen; bei einer Neueinstellung sollten besser untersuchte Mittel bevorzugt werden. Besser geeignet sind laut Embryotox bei Bluthochdruck ohne weitere Begleiterkrankungen zum Beispiel Metoprolol und Alpha-Methyldopa, im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel auch Nifedipin [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Nach einer Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel kann laut Embryotox eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden [3].
In der Stillzeit gelten laut Embryotox die individuell vereinbarten Blutdruckziele; Amlodipin kann in der Stillzeit eingesetzt werden [3]. Bei der Entscheidung, ob weiter gestillt oder abgestillt und ob die Behandlung fortgesetzt oder beendet wird, sind laut Fachinformation der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Behandlung für die Mutter zu berücksichtigen [2].
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben
Eine vergessene Tablette ist laut Packungsbeilage nicht schlimm: Lassen Sie diese Einnahme vollständig aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein [1]. Als Erinnerungshilfen nennt die NVL-Patienteninformation Pillendosen mit Fächern für die ganze Woche sowie Zettel, Kalendereinträge oder Apps auf dem Handy [15]. Eine Hilfe ist auch die Einnahme-Erinnerung.
Was Sie tun können
Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Diese Fragen helfen, das Gespräch vorzubereiten:
- Welches Therapieziel für meinen Blutdruck haben wir vereinbart, und passt es noch zu meiner Situation?
- Lässt sich eine Nebenwirkung, die mich stört, durch eine andere Dosis oder einen anderen Wirkstoff vermeiden?
- Wie oft soll ich nach einer Änderung meinen Blutdruck messen, und wann ist die nächste Kontrolle?
- Ab welchen Werten oder Beschwerden soll ich mich melden?
- Was bedeutet eine Änderung für meine anderen Medikamente?
- Ich plane eine Schwangerschaft oder stille: Was ändert sich für mich?
Nebenwirkung melden: Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Allgemeines zum Thema: Medikamente absetzen. Mehr zur Wirkstoffgruppe: Calciumkanalblocker.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Sehr hoher Blutdruck: Steigt der Blutdruck plötzlich über 180 zu 110 mmHg, empfiehlt die NVL-Patienteninformation, Ruhe zu bewahren und nach einer halben Stunde erneut zu messen. Sind die Werte dann nicht besser oder halten die Beschwerden an, rufen Sie Ihre Arztpraxis an oder suchen sie auf. Bei starken Beschwerden, großer Unsicherheit oder in der Schwangerschaft holen Sie sofort ärztliche Hilfe [13].
Notruf 112: Anzeichen für einen Notfall können laut NVL-Patienteninformation zum Beispiel Atemnot, starke Brustenge, Verwirrtheit, Lähmungen, Seh- oder Sprechstörungen, Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit sein; dann rufen Sie 112 an oder sorgen dafür, dass jemand anderes das tut [13]. Auch starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung Fälle für den Rettungsdienst unter 112 [17].
Unsicher, ob es ein Notfall ist: Holen Sie möglichst schnell fachkundigen Rat ein, etwa in Ihrer Arztpraxis oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 [13]. Weitere Nummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Die Liste unten fasst die Warnzeichen zusammen, bei denen Sie laut Packungsbeilage nach der Einnahme sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [1].
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amlodipin-ratiopharm 5 mg N Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2022. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Amlodipin-ratiopharm 5 mg N Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2022. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Amlodipin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie, Langfassung Version 1.0 (AWMF-Registernummer nvl-009), Empfehlungen 4-1, 5-1, 5-6 bis 5-9 und Statement 7-8 mit Rationale. Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und AWMF; Redaktion Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Stand 29.06.2023 (gültig bis 29.06.2028). abgerufen am 16.10.2026
- Mit welchen Medikamenten wird Bluthochdruck behandelt?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 22.05.2024. abgerufen am 16.10.2026
- Leitlinie Patientenblatt Bluthochdruck: Was tun, wenn der Blutdruck plötzlich viel zu hoch ist? (NVL Hypertonie). Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien, ÄZQ. Stand 2023. abgerufen am 16.10.2026
- Wann sind Medikamente gegen hohen Blutdruck sinnvoll?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 22.05.2024. abgerufen am 16.10.2026
- Leitlinie Patientenblatt Bluthochdruck: Was sind die wichtigsten Medikamente? (NVL Hypertonie). Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien, ÄZQ. Stand 2024. abgerufen am 16.10.2026
- Leitlinie Patientenblatt Bluthochdruck: Wie schaffe ich es, an meiner Behandlung dranzubleiben? (NVL Hypertonie). Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien, ÄZQ. Stand 2023. abgerufen am 16.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 16.10.2026
Häufige Fragen
Kann ich Amlodipin einfach absetzen?
Laut Packungsbeilage sagt Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, wie lange Sie Amlodipin einnehmen müssen. Beenden Sie die Einnahme früher, können Ihre Beschwerden zurückkehren. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Was passiert, wenn man Amlodipin absetzt?
Laut Packungsbeilage können Ihre Beschwerden zurückkehren. Einen zu hohen Blutdruck spürt man laut NVL-Patienteninformation meist nicht. Ein häufiger Grund für einen entgleisten Blutdruck ist laut NVL, dass blutdrucksenkende Medikamente weggelassen werden; mögliche Hinweise sind ein roter Kopf, Kopfschmerz, Schwindel oder Übelkeit.
Amlodipin absetzen oder ausschleichen?
Ein Schema zum Ausschleichen enthalten Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Ob Amlodipin abgesetzt, die Dosis verringert oder ein anderer Wirkstoff gewählt wird, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Nach einer Änderung der Behandlung sieht die NVL Hypertonie eine Kontrolle nach 4 bis 6 Wochen vor und hält es für wichtig, dass Sie in dieser Zeit Ihren Blutdruck selbst messen.
Gibt es Entzugserscheinungen oder einen Rebound bei Amlodipin?
Entzugserscheinungen oder einen Rückprall-Effekt (Rebound) nennen Packungsbeilage und Fachinformation von Amlodipin nicht. Die Packungsbeilage nennt als Folge eines vorzeitigen Endes nur, dass Ihre Beschwerden zurückkehren können. Besprechen Sie Beschwerden und Ihre Blutdruckwerte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie lange wirkt Amlodipin nach dem Absetzen noch?
Wie lange die Wirkung nach dem Absetzen anhält, geben Packungsbeilage und Fachinformation nicht an. Die Halbwertszeit, also die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert, beträgt laut Fachinformation 35 bis 50 Stunden. Nach einer Änderung der Behandlung hält die NVL Hypertonie es für wichtig, dass Sie Ihren Blutdruck in den ersten 4 bis 6 Wochen selbst überprüfen.
Kann ich Amlodipin wegen Wassereinlagerungen absetzen?
Flüssigkeitsansammlungen im Körper (Ödeme) sind laut Packungsbeilage sehr häufig, Knöchelschwellungen häufig. Bereiten sie Ihnen Probleme oder halten sie länger als eine Woche an, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen. Wer ein Präparat wirklich nicht verträgt, kann laut IQWiG gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt einen anderen Wirkstoff versuchen. Mehr dazu: Wassereinlagerungen durch Medikamente.
Was tun, wenn der Blutdruck nach dem Absetzen stark steigt?
Steigt der Blutdruck plötzlich über 180 zu 110 mmHg, empfiehlt die NVL-Patienteninformation, Ruhe zu bewahren und nach einer halben Stunde erneut zu messen. Sind die Werte dann nicht besser oder halten Beschwerden an, rufen Sie Ihre Arztpraxis an oder suchen sie auf; bei Unsicherheit hilft der Bereitschaftsdienst unter 116117. Bei Atemnot, starker Brustenge, Verwirrtheit, Lähmungen, Seh- oder Sprechstörungen, Krampfanfällen oder Bewusstlosigkeit rufen Sie den Notruf 112. Schwangere brauchen bei so hohen Werten rasch ärztliche Hilfe.
Soll ich Amlodipin in der Schwangerschaft absetzen?
Nicht ohne Rücksprache. Laut Fachinformation wird Amlodipin in der Schwangerschaft nur empfohlen, wenn es keine sicherere Behandlung gibt und die Erkrankung ein höheres Risiko für Mutter und Kind bedeutet. Laut Embryotox ist die Weiterführung akzeptabel, wenn besser untersuchte Blutdrucksenker nicht infrage kommen; besser geeignet sind laut Embryotox bei Bluthochdruck ohne weitere Begleiterkrankungen zum Beispiel Metoprolol und Alpha-Methyldopa, im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel auch Nifedipin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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