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Butylscopolamin in der Schwangerschaft

Die rezeptfreien Buscopan Dragées sollten Sie laut Packungsbeilage nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind, weil keine ausreichenden Erfahrungen bei Schwangeren und keine ausreichenden Tierstudien vorliegen; auch bei den verschreibungspflichtigen Spritzen (Buscopan Ampullen) soll die Anwendung laut Fachinformation aus Vorsichtsgründen vermieden werden. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité gibt den Erfahrungsumfang mit "gering" an; laut Embryotox kann Butylscopolamin bei strenger Indikationsstellung in der gesamten Schwangerschaft angewendet werden. Fragen Sie vor jeder Anwendung Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Frau Ende zwanzig mit kurzem dunkelbraunem Haar und kobaltblau gemusterter Bluse spricht in einer hellen Praxis mit einem Arzt mit grauem Bart
Bild: KI-generiert

Laut Packungsbeilage der rezeptfreien Buscopan Dragées liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren und keine ausreichenden Tierstudien vor. Deshalb sollten Sie die Dragées nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind [1]. Für die verschreibungspflichtigen Spritzen steht in der Packungsbeilage derselbe Satz; laut Fachinformation soll die Anwendung in der Schwangerschaft aus Vorsichtsgründen vermieden werden [12, 13]. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité gibt den Erfahrungsumfang mit "gering" an. Es kennzeichnet Butylscopolamin in seiner Ampel mit "grau" und schreibt, dass es bei strenger Indikationsstellung in der gesamten Schwangerschaft angewendet werden kann [3].

Die Quellen sagen damit Unterschiedliches. Ob Butylscopolamin für Sie infrage kommt, klären Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Wie Butylscopolamin wirkt und welche Nebenwirkungen es hat, steht auf der Wirkstoffseite.

Was Packungsbeilage und Fachinformation sagen

Butylscopolamin (Butylscopolaminiumbromid) ist ein krampflösendes Mittel (Spasmolytikum) [1]. Zum Einnehmen ist es rezeptfrei; verschreibungspflichtig ist es nur zur parenteralen Anwendung, also als Spritze oder Infusion [2]. Diese Seite stützt sich auf die Texte des Zulassungsinhabers: Packungsbeilage (September 2023) und Fachinformation (Juni 2024) der Buscopan Dragées sowie Packungsbeilage und Fachinformation der Buscopan Ampullen (beide Juli 2022) [1, 11, 12, 13]. Präparate mit einem weiteren Wirkstoff haben eigene Packungsbeilagen.

Rezeptfrei: Dragées zur Selbstbehandlung

Die Dragées werden bei leichten bis mäßig starken Krämpfen des Magen-Darm-Traktes und bei krampfartigen Bauchschmerzen beim Reizdarmsyndrom angewendet [1].

Packungsbeilage: Wenn Sie schwanger sind oder stillen, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder wenn Sie eine Schwangerschaft planen, fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat. Mit der Anwendung bei Schwangeren gibt es bisher keine ausreichenden Erfahrungen. Auch ausreichende Tierstudien, die auf mögliche unerwünschte oder schädigende Wirkungen in der Schwangerschaft hinweisen, fehlen. Deshalb sollten Sie die Dragées nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind [1].

Fachinformation: Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Butylscopolaminiumbromid bei Schwangeren vor, und es gibt keine ausreichenden Tierstudien zu schädlichen Wirkungen auf die Fortpflanzung (Reproduktionstoxizität). Aus Vorsichtsgründen soll die Anwendung der Dragées während der Schwangerschaft vermieden werden [11]. In Studien an Ratten und Kaninchen zeigte Butylscopolamin laut Fachinformation keine fehlbildenden (teratogenen) Wirkungen; Studien zur Zeit vor und nach der Geburt wurden nicht durchgeführt [11].

Auf ärztliche Verordnung: Spritzen und Infusionen

Buscopan Ampullen werden bei Krämpfen im Bereich von Magen, Darm, Gallenwegen, ableitenden Harnwegen und weiblichen Geschlechtsorganen angewendet, außerdem zur Erleichterung von Spiegelungen und Funktionsuntersuchungen des Magen-Darm-Trakts. Gespritzt werden kann in den Muskel, unter die Haut oder langsam in die Vene; über die Dauer der Anwendung entscheidet die Ärztin oder der Arzt [12].

Packungsbeilage: Zu Schwangerschaft und Stillzeit hat sie fast denselben Wortlaut wie die Packungsbeilage der Dragées: Mangels ausreichender Erfahrungen bei Schwangeren und ausreichender Tierstudien sollten Sie Buscopan Ampullen nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind [12].

Fachinformation: Auch hier liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen bei Schwangeren und keine ausreichenden Tierstudien zur Reproduktionstoxizität vor; aus Vorsichtsgründen soll die Anwendung während der Schwangerschaft vermieden werden [13]. Bei Vorerkrankungen des Herzens ist bei der Gabe als Spritze laut Fachinformation Vorsicht geboten, und die Patientinnen und Patienten sollten überwacht werden. Weil nach einer Spritze allergische Schockreaktionen (anaphylaktische Reaktionen bis zum Schock) aufgetreten sind, sollten die Spritzen unter entsprechender Beobachtung gegeben werden [13].

Butylscopolamin in Schwangerschaft und Stillzeit: die Angaben im Vergleich
QuelleSchwangerschaftStillzeit
Packungsbeilage Dragées (rezeptfrei)Keine ausreichenden Erfahrungen und Tierstudien; nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind [1]Übergang in die Muttermilch nicht untersucht; die Ärztin oder der Arzt wägt Stillen und Behandlung ab [1]
Fachinformation DragéesKeine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen; aus Vorsichtsgründen vermeiden [11]Risiko für das Kind nicht auszuschließen; Stillen und Behandlung abwägen [11]
Packungsbeilage und Fachinformation Ampullen (verschreibungspflichtig)Nicht anwenden; aus Vorsichtsgründen vermeiden [12, 13]Wie bei den Dragées [12, 13]
EmbryotoxErfahrungsumfang gering; Ampelfarbe grau; bei strenger Indikationsstellung in der gesamten Schwangerschaft möglich [3]Akzeptabel; bei mehrmaliger Gabe als Spritze oder Infusion auf anticholinerge Beschwerden beim Säugling achten [3]

Einschätzung von Embryotox

Embryotox ist das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité Universitätsmedizin Berlin. Seine Kenntnisse zur Sicherheit von Arzneimitteln in der Schwangerschaft beruhen nach eigener Angabe größtenteils auf der Auswertung klinischer Erfahrungen [3].

Butylscopolamin ist laut Embryotox das in Deutschland am weitesten verbreitete krampflösende Mittel. Es hemmt den Botenstoff Acetylcholin (anticholinerge Wirkung) im Körper außerhalb des Gehirns, weil es wegen seines Aufbaus die intakte Blut-Hirn-Schranke normalerweise nicht überwindet. Nach dem Einnehmen und nach Zäpfchen wird nur wenig Wirkstoff aufgenommen [3]; laut Fachinformation der Dragées gelangt nach dem Einnehmen weniger als 1 % in den Blutkreislauf [11].

Erfahrungsumfang: Embryotox gibt ihn mit "gering" an [3]. Das bedeutet nach der Erläuterung von Embryotox: weniger als 50 systematisch ausgewertete Schwangerschaften oder größere Fallzahlen von zweifelhafter Qualität. Die Angabe bezieht sich auf Schwangerschaften, in denen das Mittel im ersten Schwangerschaftsdrittel (1. Trimenon) angewendet wurde [15].

Erstes Schwangerschaftsdrittel: Eine fehlbildende (teratogene) Wirkung von Butylscopolamin wurde laut Embryotox bisher nicht beschrieben und wird wegen der langen Markterfahrung auch nicht erwartet. Systematische Daten zur Anwendung im ersten Drittel fehlen jedoch [3].

Zweites und drittes Schwangerschaftsdrittel, Zeit um die Geburt: Butylscopolamin wird laut Embryotox auch in der Schwangerschaft häufig als krampflösendes Mittel eingesetzt, ohne dass bisher schädigende Wirkungen auf das ungeborene Kind (fetotoxische Effekte) beschrieben wurden. Bei Neugeborenen, deren Mütter Butylscopolamin in mehreren internationalen Studien unter der Geburt erhalten hatten, wurden laut Embryotox keine negativen Effekte beobachtet [3]. Als Anwendungsgebiet nennen Packungsbeilage und Fachinformation der Ampullen die Geburt nicht [12, 13].

Zwei Fallberichte beschreiben laut Embryotox Schwangere mit einer Präeklampsie und einem HELLP-Syndrom, bei denen es nach einer Gabe von Butylscopolamin als Spritze oder Infusion zu Krampfanfällen (Eklampsie) kam. Ob Butylscopolamin dazu beigetragen hat, ist unklar. Grundsätzlich sollten bei einer Gabe als Spritze oder Infusion auch die möglichen anticholinergen Wirkungen bei der Mutter bedacht werden [3].

Empfehlung: Für die Planung einer Behandlung und für die Planung einer Schwangerschaft unter Behandlung schreibt Embryotox: Butylscopolamin kann bei strenger Indikationsstellung in der gesamten Schwangerschaft angewendet werden. Unter "Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft" steht, dass die Wirkungen des Mittels auf die Körperfunktionen vor allem bei Gabe als Spritze oder Infusion bedacht werden müssen [3].

Ampel: Embryotox kennzeichnet Butylscopolamin mit der Ampelfarbe "grau" und beschreibt es als Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt [3]. Bei grau gekennzeichneten Mitteln haben laut Erläuterung von Embryotox mehr oder weniger umfangreiche Erfahrungen in der Schwangerschaft kein nennenswertes Risiko für Embryo oder Fötus erkennen lassen, der Erfahrungsumfang kann aber noch unzureichend sein oder Studienergebnisse können sich widersprechen; vor dem Gebrauch in der Schwangerschaft ist eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung unbedingt erforderlich. Die Ampel ersetzt nie die ausführlicheren Informationen im Text und darf nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage benutzt werden [14].

Andere Mittel: Unter "Besser geeignete Alternativen" steht bei Embryotox zu Butylscopolamin: keine [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Unterschied zu Packungsbeilage und Fachinformation: Packungsbeilagen und Fachinformationen raten in der Schwangerschaft von der Anwendung ab, Embryotox hält sie bei strenger Indikationsstellung für möglich [1, 3, 11, 12, 13]. Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, was für Sie gilt.

Stillzeit

Frau mit langem blondem Haar im grünen Strickpullover sitzt mit einer Freundin auf einer Holzbank in einem blühenden Garten
Bild: KI-generiert

Packungsbeilagen: Ob Butylscopolamin in die Muttermilch übergeht, ist nicht untersucht. Arzneimittel dieses Typs können die Milchbildung hemmen, und Säuglinge können empfindlich auf sie reagieren. Ob Sie das Stillen oder die Behandlung abbrechen, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nach Abwägung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Behandlung für Sie. Das gilt laut den Packungsbeilagen für Dragées und Ampullen gleichermaßen [1, 12].

Fachinformationen: Mittel wie Butylscopolamin (Anticholinergika) können die Milchbildung (Laktation) hemmen. Ob Butylscopolamin oder seine Abbauprodukte in die Muttermilch übergehen, ist nicht bekannt. Auf einige Anticholinergika reagierten Neugeborene empfindlich, und ein Risiko für das Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Es muss entschieden werden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Behandlung verzichtet wird; dabei sind der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Behandlung für die Mutter zu berücksichtigen [11, 13].

Embryotox: Publizierte Erfahrungen zur Anwendung in der Stillzeit und systematische Daten zum Übergang in die Muttermilch gibt es laut Embryotox nicht. Säuglinge und Kleinkinder können besonders empfindlich auf anticholinerge Mittel reagieren; unerwünschte Wirkungen beim Stillkind wurden nach Anwendung von Butylscopolamin bei der Mutter bisher aber nicht beschrieben. Embryotox hält die Anwendung in der Stillzeit für akzeptabel; bei mehrmaliger Gabe als Spritze oder Infusion sollte beim Säugling auf anticholinerge Beschwerden geachtet werden [3].

Stillende Mütter berät Embryotox aus Kapazitätsgründen nicht selbst. Embryotox bittet Stillende, sich an ihre Kinderärztin oder ihren Kinderarzt, ihre Gynäkologin oder ihren Gynäkologen, die Hebamme, eine Stillberaterin oder die Apotheke zu wenden [16]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Stillzeit.

Kinderwunsch und Fruchtbarkeit

Studien zu den Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit (Fertilität) beim Menschen wurden laut beiden Fachinformationen nicht durchgeführt. Die Fruchtbarkeit von Ratten wurde durch Butylscopolamin nicht beeinflusst [11, 13].

Planen Sie eine Schwangerschaft, fragen Sie laut Packungsbeilage vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat [1]. Die oben genannte Empfehlung von Embryotox gilt ausdrücklich auch für die Planung einer Schwangerschaft unter Behandlung [3]. Für Fragen zur Planung einer Schwangerschaft im Zusammenhang mit Medikamenten hat Embryotox einen eigenen Online-Fragebogen "Kinderwunsch" [16].

Was Sie tun können

Krämpfe in der Schwangerschaft, rezeptfrei: Die Packungsbeilage sieht vor, dass Sie Buscopan Dragées nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind, und dass Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat fragen [1]. Was bei Bauchkrämpfen in der Schwangerschaft für Sie infrage kommt, klären Sie in der Praxis oder in der Apotheke.

Eingenommen, bevor Sie von der Schwangerschaft wussten: Eine fehlbildende Wirkung wurde laut Embryotox bisher nicht beschrieben; systematische Daten zur Anwendung im ersten Schwangerschaftsdrittel fehlen jedoch [3]. Sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wann und wie lange Sie Butylscopolamin genommen haben.

Auf Verordnung: Hat Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Butylscopolamin verordnet und Sie sind schwanger oder vermuten es, sagen Sie das in der Praxis. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Vor einer Spritze sagen Sie auch, ob Sie Herzerkrankungen haben oder gerinnungshemmende Mittel anwenden. Bei Herzerkrankungen sollte Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie laut Packungsbeilage überwachen; wenden Sie gerinnungshemmende Mittel an, darf nicht in den Muskel gespritzt werden; die Spritze sollte dann unter die Haut oder langsam in die Vene gegeben werden [12].

Beratung durch Embryotox: Embryotox berät kostenlos und bittet bei einer konkreten Schwangerschaft um Einzelheiten einschließlich der verwendeten Medikamente [3]. Die Beratung erfolgt telefonisch; Embryotox bittet darum, die Anfrage nach Möglichkeit vorab über einen Online-Fragebogen zu schicken. Es gibt Fragebögen zum Kinderwunsch, zu einer bestehenden und zu einer zurückliegenden Schwangerschaft [16].

Fragen für das Gespräch in Praxis oder Apotheke:

  • Woher kommen meine Bauchkrämpfe, und brauche ich ein Medikament?
  • Kommt Butylscopolamin für mich infrage, obwohl die Packungsbeilage in der Schwangerschaft davon abrät?
  • Was kann ich ohne Medikamente tun?
  • Was gilt, wenn ich eine Spritze bekommen soll?
  • Was gilt, wenn ich nach der Geburt stillen möchte?

Einnahme notieren: Halten Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch fest, wann und wie lange Sie Butylscopolamin genommen haben und welche Beschwerden auftreten. Das hilft in der Praxis und beim Fragebogen von Embryotox, der um möglichst genaue Angaben bittet [16]. Allgemeines steht im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Nebenwirkungen melden: Nebenwirkungen, auch solche, die nicht in der Packungsbeilage stehen, besprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke; Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Bei welchen Bauchschmerzen Sie laut Packungsbeilage umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, steht im Kasten unten [1]. Entwickelt sich nach einer Spritze eine schmerzhafte Augenrötung mit Sehverlust, könnte ein bisher nicht erkannter Grüner Star (Glaukom) vorliegen; dann sollte laut Packungsbeilage der Ampullen umgehend eine Augenärztin oder ein Augenarzt aufgesucht werden [12]. Mehr dazu auf der Seite Grüner Star. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Buscopan Dragées 10 mg überzogene Tabletten. A. Nattermann & Cie. GmbH. Stand 09/2023. abgerufen am 17.10.2026
  2. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Butylscopolamin (zur parenteralen Anwendung). Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Butylscopolamin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
  4. Fachinformation Fachinformation Buscopan Dragées 10 mg überzogene Tabletten. A. Nattermann & Cie. GmbH. Stand 06/2024. abgerufen am 17.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Buscopan Ampullen 20 mg/1 ml Injektionslösung (verschreibungspflichtig). A. Nattermann & Cie. GmbH. Stand 07/2022. abgerufen am 18.10.2026
  6. Fachinformation Fachinformation Buscopan Dragées 10 mg. A. Nattermann & Cie. GmbH (Zulassungsinhaber). Stand 06/2024. abgerufen am 16.10.2026
  7. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Buscopan Ampullen 20 mg/1 ml Injektionslösung. A. Nattermann & Cie. GmbH (Zulassungsinhaber). Stand 07/2022. abgerufen am 16.10.2026
  8. Fachinformation Fachinformation Buscopan Ampullen 20 mg/1 ml Injektionslösung. A. Nattermann & Cie. GmbH (Zulassungsinhaber). Stand 07/2022. abgerufen am 16.10.2026
  9. Embryotox Embryotox: Glossar, Erläuterungen zur Ampel. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand 14.11.2023 (letzte Änderung). abgerufen am 16.10.2026
  10. Embryotox Embryotox: Glossar, Erfahrungsumfang. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand 21.06.2018 (letzte Änderung). abgerufen am 16.10.2026
  11. Embryotox Embryotox: Beratung. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand 18.09.2026 (letzte Änderung). abgerufen am 16.10.2026

Häufige Fragen

Darf man Buscopan in der Schwangerschaft nehmen?

Laut Packungsbeilage der rezeptfreien Buscopan Dragées liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vor; deshalb sollten Sie die Dragées nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind. Die Fachinformation sieht vor, die Anwendung in der Schwangerschaft aus Vorsichtsgründen zu vermeiden. Das Beratungszentrum Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit "gering" an; laut Embryotox kann Butylscopolamin bei strenger Indikationsstellung in der gesamten Schwangerschaft angewendet werden. Fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Was gilt im ersten Schwangerschaftsdrittel?

Eine fehlbildende Wirkung von Butylscopolamin wurde laut Embryotox bisher nicht beschrieben und wird wegen der langen Markterfahrung auch nicht erwartet; systematische Daten zur Anwendung im ersten Schwangerschaftsdrittel fehlen jedoch. Laut Fachinformation liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen bei Schwangeren vor. In Tierstudien an Ratten und Kaninchen zeigten sich laut Fachinformation keine fehlbildenden Wirkungen; ausreichende Tierstudien zur Fortpflanzung fehlen aber.

Ich habe Buscopan genommen und wusste nicht, dass ich schwanger bin. Was nun?

Eine fehlbildende Wirkung von Butylscopolamin wurde laut Embryotox bisher nicht beschrieben; systematische Daten zur Anwendung im ersten Schwangerschaftsdrittel fehlen jedoch. Unter "Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft" schreibt Embryotox, dass die Wirkungen des Mittels auf die Körperfunktionen vor allem bei Gabe als Spritze oder Infusion bedacht werden müssen. Sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wann und wie lange Sie Butylscopolamin genommen haben. Embryotox berät außerdem kostenlos und bittet darum, die Anfrage nach Möglichkeit vorab über einen Online-Fragebogen zu schicken.

Was gilt für Buscopan-Spritzen in der Schwangerschaft?

Buscopan Ampullen sind verschreibungspflichtig und werden in den Muskel, unter die Haut oder langsam in die Vene gespritzt. Laut Packungsbeilage sollten Sie sie nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind; laut Fachinformation soll die Anwendung in der Schwangerschaft aus Vorsichtsgründen vermieden werden. Embryotox weist darauf hin, dass bei einer Gabe als Spritze oder Infusion die möglichen anticholinergen Wirkungen bei der Mutter bedacht werden sollten. Sagen Sie vor jeder Spritze, dass Sie schwanger sind.

Was sagt Embryotox zu Butylscopolamin?

Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit "gering" an, also weniger als 50 systematisch ausgewertete Schwangerschaften oder größere Fallzahlen von zweifelhafter Qualität. In der Ampel ist Butylscopolamin "grau" gekennzeichnet, als Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt. Laut Embryotox kann es bei strenger Indikationsstellung in der gesamten Schwangerschaft angewendet werden. Besser geeignete Alternativen nennt Embryotox keine. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich Buscopan in der Stillzeit nehmen?

Ob Butylscopolamin in die Muttermilch übergeht, ist laut Packungsbeilage nicht untersucht. Arzneimittel dieses Typs können die Milchbildung hemmen, und Säuglinge können empfindlich auf sie reagieren; ob das Stillen oder die Behandlung abgebrochen wird, wägt laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ab. Embryotox hält die Anwendung in der Stillzeit für akzeptabel; bei mehrmaliger Gabe als Spritze oder Infusion sollte beim Säugling auf anticholinerge Beschwerden geachtet werden.

Wie viel Buscopan darf ich in der Schwangerschaft nehmen?

Eine Menge für Schwangere nennt die Packungsbeilage nicht; sie sieht vor, dass Sie Buscopan Dragées in der Schwangerschaft nicht anwenden. Ob und wie Butylscopolamin bei Ihnen infrage kommt, klären Sie vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Die allgemeinen Angaben der Packungsbeilage stehen auf der Seite Butylscopolamin im Abschnitt zur Dosierung.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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