MedikamenteWirkstoff
Ambroxol: Nebenwirkungen und Wirkung
Ambroxol ist ein Schleimlöser zur Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen der Bronchien und der Lunge mit zähem Schleim. Zum Einnehmen gibt es ihn ohne Rezept in der Apotheke. Gelegentlich treten Übelkeit, Bauchschmerzen oder Erbrechen auf. Bekommen Sie einen Hautausschlag, auch mit Schäden an den Schleimhäuten, beenden Sie die Einnahme und holen unverzüglich ärztlichen Rat ein.

Wofür wird Ambroxol eingesetzt?
Ambroxol gehört zu den Husten- und Bronchitismitteln, genauer zu den Schleimlösern. Laut Packungsbeilage wird es zur schleimlösenden Behandlung bei akuten und chronischen Erkrankungen der Bronchien und der Lunge mit zähem Schleim angewendet [1]. Die Fachinformation nennt als Anwendungsgebiet Erkrankungen der Bronchien und der Lunge, die mit einer Störung von Schleimbildung und Schleimtransport einhergehen [2]. Mehr zu den Erkrankungen lesen Sie auf den Seiten Bronchitis und Husten.
Zum Einnehmen gibt es Ambroxol ohne Rezept in der Apotheke, zum Beispiel als Tabletten, Saft oder Tropfen; Zubereitungen zur Injektion sind verschreibungspflichtig [2, 4]. Den Unterschied zwischen rezeptfrei und apothekenpflichtig erklärt der Ratgeber Rezeptfrei, aber apothekenpflichtig. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Tabletten mit 30 mg; sie sind für Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene bestimmt [1, 2]. Laut Embryotox wird Ambroxol außerdem als Lutschtablette bei Halsschmerzen angewendet [3]. Für Saft, Tropfen, Retardkapseln und Lutschtabletten gelten jeweils eigene Packungsbeilagen.
Wie wirkt Ambroxol?
Ambroxol ist ein Abbauprodukt (Metabolit) des Wirkstoffs Bromhexin. Wie es genau wirkt, ist noch nicht vollständig aufgeklärt. In Untersuchungen zeigte Ambroxol schleimlösende und den Schleimtransport fördernde Effekte: In vorklinischen Studien steigert es den Anteil des dünnflüssigen Bronchialsekrets. Weil der Schleim weniger zäh ist und das Flimmerepithel (die feinen Härchen auf der Schleimhaut der Atemwege) aktiviert wird, soll der Schleim besser abtransportiert werden [2]. Außerdem fördert Ambroxol laut Fachinformation die Bildung und Freisetzung von oberflächenaktivem Material (Surfactant) in den Lungenbläschen und Bronchien; diese Effekte wurden in Zellkulturen und im lebenden Organismus (in vivo) bei verschiedenen Spezies nachgewiesen [2]. Laut Embryotox wurden zudem örtlich betäubende Effekte gefunden [3].
Nach dem Einnehmen tritt die Wirkung durchschnittlich nach 30 Minuten ein und hält je nach Höhe der Einzeldosis 6 bis 12 Stunden an. Die Halbwertszeit im Blut, also die Zeit, in der sich die Menge halbiert, liegt bei 7 bis 12 Stunden. Ambroxol wird in der Leber abgebaut und zu 90 Prozent in Form seiner Abbauprodukte über die Nieren ausgeschieden [2]. Ausreichendes Trinken verbessert laut Packungsbeilage die schleimlösende Wirkung [1].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen aus Packungsbeilage und Fachinformation. "Gelegentlich" heißt: bis zu 1 von 100 Behandelten, "selten" bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Am häufigsten sind Beschwerden im Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen treten gelegentlich auf [1, 2]. Im Zusammenhang mit Ambroxol gab es außerdem Berichte über schwere Hautreaktionen wie Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und akute generalisierte exanthematische Pustulose [1, 2].
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Magen und DarmÜbelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: ÜbelkeitBauchschmerzenErbrechen
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemÜberempfindlichkeitsreaktionen, etwa mit Hautausschlag, Atemnot oder Fieber[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagFieberAtemnot
- HautHautausschlag, Nesselsucht (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagNesselsucht
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- ImmunsystemAllergische (anaphylaktische) Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock, rasch auftretende Schwellung von Haut, Unterhautgewebe oder Schleimhaut (Angioödem) und Juckreiz[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenJuckreiz
- HautSchwere Hautreaktionen (darunter Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und akute generalisierte exanthematische Pustulose)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Laut Fachinformation sollte die Anwendung von Ambroxol bei Anzeichen eines fortschreitenden Hautausschlags, manchmal mit Blasen oder Schäden an den Schleimhäuten, unverzüglich beendet und ärztlicher Rat eingeholt werden [2]. Allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock sind ohne bekannte Häufigkeit beschrieben [1, 2].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Nehmen Sie die Tabletten nach den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein; Flüssigkeit verbessert laut Packungsbeilage auch die schleimlösende Wirkung [1]. Belasten Sie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Erbrechen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Mehr zu Beschwerden im Bauch lesen Sie auf der Seite Magenbeschwerden durch Medikamente.
Beim ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nehmen Sie Ambroxol nicht noch einmal ein. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, damit sie oder er über den Schweregrad und weitere Maßnahmen entscheiden kann [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder. Nebenwirkungen können Sie auch selbst dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte melden; wie das geht, steht im Ratgeber Nebenwirkung melden [1].
Wechselwirkungen
Bitte informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, auch rezeptfreie [1]. Das gilt vor allem für hustenstillende Mittel wie Dextromethorphan oder Codein: Zusammen mit ihnen kann der gelöste Schleim möglicherweise nicht mehr ausreichend abgehustet werden. Laut Fachinformation kann wegen des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen, deshalb sollte die Entscheidung für eine solche Kombination besonders sorgfältig getroffen werden [1, 2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Hustenstillende Mittel (Antitussiva) | Der verflüssigte Schleim kann eventuell nicht mehr ausreichend abgehustet werden; laut Fachinformation kann wegen des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen[1, 2] | Vor einer kombinierten Anwendung unbedingt die Ärztin oder den Arzt fragen |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Ambroxol nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder einer schweren Lebererkrankung dürfen Sie Ambroxol nur in größeren zeitlichen Abständen oder in verminderter Dosis einnehmen [1]. Bei schwerer Nierenfunktionsstörung bleiben die Abbauprodukte länger im Körper, bei schweren Lebererkrankungen wird Ambroxol langsamer aus dem Körper entfernt [2]. Die Tabletten enthalten Milchzucker (Lactose); was das bei einer Unverträglichkeit bedeutet, erklärt der Ratgeber Hilfsstoffe wie Laktose und Gluten [1, 2].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Eingeschränkte Nierenfunktion oder schwere Lebererkrankung: nur in größeren zeitlichen Abständen oder in verminderter Dosis; bei schwerer Nierenfunktionsstörung ist laut Fachinformation mit einer Anreicherung der in der Leber gebildeten Abbauprodukte zu rechnen[1, 2]
- Seltene Erkrankung der Bronchien mit übermäßiger Sekretansammlung (z. B. malignes Ziliensyndrom): wegen eines möglichen Sekretstaus nur nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt[1, 2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose; erst nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt einnehmen. Laut Fachinformation sollten Menschen mit der seltenen erblichen Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sie nicht einnehmen[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Schwangerschaft, Stillzeit und Verkehrstüchtigkeit sagen [1, 2, 3]. Allgemeine Hinweise finden Sie im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen vor. Während der Schwangerschaft, besonders im ersten Drittel, sollten Sie Ambroxol nur nach Anordnung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes einnehmen, nachdem diese oder dieser Nutzen und Risiko sorgfältig abgewogen hat. Laut Fachinformation fehlen hinreichende Daten vor allem für die Zeit bis zur 28. Schwangerschaftswoche; in Tierversuchen zeigte Ambroxol keine fruchtschädigende (teratogene) Wirkung.[1, 2]
Laut Embryotox liegen keine systematischen Studien vor; wegen der weiten Verbreitung ist davon auszugehen, dass auch zahlreiche Schwangere Ambroxol eingenommen haben, ohne dass bisher über fruchtschädigende Wirkungen berichtet wurde. Reichen Inhalationen und ausreichendes Trinken nicht aus, kann Ambroxol laut Embryotox auch in der Schwangerschaft verwendet werden.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Ambroxol geht beim Tier in die Muttermilch über. Weil keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen vorliegen, sollten Sie es in der Stillzeit nur auf Anordnung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes einnehmen.[1, 2]
Laut Embryotox liegen keine systematischen Daten zur Stillzeit vor; Unverträglichkeiten bei gestillten Säuglingen sind bisher nicht bekannt geworden. Unter einer kurzfristigen Behandlung kann laut Embryotox gestillt werden.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Laut Packungsbeilage sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich; Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit sind laut Fachinformation nicht bekannt.[1, 2]
Einnahme
Die Tabletten nach den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen. Die schleimlösende Wirkung wird durch Flüssigkeitszufuhr verbessert.[1]
Einnahme vergessen: nicht die doppelte Dosis nehmen, sondern beim nächsten Mal wie in der Dosierungsanleitung beschrieben fortfahren.[1]
Höchstmenge in der Selbstmedikation
Ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4 bis 5 Tage einnehmen. Tritt nach dieser Zeit keine Besserung ein oder verschlimmert sich das Krankheitsbild, sollten Sie eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.[1]
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene nehmen in den ersten 2 bis 3 Tagen 3-mal täglich 1 Tablette mit 30 mg (90 mg am Tag), danach 2-mal täglich 1 Tablette (60 mg am Tag); gegebenenfalls ist eine Steigerung der Wirksamkeit durch 2-mal täglich 60 mg (120 mg am Tag) möglich. Kinder von 6 bis 12 Jahren nehmen 2- bis 3-mal täglich ½ Tablette (30 bis 45 mg am Tag).[1]
Überdosierung
Schwerwiegende Vergiftungserscheinungen sind bei Überdosierung von Ambroxol nicht beobachtet worden; berichtet wurden kurzzeitige Unruhe und Durchfall. Bei extremer Überdosierung können vermehrter Speichelfluss, Würgereiz, Erbrechen und Blutdruckabfall auftreten. Haben Sie zu viel eingenommen, setzen Sie sich mit einer Ärztin oder einem Arzt in Verbindung.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage der Tabletten mit 30 mg nennt die Dosis nach Altersgruppen und begrenzt die Selbstbehandlung auf 4 bis 5 Tage [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; für Saft, Tropfen und Retardkapseln gelten die Angaben der jeweiligen Packungsbeilage. Hat Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine andere Dosis verordnet, gilt diese [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie die Tabletten nach den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Dosis, sondern fahren wie in der Dosierungsanleitung beschrieben fort [1]. Ohne ärztlichen Rat nehmen Sie Ambroxol nicht länger als 4 bis 5 Tage ein; tritt dann keine Besserung ein oder verschlimmert sich das Krankheitsbild, suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf [1]. Haben Sie zu viel eingenommen, setzen Sie sich mit einer Ärztin oder einem Arzt in Verbindung; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf [1].
Präparate mit Ambroxol
Ambroxol gibt es von vielen Herstellern als Tabletten, Retardkapseln, Saft, Tropfen, Lutschtabletten und Injektionslösung. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Ambroxol-ratiopharm 30 mg Hustenlöser Tabletten [1, 2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Ambroxol-ratiopharm 30 mg Hustenlöser | ratiopharm GmbH | Tabletten für Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene; apothekenpflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Ambroxol-ratiopharm 60 mg Hustenlöser | ratiopharm GmbH | Tabletten mit 60 mg; apothekenpflichtig |
| Ambroxol-ratiopharm Hustensaft | ratiopharm GmbH | Saft; apothekenpflichtig |
| Mucosolvan | ||
| Mucoangin |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ambroxol-ratiopharm 30 mg Hustenlöser Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Ambroxol-ratiopharm 30 mg, 60 mg Hustenlöser Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 11.10.2026
- Embryotox Embryotox: Ambroxol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Ambroxol. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wofür nimmt man Ambroxol?
Ambroxol wird zur schleimlösenden Behandlung bei akuten und chronischen Erkrankungen der Bronchien und der Lunge mit zähem Schleim angewendet. Es gehört zu den Schleimlösern (Mukolytika). Laut Embryotox gibt es Ambroxol außerdem als Lutschtablette bei Halsschmerzen.
Wie lange darf ich Ambroxol ohne Arzt einnehmen?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie Ambroxol nicht länger als 4 bis 5 Tage einnehmen. Verschlimmern sich die Beschwerden oder tritt nach 4 bis 5 Tagen keine Besserung ein, müssen Sie laut Packungsbeilage auf jeden Fall eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
Darf ich Ambroxol zusammen mit einem Hustenstiller nehmen?
Nur nach ärztlichem Rat. Zusammen mit hustenstillenden Mitteln kann der verflüssigte Schleim möglicherweise nicht mehr ausreichend abgehustet werden. Die Fachinformation warnt, dass wegen des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen kann.
Welche Nebenwirkungen hat Ambroxol?
Gelegentlich, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten, kommt es zu Übelkeit, Bauchschmerzen oder Erbrechen. Selten, bei bis zu 1 von 1.000, treten Überempfindlichkeitsreaktionen, Hautausschlag, Nesselsucht, Atemnot oder Fieber auf. Ohne bekannte Häufigkeit sind allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock und schwere Hautreaktionen beschrieben. Bei einem Hautausschlag beenden Sie die Einnahme und holen unverzüglich ärztlichen Rat ein.
Darf ich Ambroxol in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
Laut Packungsbeilage nur nach Anordnung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes, in der Schwangerschaft besonders im ersten Drittel nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité schreibt, dass Ambroxol auch in der Schwangerschaft verwendet werden kann, wenn Inhalationen und ausreichendes Trinken nicht ausreichen, und dass unter einer kurzfristigen Behandlung gestillt werden kann.
Ist Ambroxol für Kinder geeignet?
Die Tabletten mit 30 mg sind für Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene bestimmt. Für Kinder unter 6 Jahren sind sie wegen des hohen Wirkstoffgehalts nicht geeignet; für diese Altersgruppe gibt es Saft und Tropfen mit geringerem Wirkstoffgehalt. Die Angaben der Packungsbeilage zur Dosis stehen im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage".
Wie schnell wirkt Ambroxol?
Laut Fachinformation tritt die Wirkung nach dem Einnehmen durchschnittlich nach 30 Minuten ein und hält je nach Höhe der Einzeldosis 6 bis 12 Stunden an. Die Packungsbeilage weist darauf hin, dass ausreichendes Trinken die schleimlösende Wirkung verbessert.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
-
-
Medikamente Budesonid/Formoterol (Symbicort)Budesonid/Formoterol kombiniert Kortison und Bronchienerweiterer zum Inhalieren.
-
Medikamente CodeinCodein ist ein verschreibungspflichtiger Hustenstiller aus der Gruppe der Opioide.
-
Nebenwirkungen Blutungen und Blutbildveränderungen durch MedikamenteGerinnungshemmer, Schmerzmittel und andere Medikamente können Blutungen fördern oder das Blutbild verändern.