Ratgeber

Medikamente richtig aufbewahren

Medikamente sollten laut gesund.bund.de zusammen mit der Packungsbeilage in der Originalverpackung aufbewahrt werden, geschützt vor Hitze und Sonnenlicht, in trockener Umgebung und unzugänglich für Kinder; das Badezimmer ist laut Bundesministerium für Gesundheit ein wenig geeigneter Ort. Was für Ihr Präparat gilt, steht in Abschnitt 5 der Packungsbeilage, zum Beispiel "Nicht über 25 °C lagern" oder "Im Kühlschrank lagern". Vergiftungen sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung ein Fall für den Notruf 112.

Frau Anfang vierzig mit langem rotem Haar in petrolfarbener Bluse schließt in einem hellen Flur die Tür eines hoch an der Wand hängenden weißen Schranks
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Medikamente sollten zusammen mit der Packungsbeilage in der Originalverpackung aufbewahrt werden, geschützt vor Hitze und Sonnenlicht, in trockener Umgebung, nicht im Badezimmer und unzugänglich für Kinder; so fasst es das Gesundheitsportal gesund.bund.de zusammen [2]. Die Packungsbeilage enthält wichtige Informationen zur Anwendung, auf der Umverpackung stehen besondere Lagerungshinweise, und sie schützt das Arzneimittel vor Licht [1]. Was für ein bestimmtes Präparat gilt, steht in Abschnitt 5 der Packungsbeilage ("Wie ist X aufzubewahren?") [3].

Dieser Abschnitt beginnt nach der EU-Vorlage für Packungsbeilagen mit dem Satz: "Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf." [3]. Laut gesund.bund.de geht es dabei um die Vergiftungsgefahr [2]. Wie Sie kühlpflichtige Mittel lagern, erklärt der Ratgeber Medikamente im Kühlschrank, was bei einer Vergiftung zu tun ist, die Seite Notfall und Giftnotruf.

Warum die richtige Aufbewahrung wichtig ist

Arzneimittel sind laut Bundesministerium für Gesundheit (BMG) empfindliche Produkte. Feuchtigkeit, zu hohe oder zu tiefe Lagertemperaturen, Licht oder eine unsachgemäße Entnahme können ihre Qualität beeinträchtigen [1]. Eine falsche Aufbewahrung kann laut gesund.bund.de dazu führen, dass ein Medikament gar nicht, nicht ausreichend oder zu stark wirkt [2]. Die Lagerhinweise auf Packung und Packungsbeilage stützen sich auf Daten zur Stabilität, die die Hersteller erheben und die Behörden prüfen. Werden sie eingehalten, kann man davon ausgehen, dass das Mittel bis zum aufgedruckten Verfalldatum qualitativ einwandfrei bleibt [1].

Welche Angaben auf die Packung gehören, regelt das Arzneimittelgesetz. Auf dem Behältnis und, soweit verwendet, auf der äußeren Umhüllung muss der Hinweis stehen, dass Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden sollen; ausgenommen sind nur Heilwässer (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 12 AMG) [4]. Aufbewahrungshinweise für Verbraucher sind anzugeben, soweit das nach dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse erforderlich, von der zuständigen Bundesoberbehörde angeordnet oder durch Rechtsverordnung vorgeschrieben ist (§ 10 Abs. 2 AMG) [4]. Die Packungsbeilage nennt, soweit erforderlich, besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung und die Haltbarkeit nach dem Öffnen des Behältnisses oder nach dem Zubereiten durch den Anwender (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Buchst. b AMG) [5]. Braucht ein Mittel keine besonderen Bedingungen, steht dort zum Beispiel: "Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich." [6]

Welche Medikamente betroffen sein können

Was Abschnitt 5 verlangt, unterscheidet sich von Präparat zu Präparat [6, 7]. Die Tabelle gibt die Hinweise zur Aufbewahrung aus der Packungsbeilage je eines Präparats wieder; welches, steht in den Quellen am Ende der Seite. Den Hinweis, das Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufzubewahren, enthalten alle diese Packungsbeilagen [6, 7, 8, 9, 10, 11, 12].

Beispiele: Angaben aus der Packungsbeilage (Auswahl)
WirkstoffWas die Packungsbeilage sagtMehr dazu
IbuprofenFür diese Schmerztabletten sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich [6]Einnahme von Ibuprofen
ParacetamolDen Blister fest verschlossen halten und im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen [7]Einnahme von Paracetamol
Eisen-II-sulfatNicht über 25 °C lagern. Besteht der Verdacht einer Überdosierung durch unkontrollierte oder unbeabsichtigte Einnahme, insbesondere von Kindern, ist unverzüglich ein Arzt zu verständigen [8]Einnahme von Eisen-II-sulfat
DabigatranHartkapseln in der Blisterpackung in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen; die Folie erst abziehen, wenn eine Kapsel benötigt wird. Aus der Flasche die Kapseln innerhalb von 4 Monaten nach dem ersten Öffnen verbrauchen, die Flasche fest verschlossen halten [9]Einnahme von Dabigatran
GlyceroltrinitratSpray zur Anwendung in der Mundhöhle: Nicht über 25 °C lagern. Nicht in Flammen oder auf glühende Körper sprühen [10]Anwendung von Glyceroltrinitrat
FentanylAlle Pflaster, benutzt und unbenutzt, für Kinder unzugänglich aufbewahren, an einem sicheren und geschützten Ort, zu dem andere Personen keinen Zugang haben. Nicht über 30 °C lagern. Benutzte Pflaster fest in der Mitte falten, sodass die Klebeflächen aneinanderkleben, zurück in den Originalbeutel stecken und bis zur Entsorgung unzugänglich aufbewahren [11]Anwendung von Fentanyl
Insulin glarginNoch nicht verwendete Pens im Kühlschrank bei 2 °C bis 8 °C lagern, nicht einfrieren. Pens in Verwendung höchstens 4 Wochen bei nicht über 30 °C, vor direkter Hitze und direktem Licht geschützt, und nicht im Kühlschrank aufbewahren [12]Medikamente im Kühlschrank

Die Tabelle ist eine Auswahl. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Wo Medikamente hingehören

Mann Ende sechzig mit weißem Haar in beigefarbener Strickjacke sitzt mit einer Apothekerin mit braunem Haar an einem kleinen runden Tisch in einem hellen Beratungsraum und hört ihr aufmerksam zu
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Für den Ort der Aufbewahrung nennen BMG und gesund.bund.de diese Punkte [1, 2]:

  • Trocken, nicht im Badezimmer: Das Badezimmer ist laut BMG wegen der stark schwankenden Luftfeuchtigkeit und der häufig erhöhten mittleren Temperatur ein wenig geeigneter Aufbewahrungsort [1]. gesund.bund.de nennt eine trockene Umgebung [2].
  • Keine große Hitze, keine direkte Sonne: Arzneimittel sollten niemals großer Hitze ausgesetzt werden, zum Beispiel nicht im Auto liegen bleiben, wo besonders im Sommer sehr hohe Temperaturen auftreten können. Auch direktem Sonnenlicht sollten sie nicht ausgesetzt werden [1]. Mehr in den Ratgebern Medikamente bei Hitze und Medikamente im Handgepäck.
  • Passende Temperatur: Arzneimittel werden laut BMG in der Regel bei Raumtemperatur (15 bis 25 °C oder, falls so vermerkt, 15 bis 30 °C), im Kühlschrank (2 bis 8 °C) oder tiefgekühlt (bei minus 15 °C oder kälter) gelagert. Bei Mitteln für die Raumtemperatur ist eine kurzzeitige, geringfügige Unter- oder Überschreitung in der Regel unproblematisch [1].
  • In der Originalverpackung: Weder die Umverpackung noch die Packungsbeilage sollten weggeworfen werden [1]. Tropfen bleiben in der ursprünglichen Flasche, weil sich durch Umfüllen Tropfengröße und Dosis ändern können; Salben werden nach Gebrauch verschlossen, Inhalt und Verschluss sauber gehalten [2].

Für Kinder unzugänglich: warum und wie

Arzneimittel sollen für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden [1]; gesund.bund.de begründet das mit der Vergiftungsgefahr [2]. Manche Packungsbeilagen werden dabei sehr deutlich. Fentanyl-Pflaster sind laut Packungsbeilage ein Arzneimittel, das für Kinder lebensbedrohlich sein kann, auch wenn die Pflaster bereits benutzt wurden. Ein Klebepflaster kann für ein Kind verlockend sein; klebt es auf der Haut eines Kindes oder wird es in den Mund genommen, kann das tödliche Folgen haben [11].

In einem Rote-Hand-Brief vom 01.09.2023 informierten die Zulassungsinhaber in Abstimmung mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Um einer versehentlichen Exposition mit möglicherweise tödlichen Folgen entgegenzuwirken, hat der Ausschuss für Risikobewertung der Pharmakovigilanz (PRAC) im Dezember 2022 empfohlen, den Warnhinweis "Versehentliche Anwendung oder Einnahme kann tödlich sein." auf der äußeren Verpackung und dem Pflasterbeutel fentanylhaltiger, transdermaler Pflaster aufzunehmen [13]. Nach dem Brief wurden in den fünf Jahren davor 10 relevante Fallberichte bei Säuglingen mit tödlichem Ausgang bekannt; tödliche Verläufe durch eine versehentliche Exposition wurden auch bei Erwachsenen berichtet, und ältere Menschen können besonders gefährdet sein [13]. Mehr: Opioide.

Gefährdet sind nicht nur Kinder: Fentanyl-Pflaster gehören laut Packungsbeilage an einen sicheren und geschützten Ort, zu dem andere Personen keinen Zugang haben, weil sie bei Personen, denen sie nicht verschrieben wurden, schwere Schäden verursachen und tödlich wirken können [11]. Die EU-Vorlage für Packungsbeilagen sieht dazu den Satz vor: "Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie." [3]. Auch beim Entsorgen sollte laut BMG eine Gefährdung Dritter, etwa von Kindern, ausgeschlossen sein [1]; wie das geht, erklärt der Ratgeber Medikamente entsorgen.

Für den Notfall bietet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die App "Vergiftungsunfälle bei Kindern" an, ein Nachschlagewerk zu Vergiftungsunfällen und ihrer Vermeidung; aus der App kann direkt ein Giftinformationszentrum angerufen werden [14]. Worauf Eltern bei Medikamenten für Kinder achten, erklärt der Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Angebrochene Packungen

Bei Arzneimitteln, die nach dem ersten Öffnen mikrobiell anfällig sind, zum Beispiel Augentropfen, steht auf der Verpackung und in der Packungsbeilage, wie lange sie nach der ersten Anwendung noch verwendet werden können. Das BMG rät, das Öffnungsdatum auf der Verpackung zu notieren, die Einzeldosis sorgfältig und unter hygienischen Bedingungen zu entnehmen, bei flüssigen Arzneimitteln den Rest möglichst nicht durch Kontakt mit den Händen oder mit Gegenständen zu verschmutzen und das Behältnis nach der Entnahme sofort wieder gut zu verschließen [1]. Auch Tabletten und Kapseln können nach dem Öffnen eine begrenzte Frist haben: Kapseln aus einer Pradaxa-Flasche sind laut Packungsbeilage innerhalb von 4 Monaten nach dem ersten Öffnen zu verbrauchen [9].

Hinweise auf ein verändertes Arzneimittel können laut BMG sein: Verflüssigung oder Verfärbung von Gelen, Cremes, Salben und Zäpfchen, Verfärbungen oder Risse bei Tabletten, aufgeblähte Verpackungen, Geruch sowie Ausflockung oder Trübung einer Flüssigkeit. Dann fragen Sie in Ihrer Apotheke nach [1]. Arzneimittel können sich auch ohne sichtbare Anzeichen verändern; nach Ablauf des Verfalldatums sollten sie deshalb laut BMG nicht mehr verwendet werden [1]. Mehr dazu im Ratgeber Haltbarkeit und Verfallsdatum.

So gehen Sie vor

  1. Abschnitt 5 lesen Wie ein Präparat aufzubewahren ist, steht in Abschnitt 5 der Packungsbeilage und auf der Umverpackung [1, 3]. Wie die Packungsbeilage aufgebaut ist, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
  2. Einen passenden Ort wählen Trocken, nicht im Badezimmer, ohne große Hitze und direktes Sonnenlicht, nicht im Auto [1, 2]. Mehr im Ratgeber Hausapotheke.
  3. Kinder schützen Medikamente für Kinder unzugänglich aufbewahren; bei Fentanyl-Pflastern gilt das auch für benutzte Pflaster [1, 11].
  4. Verpackung und Packungsbeilage behalten Mittel möglichst in der Originalverpackung lassen und bei angebrochenen Augentropfen und ähnlichen Mitteln das Öffnungsdatum notieren [1].
  5. Auf Veränderungen achten Haben sich Aussehen, Form oder Geruch eines Medikaments verändert, fragen Sie im Zweifel in der Apotheke, ob Sie es noch verwenden können [2].
  6. Nicht mehr Benötigtes entsorgen So, dass Unbefugte und Kinder nicht an die Mittel gelangen [1]. Enthält die Packungsbeilage keinen besonderen Hinweis, können Altarzneimittel laut BMG in den Hausmüll gegeben werden; laut gesund.bund.de ist die Entsorgung je nach Region unterschiedlich geregelt [1, 2]. Manche Packungsbeilagen sagen dagegen, Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall zu entsorgen, und verweisen auf die Apotheke, etwa die von Lantus [3, 12]. Über Toilette oder Waschbecken dürfen Arzneimittel laut gesund.bund.de nicht entsorgt werden [2]. Welche Wege es bei Ihnen gibt, sagt Ihre Gemeinde; auf arzneimittelentsorgung.de finden Sie die Regeln Ihrer Region über die Postleitzahl [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente entsorgen und im Entsorgungs-Wegweiser.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Vergiftungen sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) ein Fall für den Notruf 112, ebenso Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung und schwere Atemnot [15]. Die Packungsbeilagen der Beispiele nennen diese Anweisungen:

  • Fentanyl-Pflaster auf der Haut einer anderen Person: Der Wirkstoff kann durch die Haut der anderen Person aufgenommen werden und schwere Nebenwirkungen wie Atemprobleme mit langsamer und flacher Atmung bewirken, die tödlich sein können. Das Pflaster muss sofort entfernt und medizinische Hilfe eingeholt werden [11].
  • Eisentabletten: Besteht der Verdacht einer Überdosierung durch unkontrollierte oder unbeabsichtigte Einnahme, insbesondere von Kindern, ist unverzüglich ein Arzt zu verständigen [8].
  • Paracetamol: Wurde eine größere Menge eingenommen als empfohlen, rufen Sie laut Packungsbeilage den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe. Beschwerden einer Überdosierung wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden auf [7].

Quellen

  1. Behörde Arzneimittel richtig aufbewahren und entsorgen. Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Stand 26.02.2026. abgerufen am 18.10.2026
  2. Behörde Umgang mit Arzneimitteln: Richtig lagern, einnehmen und entsorgen (Abschnitte zur Lagerung und Entsorgung). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem BfArM). Stand 17.02.2026. abgerufen am 18.10.2026
  3. Behörde QRD-Vorlage für Produktinformationen, Version 10.4, deutsche Fassung mit markierten Änderungen (Packungsbeilage, Einleitung und Abschnitt 5). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 02/2024. abgerufen am 18.10.2026
  4. Behörde § 10 Arzneimittelgesetz (AMG): Kennzeichnung (Absatz 1 Satz 1 Nummer 12, Absatz 2). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand AMG zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 4 G v. 12.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 143); Änderung durch Art. 6 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 18.10.2026
  5. Behörde § 11 Arzneimittelgesetz (AMG): Packungsbeilage (Absatz 1 Satz 1 Nummer 6). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand AMG zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 4 G v. 12.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 143); Änderung durch Art. 6 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 18.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
  7. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Paracetamol-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 18.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Eisentabletten-ratiopharm 100 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2021. abgerufen am 18.10.2026
  9. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Pradaxa (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Pradaxa 110 mg Hartkapseln (Abschnitte 3 und 5). Boehringer Ingelheim International GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 11/2025. abgerufen am 18.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nitrolingual akut Spray (0,4 mg/Sprühstoß, Spray zur Anwendung in der Mundhöhle). G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG. Stand 04/2018. abgerufen am 18.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fentanyl-ratiopharm 12 / 25 / 50 / 75 / 100 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 18.10.2026
  12. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Lantus (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Lantus SoloStar 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einem Fertigpen (Abschnitt 5). Sanofi-Aventis Deutschland GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2026. abgerufen am 18.10.2026
  13. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: Verspätete Aufnahme eines Warnhinweises zur versehentlichen Anwendung auf der äußeren Verpackung und ggf. Pflasterbeuteln von fentanylhaltigen, transdermalen Pflastern. Zulassungsinhaber in Abstimmung mit dem BfArM. Stand 01.09.2023. abgerufen am 18.10.2026
  14. Behörde Vergiftungen (Abschnitt App "Vergiftungsunfälle bei Kindern"). Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  15. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026

Häufige Fragen

Wo bewahre ich Medikamente zu Hause auf?

Laut gesund.bund.de zusammen mit der Packungsbeilage in der Originalverpackung, geschützt vor Hitze und Sonnenlicht, in trockener Umgebung und unzugänglich für Kinder. Das Bundesministerium für Gesundheit rät außerdem, Arzneimittel nicht im Auto liegen zu lassen und nicht dem direkten Sonnenlicht auszusetzen. Besondere Hinweise für Ihr Präparat stehen in Abschnitt 5 der Packungsbeilage.

Warum sollen Medikamente nicht im Badezimmer liegen?

Das Badezimmer ist laut Bundesministerium für Gesundheit wegen der stark schwankenden Luftfeuchtigkeit und der häufig erhöhten mittleren Temperatur ein wenig geeigneter Aufbewahrungsort. Feuchtigkeit und zu hohe Temperaturen können die Qualität von Arzneimitteln beeinträchtigen.

Darf ich Medikamente ohne Verpackung aufbewahren?

Das Bundesministerium für Gesundheit rät, Arzneimittel möglichst in der Originalverpackung aufzubewahren und weder die Umverpackung noch die Packungsbeilage wegzuwerfen: Auf der Umverpackung stehen besondere Lagerungshinweise, und sie schützt vor Licht. Bei Pradaxa-Hartkapseln in der Blisterpackung schützt die Originalverpackung laut Packungsbeilage vor Feuchtigkeit. Tropfen bleiben laut gesund.bund.de in der ursprünglichen Flasche, weil sich durch Umfüllen Tropfengröße und Dosis ändern können.

Wie bewahre ich Medikamente so auf, dass Kinder nicht herankommen?

Arzneimittel sollen für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Diesen Hinweis schreibt das Arzneimittelgesetz für die Packung vor, und nach der EU-Vorlage steht er am Anfang von Abschnitt 5 der Packungsbeilage. gesund.bund.de begründet das mit der Vergiftungsgefahr. Fentanyl-Pflaster, benutzt und unbenutzt, sind laut Packungsbeilage für Kinder unzugänglich aufzubewahren, an einem sicheren und geschützten Ort, zu dem andere Personen keinen Zugang haben. Auch nicht mehr benötigte Arzneimittel sollten laut Bundesministerium für Gesundheit so entsorgt werden, dass Kinder und andere Personen nicht gefährdet werden.

Was tun, wenn ein Kind Tabletten verschluckt hat?

Vergiftungen sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung ein Fall für den Notruf 112. Einige Packungsbeilagen nennen eigene Anweisungen, etwa die von Eisentabletten-ratiopharm: Besteht der Verdacht einer Überdosierung durch unkontrollierte oder unbeabsichtigte Einnahme, insbesondere von Kindern, ist unverzüglich ein Arzt zu verständigen. Die Nummern der Giftnotrufe stehen auf unserer Seite Notfall und Giftnotruf. Das Bundesinstitut für Risikobewertung bietet die App "Vergiftungsunfälle bei Kindern" an, aus der Sie im Notfall direkt ein Giftinformationszentrum anrufen können.

Bei welcher Temperatur sollten Medikamente gelagert werden?

Das legt die Packungsbeilage des Präparats fest. Übliche Bereiche sind laut Bundesministerium für Gesundheit 15 bis 25 °C für die Raumtemperatur (oder, falls so vermerkt, 15 bis 30 °C) und 2 bis 8 °C im Kühlschrank. Bei Mitteln, die bei Raumtemperatur gelagert werden sollen, ist eine kurzzeitige, geringfügige Unter- oder Überschreitung in der Regel unproblematisch. Großer Hitze sollten Arzneimittel laut Bundesministerium für Gesundheit niemals ausgesetzt werden.

Wie bewahre ich Fentanyl-Pflaster auf?

Laut Packungsbeilage von Fentanyl-ratiopharm alle Pflaster, benutzt und unbenutzt, für Kinder unzugänglich und an einem sicheren und geschützten Ort, zu dem andere Personen keinen Zugang haben; nicht über 30 °C. Benutzte Pflaster werden fest in der Mitte gefaltet, sodass die Klebeflächen aneinanderkleben, zurück in den Originalbeutel gesteckt und bis zur Entsorgung unzugänglich aufbewahrt. Abgelaufene Pflaster bringen Sie laut Packungsbeilage zur Apotheke zurück.

Was muss ich bei angebrochenen Packungen beachten?

Bei Arzneimitteln, die nach dem ersten Öffnen mikrobiell anfällig sind, etwa Augentropfen, steht auf der Verpackung und in der Packungsbeilage, wie lange sie danach noch verwendet werden können. Das Bundesministerium für Gesundheit rät, das Öffnungsdatum auf der Verpackung zu notieren, hygienisch zu entnehmen und das Behältnis sofort wieder gut zu verschließen. Bei Pradaxa in der Flasche zum Beispiel sind die Kapseln laut Packungsbeilage innerhalb von 4 Monaten nach dem ersten Öffnen zu verbrauchen.

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