Ratgeber
Hausapotheke
Eine gut sortierte Hausapotheke hilft laut gesund.bund.de, kleinere Verletzungen zu versorgen und leichte Krankheitsbeschwerden zu lindern; hinein gehören häufig benötigte Medikamente, Verbandsmaterial und Hilfsmittel wie ein Fieberthermometer. Stellen Sie sie für alle Personen im Haushalt zusammen; Kinder brauchen Mittel, die für ihr Alter geeignet sind. Bewahren Sie die Hausapotheke an einem festen, kühlen und trockenen Platz auf, für Kinder nicht erreichbar, und prüfen Sie regelmäßig, ob die Medikamente noch haltbar sind.

Eine gut sortierte Hausapotheke hilft, kleinere Verletzungen zu versorgen und leichte Krankheitsbeschwerden zu lindern, etwa bei Schürfwunden, leichten Schmerzen, Fieber oder Erkältungen [1]. Hinein gehören laut gesund.bund.de häufig benötigte Medikamente, Verbandsmaterial und Hilfsmittel wie ein Fieberthermometer, Kühlpads oder eine Wärmflasche [1]. Wichtig ist, alle Personen im Haushalt zu berücksichtigen, auch ihre chronischen Erkrankungen wie Asthma oder Allergien; Kinder brauchen spezielle Mittel, die für ihr Alter geeignet sind [1].
Die meisten dieser Medikamente gibt es ohne Rezept in der Apotheke, und dort können Sie sich auch zur Zusammenstellung beraten lassen [1]. Wie lange Sie ein Mittel ohne ärztlichen Rat anwenden dürfen und wie lange es nach dem Öffnen haltbar ist, steht in seiner Packungsbeilage [8, 9, 10, 11, 12, 13].
Wozu eine Hausapotheke dient
Im Alltag geht es um kleine Verletzungen und leichte Erkrankungen [1]. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sieht einen weiteren Grund: In einer Krise oder Katastrophe kann es sein, dass Rettungsdienst, Krankenhäuser und Apotheken vorübergehend nicht verfügbar sind. Deshalb hält das BBK es für sinnvoll, wichtige Medikamente zu Hause zu haben [2]. Die Hausapotheke ist danach wichtig, wenn Sie in einer Notsituation Ihr Zuhause nicht verlassen können oder die medizinische Versorgung unterbrochen ist; stellen Sie sie nach Ihrem persönlichen Bedarf zusammen und füllen Sie den Vorrat an wichtigen Medikamenten und Verbandsmaterialien auf, bevor er verbraucht ist [2].
In seiner Checkliste zur Vorsorge für Krisen und Katastrophen nennt das BBK persönliche Medikamente und Erste-Hilfe-Material auch für das Notgepäck [3]. Für Menschen mit Vorerkrankungen kann außerdem eine Notfalldose sinnvoll sein: Ein Infoblatt darin nennt unter anderem Erkrankungen, regelmäßig eingenommene Medikamente und Kontaktadressen, damit der Rettungsdienst im Notfall schnell wichtige Informationen hat; aufbewahrt werden sollte die Dose laut gesund.bund.de immer in der Kühlschranktür, wo der Rettungsdienst sie schnell findet [1].
Was in die Hausapotheke gehört
Zur Grundausstattung gehören laut gesund.bund.de [1]:
- Medikamente: persönliche Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden, zum Beispiel gegen Asthma oder Allergien; Erkältungsmittel gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen; Mittel gegen Schmerzen und Fieber wie Ibuprofen oder Paracetamol; Mittel gegen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit; Mittel gegen Verstopfung; eine Elektrolyt-Lösung zum Ausgleich eines Flüssigkeitsverlusts, etwa nach starkem Durchfall; Mittel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche (Antihistamin-Gel); ein abschwellendes und kühlendes Gel für kleinere Sportverletzungen; eine Brand-, Wund- und Heilsalbe; abschwellende Nasentropfen oder ein Nasenspray, die nur kurzzeitig für einige Tage angewendet werden dürfen. Ist jemand im Haushalt anfällig für Lippenherpes oder häufiger von Sodbrennen betroffen, nennt gesund.bund.de außerdem eine Salbe gegen Lippenherpes bzw. Tabletten gegen Sodbrennen [1].
- Verbandsmaterial: Pflaster in verschiedenen Größen, Blasenpflaster, Binden und Mullkompressen, Verbandsschere, Dreieckstuch, Pinzette gegen Splitter, Wund- und Hautdesinfektionsmittel und Einmalhandschuhe [1]. Das BBK nennt außerdem ein Verbandtuch für Brandwunden und eine Kühlkompresse [2].
- Hilfsmittel: Fieberthermometer, Wärmflasche oder Körnerkissen, ein Kühlpad im Kühlschrank, Zeckenzange oder -karte, eine Taschenlampe zur Pupillenkontrolle, zum Beispiel nach Kopfverletzungen, und ein Leinentuch für feuchte Umschläge [1].
- Informationen für den Notfall: eine Anleitung zu Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Erwachsenen und Kindern und eine Liste mit Notfallnummern, etwa von Rettungsdienst, Bereitschaftsdienst und Giftnotrufzentrale [1].
Welche Mittel davon für Ihren Haushalt passen, hängt von den Menschen ab, die dort leben; in der Apotheke können Sie sich zur Zusammenstellung beraten lassen [1]. Eine Übersicht der Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen, erstellen Sie mit dem Werkzeug Medikationsplan.
Was die Packungsbeilagen zu Selbstbehandlung und Haltbarkeit sagen
Auch rezeptfreie Mittel haben Grenzen: Die Packungsbeilage sagt, wie lange Sie ein Mittel ohne ärztlichen Rat anwenden dürfen, für wen es nicht geeignet ist und wie es aufzubewahren ist [8, 9, 10, 11, 12, 13]. Die Tabelle gibt diese Angaben für je ein Präparat wieder; welches, steht in den Quellen am Ende der Seite.
| Wirkstoff | Was die Packungsbeilage sagt | Mehr dazu |
|---|---|---|
| Dexpanthenol (Wundcreme) | Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlich leichten Haut- und Schleimhautverletzungen; bessern sich die Beschwerden nicht oder verschlimmern sie sich, fragen Sie Ihren Arzt. Nicht über 25 °C lagern; nach dem Öffnen der Tube höchstens 28 Tage haltbar [13] | Dexpanthenol im Alltag |
| Ibuprofen (Schmerzen, Fieber) | Ist die Einnahme bei Erwachsenen länger als 3 Tage bei Fieber oder 4 Tage bei Schmerzen nötig oder verschlimmern sich die Beschwerden, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, bei Kindern und Jugendlichen nach 3 Tagen. Darf nicht eingenommen werden bei Kindern unter 20 kg (6 Jahren), weil diese Dosisstärke für sie in der Regel nicht geeignet ist, und im letzten Drittel der Schwangerschaft. Keine besonderen Lagerungsbedingungen [8] | Dosierung laut Packungsbeilage |
| Macrogol (Verstopfung) | Zur Behandlung der chronischen Verstopfung; die Anwendung sollte normalerweise nicht länger als 2 Wochen dauern. Für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen. Nicht über 25 °C lagern; kann die zubereitete Lösung nicht umgehend vollständig eingenommen werden, sollte sie abgedeckt im Kühlschrank gelagert und innerhalb von 24 Stunden aufgebraucht werden [10] | Macrogol im Alltag |
| Paracetamol (Schmerzen, Fieber) | Ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage; bei Verschlimmerung, ohne Besserung nach 3 Tagen oder bei hohem Fieber müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Es sollte sichergestellt werden, dass andere gleichzeitig angewendete Arzneimittel kein Paracetamol enthalten. Für Kinder unter 4 Jahren bzw. unter 17 kg wird diese Dosisstärke nicht empfohlen. Blister im Umkarton vor Licht und Feuchtigkeit schützen [9] | Dosierung laut Packungsbeilage |
| Povidon-Iod (Wundsalbe) | Darf nicht angewendet werden bei Schilddrüsenerkrankungen und bei Neugeborenen und Säuglingen bis 6 Monate. Verschlimmern sich die Beschwerden oder bessern sie sich nach 2 bis 5 Tagen nicht, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Eine Entfärbung der Salbe zeigt, dass sie nicht mehr wirksam ist [11] | Wer Povidon-Iod nicht anwenden sollte |
| Xylometazolin (Nasenspray) | Nicht länger als 7 Tage, es sei denn auf ärztliche Anordnung; das Nasenspray für Erwachsene und Schulkinder nicht bei Kindern unter 6 Jahren. Jedes Dosierspray sollte aus hygienischen Gründen nur von einer Person verwendet werden. Nicht über 25 °C lagern, nach Anbruch nicht länger als 6 Monate verwenden [12] | Xylometazolin im Alltag |
Die Tabelle ist eine Auswahl. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Mehr zu rezeptfreien Schmerzmitteln erklärt der Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden. Vor einer Reise empfiehlt das Auswärtige Amt, die Hausapotheke zu prüfen und heranzuziehen, damit keine Medikamente unnötig weggeworfen werden [7]; was zusätzlich mitkommt, erklärt der Ratgeber Reiseapotheke.
Hausapotheke für Kinder

Viele Arzneimittel für Erwachsene sind für Kinder selbst in geringer Dosis ungeeignet. Berücksichtigen Sie Kinder deshalb bei der Zusammenstellung oder legen Sie eine eigene Kinder-Hausapotheke an [1]. Sie sollte laut gesund.bund.de enthalten [1]:
- fiebersenkende und schmerzstillende Zäpfchen oder Saft,
- eine für Kinder geeignete Wund- und Heilsalbe und Zinksalbe gegen einen wunden Po bei Wickelkindern,
- abschwellende Nasentropfen für die kurzzeitige Anwendung oder eine Salz-Lösung,
- ein Antihistamin-Gel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche,
- ein Entschäumungsmittel wie Dimeticon, das als Erste-Hilfe-Maßnahme nach dem Verschlucken von schäumenden Reinigungs- oder Waschmitteln und gegen Blähungen eingesetzt werden kann,
- eine Elektrolyt-Lösung bei Durchfall und Erbrechen.
Spezielle Hilfsmittel und Verbandsmaterialien für Kinder sind laut gesund.bund.de in der Regel nicht nötig. Bei der Zusammenstellung beraten Kinderärztin, Kinderarzt oder Apotheke [1]. Die Packungsbeilagen nennen Altersgrenzen je Präparat: Die Paracetamol-Tabletten aus der Tabelle werden für Kinder unter 4 Jahren bzw. unter 17 kg nicht empfohlen, für sie stehen geeignete Dosisstärken oder Darreichungsformen zur Verfügung; die Wundsalbe mit Povidon-Iod darf bei Säuglingen bis 6 Monate nicht angewendet werden [9, 11]. Mehr im Ratgeber Medikamente bei Kindern.
Aufbewahren, prüfen, entsorgen
Die Hausapotheke braucht einen festen Platz, damit Sie sie bei akuten Erkrankungen, nach Unfällen oder im Notfall nicht suchen müssen. Badezimmer und Küche sind laut gesund.bund.de ungeeignet, weil viele Arzneimittel empfindlich auf Wärme, Feuchtigkeit und Licht reagieren. Am besten eignet sich ein verschließbarer Schrank an einem kühlen und trockenen Ort, für Erwachsene leicht zugänglich und für Kinder nicht erreichbar [1]. Das BBK empfiehlt einen abschließbaren Schrank oder ein abschließbares Fach in einem wenig beheizten, trockenen Raum; ideal wäre ein kleiner Schrank mit frei zugänglichem Verbandsfach und abschließbarem Medikamentenfach [2].
Bewahren Sie Medikamente in der Originalverpackung mit der Packungsbeilage auf [1, 4]. Tropfen gehören in die ursprüngliche Flasche, weil sich durch Umfüllen Tropfengröße und Dosis ändern können; Salben werden nach Gebrauch sicher verschlossen, Inhalt und Verschlüsse sauber gehalten [4]. Mehr im Ratgeber Medikamente richtig aufbewahren.
Prüfen Sie regelmäßig, ob die Medikamente noch haltbar sind; das Verfallsdatum steht auf der Verpackung [1]. In vielen Haushalten ist die Hausapotheke laut BBK eine Sammlung alter und abgelaufener Medikamente [2]. Nach Ablauf des Verfallsdatums können Medikamente ihre Wirksamkeit verlieren, in manchen Fällen entstehen gesundheitsschädliche Abbauprodukte, die man ihnen häufig nicht ansieht; sie sollten deshalb nicht mehr verwendet werden [4]. Verändern sich Aussehen, Form oder Geruch eines Medikaments, fragen Sie im Zweifel in der Apotheke, ob Sie es noch verwenden können [4]. Auch Verbandsmaterialien haben ein Verfallsdatum: Sie verlieren ihre Klebefähigkeit oder sind nur für eine bestimmte Zeit steril [1]. Bei geöffneten Packungen gilt zusätzlich die Haltbarkeit nach dem Öffnen, wenn die Packungsbeilage eine nennt, zum Beispiel bei der Wundcreme und dem Nasenspray aus der Tabelle [12, 13]. Mehr: Haltbarkeit und Verfallsdatum.
Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente können laut gesund.bund.de bis auf wenige Ausnahmen in den meisten Regionen Deutschlands im Hausmüll entsorgt werden, nie im Abfluss oder in der Toilette; spezielle Arzneimittel, etwa zur Krebsbehandlung, dürfen nicht in den Hausmüll [4]. Wie ein bestimmtes Arzneimittel zu entsorgen ist, steht laut gesund.bund.de in seiner Packungsbeilage im Abschnitt zur Aufbewahrung [4]. Wie Sie die Regel Ihrer Region finden, erklären der Ratgeber Medikamente entsorgen und der Entsorgungs-Wegweiser.
So gehen Sie vor
- Bedarf klären Berücksichtigen Sie alle Personen im Haushalt, Kinder und chronische Erkrankungen wie Asthma oder Allergien; zur Zusammenstellung berät die Apotheke [1].
- Grundausstattung zusammenstellen Medikamente, Verbandsmaterial und Hilfsmittel nach den Listen von gesund.bund.de und BBK, dazu Ihre persönlichen Medikamente [1, 2].
- Platz wählen Ein verschließbarer Schrank an einem kühlen, trockenen Ort, nicht im Bad und nicht in der Küche, für Kinder nicht erreichbar [1, 2].
- Notfallinformationen dazulegen Eine Erste-Hilfe-Anleitung und eine Liste mit Notfallnummern, etwa von Rettungsdienst, Bereitschaftsdienst und Giftnotrufzentrale [1].
- Regelmäßig prüfen Verfallsdatum und Haltbarkeit nach dem Öffnen kontrollieren, Verbrauchtes rechtzeitig auffüllen [1, 2, 12, 13].
- Richtig entsorgen Abgelaufenes nach den Regeln Ihrer Region entsorgen, nie über Abfluss oder Toilette [4].
Wo Sie Rat bekommen
Zur Zusammenstellung der Hausapotheke berät die Apotheke, bei der Kinder-Hausapotheke auch die Kinderarztpraxis [1]. Nachts sowie an Sonn- und Feiertagen haben Notdienst-Apotheken geöffnet. Bei dringenden, nicht lebensbedrohlichen Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 [6]. Die Giftnotrufzentralen der Bundesländer beraten rund um die Uhr, wenn jemand versehentlich ein Medikament, Haushaltsmittel oder möglicherweise giftige Pflanzenteile zu sich genommen hat [6].
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Medikamente gehören zu den Gefahrenquellen für Vergiftungen; bei Kindern im Vorschulalter zählen Vergiftungen zu den häufigsten Unfallarten, bei älteren Menschen entstehen sie etwa durch das Verwechseln oder eine Überdosis von Medikamenten [5]. Bei lebensbedrohlichen Zeichen wie plötzlicher Atemnot, Bewusstlosigkeit, Herz- oder Atemstillstand rufen Sie laut gesund.bund.de sofort den Rettungsdienst unter 112; ohne lebensbedrohliche Zeichen können Sie einen Giftnotruf anrufen [5].
Wurden versehentlich Medikamente eingenommen oder verwechselt, rät gesund.bund.de: mögliche Medikamentenreste aus dem Mund entfernen, Tee, Wasser oder Saft zu trinken geben, das Medikament oder die Packungsbeilage bereithalten und einen Giftnotruf oder bei lebensbedrohlichen Zeichen den Notruf anrufen [5]. Erbrechen auslösen oder Milch trinken sollte man bei einer Vergiftung laut gesund.bund.de nicht [5]. Die Packungsbeilagen aus der Tabelle nennen außerdem:
- Paracetamol: Wurde eine größere Menge eingenommen als empfohlen, rufen Sie den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe [9].
- Ibuprofen: Haben Sie mehr eingenommen als vorgesehen oder haben Kinder das Mittel aus Versehen eingenommen, wenden Sie sich immer an einen Arzt oder ein Krankenhaus in Ihrer Nähe [8].
- Xylometazolin: Besonders bei Kindern kommt es nach Überdosierung häufig zu Krämpfen und Koma, langsamem Herzschlag und Aussetzen der Atmung. Bei Vergiftungen müssen Sie sofort den Arzt informieren, Überwachung und Therapie im Krankenhaus sind notwendig [12].
- Povidon-Iod: Nach versehentlicher Einnahme größerer Mengen der Salbe ist unverzüglich ärztlicher Rat einzuholen, weil es zu einer schweren Schilddrüsenfunktionsstörung kommen kann [11].
Die App "Vergiftungsunfälle bei Kindern" des Bundesinstituts für Risikobewertung gibt Tipps zur Ersten Hilfe und verbindet direkt mit dem zuständigen Giftinformationszentrum; sie funktioniert nach der Installation auch ohne Internetzugang [5].
Quellen
- Behörde Hausapotheke: Medikamente, Verbandsmaterial und mehr. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem BfArM). Stand 05.01.2026. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Im Notfall schnell einsatzbereit: Die Hausapotheke. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Checklisten zur Vorsorge für Krisen und Katastrophen (Hausapotheke, Notgepäck). Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Stand PDF 12/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Umgang mit Arzneimitteln: Richtig lagern, einnehmen und entsorgen. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem BfArM). Stand 17.02.2026. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Erste Hilfe bei Vergiftungen. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 07.10.2025. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Nummern für den Notfall (Abschnitte Ärztlicher Bereitschaftsdienst, Giftnotruf, Notapotheke). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 06.10.2025. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Reisemedizinische Vorsorge (Abschnitt Reiseapotheke). Auswärtiges Amt. Stand 12.10.2023. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Paracetamol-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Macrogol-ratiopharm Balance Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation PVP-Jod-ratiopharm Salbe 100 mg/g (Povidon-Iod). ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation NasenSpray-ratiopharm Erwachsene (Xylometazolinhydrochlorid). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Panthenol HEUMANN Creme (Dexpanthenol). HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG. Stand 10/2024. abgerufen am 18.10.2026
Häufige Fragen
Was gehört in eine Hausapotheke?
Zur Grundausstattung gehören laut gesund.bund.de persönliche Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden, Erkältungsmittel, Mittel gegen Schmerzen und Fieber, gegen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit und gegen Verstopfung, eine Elektrolyt-Lösung, Mittel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche, ein kühlendes Gel für kleinere Sportverletzungen, eine Brand-, Wund- und Heilsalbe und abschwellende Nasentropfen oder ein Nasenspray für die kurzzeitige Anwendung. Dazu kommen Verbandsmaterial, Hilfsmittel wie ein Fieberthermometer und eine Liste mit Notfallnummern. Bei der Zusammenstellung berät Sie die Apotheke.
Wo sollte die Hausapotheke stehen?
An einem festen Platz, damit Sie sie im Notfall nicht suchen müssen. Badezimmer und Küche sind laut gesund.bund.de ungeeignet, weil viele Arzneimittel empfindlich auf Wärme, Feuchtigkeit und Licht reagieren; geeignet ist ein verschließbarer Schrank an einem kühlen und trockenen Ort, für Erwachsene leicht zugänglich und für Kinder nicht erreichbar. Ideal wäre laut BBK ein kleiner Schrank mit frei zugänglichem Verbandsfach und abschließbarem Medikamentenfach.
Was gehört in die Hausapotheke für Kinder?
Laut gesund.bund.de unter anderem fiebersenkende und schmerzstillende Zäpfchen oder Saft, eine für Kinder geeignete Wund- und Heilsalbe, Zinksalbe für Wickelkinder, abschwellende Nasentropfen für die kurzzeitige Anwendung oder eine Salz-Lösung, ein Antihistamin-Gel, ein Entschäumungsmittel wie Dimeticon und eine Elektrolyt-Lösung. Viele Arzneimittel für Erwachsene sind für Kinder selbst in geringer Dosis ungeeignet. Beraten lassen können Sie sich von Ihrer Kinderärztin, Ihrem Kinderarzt oder in der Apotheke.
Wie oft sollte ich die Hausapotheke kontrollieren?
Eine feste Frist nennen gesund.bund.de und das BBK nicht: gesund.bund.de rät, regelmäßig zu prüfen, ob die Medikamente noch haltbar sind, das BBK, die Hausapotheke hin und wieder zu überprüfen und den Vorrat aufzufüllen, bevor er verbraucht ist. Auch Verbandsmaterial hat ein Verfallsdatum. Bei geöffneten Packungen gilt zusätzlich die Haltbarkeit nach dem Öffnen, wenn die Packungsbeilage eine nennt.
Wohin mit abgelaufenen Medikamenten?
Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente können laut gesund.bund.de in den meisten Regionen in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen über den Hausmüll entsorgt werden, nie über das Waschbecken oder die Toilette. Die Regeln unterscheiden sich je nach Region; spezielle Arzneimittel, etwa zur Krebsbehandlung, gehören nicht in den Hausmüll. Einzelheiten erklärt der Ratgeber Medikamente entsorgen.
Darf ich übrig gebliebene Antibiotika für später aufheben?
Bleiben von einem Antibiotikum Tabletten übrig, sollten Sie sie laut gesund.bund.de nicht für eine spätere Anwendung aufheben, sondern so entsorgen, wie es in Ihrer Region vorgesehen ist. Verwenden Sie auch kein Antibiotikum anderer Personen und geben Sie Ihr eigenes nicht weiter.
Was tun, wenn ein Kind Medikamente aus der Hausapotheke geschluckt hat?
Entfernen Sie laut gesund.bund.de mögliche Medikamentenreste aus dem Mund, geben Sie Tee, Wasser oder Saft zu trinken, halten Sie das Medikament oder die Packungsbeilage bereit und rufen Sie einen Giftnotruf an; bei lebensbedrohlichen Zeichen wie plötzlicher Atemnot oder Bewusstlosigkeit den Notruf 112. Erbrechen auslösen oder Milch trinken sollte man bei einer Vergiftung laut gesund.bund.de nicht. Die Nummern der Giftnotrufzentralen stehen auf der Seite Notfall und Giftnotruf.
Was ist eine Notfalldose?
Eine Dose mit einem Infoblatt, auf dem unter anderem Erkrankungen, regelmäßig eingenommene Medikamente und Kontaktadressen stehen. Sie soll dem Rettungsdienst im Notfall schnell wichtige Informationen liefern und sollte laut gesund.bund.de immer in der Kühlschranktür aufbewahrt werden. Sinnvoll sein kann sie vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen; man kann sie zum Beispiel in der Apotheke kaufen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
-
Ratgeber Zuzahlung und ZuzahlungsbefreiungWie viel Sie für Medikamente zuzahlen, wann die Belastungsgrenze erreicht ist und wie Sie die Befreiung beantragen.
-
Ratgeber Medikamente von der Steuer absetzenZuzahlungen und verordnete Medikamente zählen steuerlich zu den außergewöhnlichen Belastungen.
-
Ratgeber Rezeptarten: E-Rezept, BtM-Rezept, grünes RezeptKassenrezept, Privatrezept, grünes, BtM- und T-Rezept: wofür es welches Rezept gibt und wie lange es gilt.
-