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Dienogest absetzen

Wenn Sie die Einnahme von Dienogest abbrechen, können laut Packungsbeilage Ihre ursprünglichen Beschwerden der Endometriose wieder auftreten. Beschwerden, die durch das Absetzen selbst entstehen, nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht; laut Fachinformation normalisiert sich der Menstruationszyklus innerhalb von 2 Monaten nach dem Absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Frau Anfang dreißig mit langem dunkelblondem Haar und senfgelbem Pullover spricht in einer hellen Praxis ruhig mit einer Frauenärztin
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Wenn Sie die Einnahme von Dienogest abbrechen, können laut Packungsbeilage Ihre ursprünglichen Beschwerden der Endometriose wieder auftreten [1]. Beschwerden, die durch das Absetzen selbst entstehen, beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht, ebenso wenig ein Schema zum Ausschleichen [1, 2]. Laut Fachinformation normalisiert sich der Menstruationszyklus innerhalb von 2 Monaten nach dem Absetzen [2].

Dienogest ist ein Hormon aus der Gruppe der Gestagene. Als Tablette mit 2 mg wird es zur Behandlung der Endometriose angewendet, also schmerzhafter Beschwerden durch Gebärmutterschleimhaut, die sich außerhalb der Gebärmutter angesiedelt hat [1, 2]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage (Stand April 2024) und Fachinformation (Stand April 2023) von Endovelle 2 mg Tabletten; die Fachinformation von Zafrilla 2 mg Tabletten (Stand Oktober 2022) enthält zum Absetzen dieselben Angaben [1, 2, 3]. Maßgeblich ist immer die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Was Packungsbeilage und Fachinformation zum Absetzen sagen

Die Tabletten werden laut Fachinformation jeden Tag ohne Unterbrechung eingenommen, unabhängig von Blutungen aus der Scheide. Nach dem Ende einer Packung beginnt sofort die nächste [2]. Auch an den Tagen der Monatsblutung nehmen Sie die Tabletten laut Packungsbeilage weiter [1]. Nehmen Sie Dienogest immer genau nach Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes ein [1]. Eine feste Behandlungsdauer oder eine Höchstdauer nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2].

Im Abschnitt zur Einnahme enthält die Packungsbeilage zum Abbrechen einen Hinweis: Nach dem Abbrechen können die ursprünglichen Beschwerden der Endometriose wieder auftreten [1].

Wann die Ärztin oder der Arzt die Behandlung beendet oder unterbricht

In diesen Situationen sehen Packungsbeilage und Fachinformation vor, die Behandlung zu beenden, zu unterbrechen oder ein Absetzen zu erwägen [1, 2]. Was für Sie gilt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Warnzeichen, bei denen Sie selbst sofort handeln, stehen im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen.

  • Blutarmut durch starke Blutungen: Blutungen aus der Gebärmutter können sich unter Dienogest verstärken, etwa bei einer Adenomyosis uteri, bei der Gebärmutterschleimhaut in die Muskelschicht der Gebärmutter hineinwächst, oder bei gutartigen Gebärmuttertumoren (Myomen). Starke und lang andauernde Blutungen können zu einem Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie) führen, der in einigen Fällen schwerwiegend sein kann. Tritt eine Anämie auf, besprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob Sie Dienogest absetzen sollen; laut Fachinformation sollte ein Absetzen dann in Betracht gezogen werden [1, 2]. Mehr dazu: Blutungen und Blutbildveränderungen durch Medikamente.
  • Verschlechterung einer Depression: Patientinnen mit Depressionen sollten laut Fachinformation sorgfältig überwacht werden, und die Einnahme sollte unterbrochen werden, wenn sich die Depression verschlechtert [2]. Haben Sie schon einmal unter Depressionen gelitten, informieren Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Mehr dazu: Depressive Verstimmung durch Medikamente.
  • Bleibender Bluthochdruck: Laut Fachinformation scheint Dienogest bei Frauen mit normalem Blutdruck im Allgemeinen keinen Einfluss auf den Blutdruck zu haben. Entwickelt sich während der Anwendung ein bleibender, klinisch bedeutsamer Bluthochdruck, ist es laut Fachinformation ratsam, Dienogest abzusetzen und den Bluthochdruck zu behandeln [2]. Laut Packungsbeilage informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie unter der Einnahme einen hohen Blutdruck entwickeln [1].
  • Gelbsucht oder Juckreiz wie früher: Kehrt eine Gelbsucht durch Gallenstau (cholestatischer Ikterus) oder ein Juckreiz zurück, der erstmals in einer Schwangerschaft oder bei einer früheren Anwendung von Geschlechtshormonen aufgetreten war, macht das laut Fachinformation das Absetzen erforderlich [2].
  • Operation, Unfall oder Bettruhe: Bei einer Operation, nach einem schweren Unfall oder bei längerer strenger Bettruhe steigt das Risiko für Blutgerinnsel in den Venen. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt laut Packungsbeilage im Voraus, dass Sie Dienogest einnehmen, da Sie die Einnahme möglicherweise beenden müssen. Sie oder er sagt Ihnen, wann Sie wieder beginnen können, normalerweise ungefähr 2 Wochen nachdem Sie keine Bettruhe mehr einhalten müssen [1]. Bei einer längerfristigen Ruhigstellung hält die Fachinformation ein Absetzen für ratsam, bei einer geplanten Operation mindestens 4 Wochen vorher, und einen Neubeginn frühestens 2 Wochen nach vollständiger Mobilisierung [2]. Mehr dazu: Medikamente vor einer Operation.
  • Neu auftretende Gegenanzeige: Tritt eine der Erkrankungen, bei denen Dienogest nicht eingenommen werden darf, während der Einnahme zum ersten Mal auf, sieht die Packungsbeilage vor, Dienogest sofort abzusetzen und die Ärztin oder den Arzt zu informieren [1, 2]. Dazu zählen unter anderem Blutgerinnsel in den Venen, schwere Lebererkrankungen, Lebertumoren, geschlechtshormonabhängige bösartige Tumoren wie Brustkrebs und jede unerklärliche Blutung aus der Scheide [1].

Verhütung, Kinderwunsch und Schwangerschaft

Dienogest ist laut Packungsbeilage kein Verhütungsmittel. Wenn Sie während der Behandlung nicht schwanger werden wollen, müssen Sie Kondome oder andere nicht-hormonale Verhütungsmittel verwenden. Hormonelle Verhütungsmittel wie Tabletten, Pflaster oder intrauterine Systeme dürfen Sie während der Einnahme nicht verwenden [1]. Laut Fachinformation wird der Eisprung während der Behandlung bei den meisten Patientinnen gehemmt [2]. Die Chance, unter der Einnahme schwanger zu werden, ist laut Packungsbeilage verringert, da Dienogest den Eisprung beeinflussen kann [1].

Ab wann nach dem Absetzen eine Schwangerschaft möglich ist und welche Verhütung dann infrage kommt, sagen Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2]. Besprechen Sie beides vor dem Absetzen mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Werden Sie während der Einnahme schwanger, haben Sie laut Packungsbeilage ein geringfügig erhöhtes Risiko einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (extrauterine Schwangerschaft) [1]. In der Schwangerschaft dürfen Sie Dienogest nicht einnehmen; laut Fachinformation ist eine Behandlung der Endometriose in der Schwangerschaft nicht erforderlich [1, 2]. Auch laut Embryotox, dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité Universitätsmedizin Berlin, gibt es in der Schwangerschaft keinen Anwendungsgrund für eine Behandlung mit synthetischen Gestagenen, zu denen Dienogest zählt. Embryotox berät Schwangere kostenlos zu Medikamenten [5]. Vermuten Sie eine Schwangerschaft, sprechen Sie umgehend mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Welche Beschwerden beim Absetzen auftreten können

Absetzerscheinungen, also Beschwerden, die durch das Absetzen von Dienogest selbst entstehen, nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2, 3]. Sie beschreiben aber zwei Dinge, die sich nach dem Ende der Behandlung ändern können: Die Beschwerden der Endometriose können zurückkehren, und der Menstruationszyklus normalisiert sich [1, 2].

Rückkehr der Endometriose-Beschwerden

Wie häufig die Beschwerden nach dem Absetzen von Dienogest zurückkehren, nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2]. Für Medikamente gegen Endometriose allgemein schreibt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Sie wirken nur, solange sie eingenommen werden. Nach dem Absetzen können die Herde wieder wachsen und Beschwerden erneut auftreten [11]. Häufig treten Beschwerden wieder auf, wenn eine hormonelle Behandlung beendet wird [12]. Diese Angaben des IQWiG gelten nicht eigens für Dienogest [11, 12].

Das Hauptsymptom einer Endometriose sind laut IQWiG Unterleibsschmerzen. Sie treten oft zusammen mit der Regelblutung auf, aber auch während oder nach dem Geschlechtsverkehr, und können in Unterbauch, Rücken und Beine ausstrahlen. Begleitend sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall möglich [11]. Wie sich eine Endometriose entwickelt, lässt sich laut IQWiG nicht sicher vorhersagen. Bei vielen Frauen klingen die Beschwerden nach der letzten Regelblutung (Menopause) ab, manchmal bleiben sie aber auch nach den Wechseljahren bestehen [11]. Mehr zum Krankheitsbild: Endometriose.

Blutungen und Zyklus

Während der Einnahme verändert sich bei den meisten Patientinnen das Blutungsmuster, etwa mit Schmierblutungen, unregelmäßigen Blutungen oder einem Ausbleiben der Blutung [1, 2]. Laut Fachinformation normalisiert sich der Menstruationszyklus nach den verfügbaren Daten innerhalb von 2 Monaten nach dem Absetzen [2, 3]. Bleibt die Monatsblutung länger aus oder bemerken Sie ungewöhnliche Blutungen, sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt. Mehr dazu: Zyklusstörungen durch Medikamente.

Knochendichte bei Jugendlichen

Bei Jugendlichen von 12 bis unter 18 Jahren war die Einnahme über 12 Monate laut Fachinformation mit einem Rückgang der Knochendichte in der Lendenwirbelsäule verbunden. Bei ungefähr 72 Prozent der untersuchten Jugendlichen wurde eine Verringerung festgestellt [2]. In einer Untergruppe mit verminderten Werten zeigte eine erneute Messung 6 Monate nach dem Ende der Behandlung eine Tendenz zur Wiederherstellung: Die mittlere relative Änderung gegenüber dem Ausgangswert lag am Ende der Behandlung bei minus 2,3 Prozent und 6 Monate danach bei minus 0,6 Prozent [2, 3]. Ob der Rückgang bei Jugendlichen die maximale Knochenmasse verringert und später das Risiko für Knochenbrüche erhöht, ist laut Fachinformation nicht bekannt [2]. Mehr dazu: Osteoporose durch Medikamente.

Brust

Ob Dienogest das Risiko für Brustkrebs erhöht, ist laut Packungsbeilage mit den derzeit verfügbaren Daten nicht eindeutig erkennbar. Bei Frauen, die Hormone einnehmen, wird Brustkrebs etwas häufiger festgestellt; ob das durch die Behandlung verursacht wird, ist nicht bekannt. Laut Packungsbeilage nimmt das Auftreten von Brusttumoren nach dem Absetzen von Hormonbehandlungen langsam ab [1]. Laut Packungsbeilage ist es wichtig, die Brüste regelmäßig selbst zu untersuchen; tasten Sie Knoten, suchen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf [1].

Wie Ärztinnen und Ärzte beim Absetzen vorgehen

Frau Mitte dreißig mit kurzem braunem Haar und petrolblauer Jacke geht mit ihrem Partner an einem sonnigen Frühlingsmorgen an einem See spazieren
Bild: KI-generiert

Ein Schema zum Ausschleichen nennen die Packungsbeilage von Endovelle und die Fachinformationen von Endovelle und Zafrilla nicht [1, 2, 3]. Wie lange die Behandlung dauert, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Liegen bestimmte Erkrankungen oder Risikofaktoren vor oder verschlechtern sie sich, soll laut Fachinformation eine individuelle Abwägung von Nutzen und Risiken erfolgen, bevor die Einnahme begonnen oder fortgeführt wird. Dazu zählen dort unter anderem schwerwiegende Blutungen der Gebärmutter, Kreislauferkrankungen, Tumorerkrankungen, Veränderungen der Knochendichte und Depressionen [2]. Bei einem erhöhten Osteoporose-Risiko wägt die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage Nutzen und Risiko sorgfältig ab, da Dienogest die körpereigene Östrogenbildung mäßig stark senkt [1]. Bei Jugendlichen unter 18 Jahren bezieht sie oder er dabei Risikofaktoren für eine Verringerung der Knochendichte ein [1].

Langzeitdaten zu Knochendichte und Knochenbrüchen unter Dienogest liegen laut Fachinformation derzeit nicht vor [2]. In einer Überwachungsstudie nach der Zulassung wurden Frauen mit einer neu verordneten Hormonbehandlung gegen Endometriose bis zu 7 Jahre nachbeobachtet. Ein leicht erhöhtes Depressionsrisiko unter Dienogest im Vergleich zu anderen zugelassenen Endometriose-Mitteln konnte dabei laut Fachinformation nicht ausgeschlossen werden [2].

Gegen Endometriose kommen laut IQWiG verschiedene Behandlungen infrage, darunter Schmerzmittel, hormonelle Mittel wie Gestagene und GnRH-Analoga sowie Operationen [11, 12]. Heilen lässt sich die Erkrankung laut IQWiG bislang nicht [11]. Ob und wie es nach dem Ende der Behandlung mit Dienogest weitergeht, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben

Dienogest ist laut Packungsbeilage weniger wirksam, wenn Sie eine Tablette vergessen haben. Haben Sie eine oder mehrere Tabletten vergessen, holen Sie die Einnahme von nur einer Tablette nach, sobald Sie es bemerken, und nehmen am nächsten Tag die Tablette wieder zur gewohnten Zeit ein [1, 2]. Erbrechen Sie in den ersten 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme oder haben Sie schweren Durchfall, wurde der Wirkstoff möglicherweise nicht vollständig aufgenommen; dann nehmen Sie laut Packungsbeilage so schnell wie möglich eine weitere Tablette ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, um eine vergessene Tablette auszugleichen [1].

Was Sie tun können

Besprechen Sie das Absetzen vorher mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt. Diese Fragen helfen, das Gespräch vorzubereiten:

  • Ist die Behandlung mit Dienogest bei mir weiter nötig, und wie lange ist sie geplant?
  • Was tue ich, wenn die Endometriose-Beschwerden nach dem Absetzen wiederkommen, und welche Behandlung kommt dann infrage?
  • Wann ist nach dem Absetzen mit meiner Monatsblutung zu rechnen, und welche Blutungen sollte ich abklären lassen?
  • Wie verhüte ich nach dem Absetzen, oder was gilt, wenn ich schwanger werden möchte?
  • Ist eine Operation oder längere Bettruhe geplant, und muss ich Dienogest dafür pausieren?
  • Wie geht es weiter, wenn sich meine Stimmung oder eine Depression verändert?
  • Bei Jugendlichen: Was bedeutet die Behandlung für die Knochendichte?

Weitere Fragen können Sie mit dem Werkzeug Fragen fürs Arztgespräch sammeln. Allgemeines zum Beenden einer Behandlung steht im Ratgeber Medikamente absetzen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei Beschwerden, die nicht in der Packungsbeilage stehen. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Bemerken Sie mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels, sieht die Packungsbeilage vor, die Einnahme sofort zu beenden und unverzüglich die Ärztin oder den Arzt aufzusuchen; die Zeichen stehen in der Liste unten [1]. Laut Fachinformation ist die Einnahme auch schon bei Verdacht auf ein Blutgerinnsel in Arterien oder Venen sofort abzubrechen [2]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf. Mehr dazu: Thromboserisiko durch Medikamente.

In seltenen Fällen wurden bei Anwenderinnen von Hormonen gutartige und noch seltener bösartige Lebertumoren festgestellt; laut Fachinformation führten sie in Einzelfällen zu lebensbedrohlichen Blutungen im Bauchraum [1, 2]. Weitere Warnzeichen aus der Packungsbeilage stehen in der Liste unten.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Endovelle 2 mg Tabletten. Exeltis Germany GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Endovelle 2 mg Tabletten. Exeltis Germany GmbH. Stand 04/2023. abgerufen am 11.10.2026
  3. Fachinformation Fachinformation Zafrilla 2 mg Tabletten. Gedeon Richter Plc.. Stand 10/2022. abgerufen am 11.10.2026
  4. Behörde List of nationally authorised medicinal products, Active substance: dienogest (PSUSA/00003167/202512). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 09.07.2026. abgerufen am 11.10.2026
  5. Embryotox Embryotox: Gestagene. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
  6. Endometriose. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 18.12.2024. abgerufen am 16.10.2026
  7. Medikamentöse Behandlung bei Endometriose. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 18.12.2024. abgerufen am 16.10.2026

Häufige Fragen

Kann ich Dienogest einfach absetzen?

Zum Beenden sagt die Packungsbeilage: Wenn Sie die Einnahme abbrechen, können Ihre ursprünglichen Beschwerden der Endometriose wieder auftreten. Absetzerscheinungen oder ein Schema zum Ausschleichen nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Wann kommt die Periode nach dem Absetzen von Dienogest?

Laut Fachinformation normalisiert sich der Menstruationszyklus nach den verfügbaren Daten innerhalb von 2 Monaten nach dem Absetzen. Während der Einnahme verändert sich bei den meisten Anwenderinnen das Blutungsmuster, etwa mit Schmierblutungen, unregelmäßigen Blutungen oder einem Ausbleiben der Blutung. Bleibt die Monatsblutung länger aus oder bemerken Sie ungewöhnliche Blutungen, sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Kann ich nach dem Absetzen von Dienogest schwanger werden?

Laut Fachinformation wird der Eisprung während der Behandlung bei den meisten Patientinnen gehemmt; laut Packungsbeilage ist die Chance, unter der Einnahme schwanger zu werden, verringert. Nach dem Absetzen normalisiert sich der Menstruationszyklus laut Fachinformation innerhalb von 2 Monaten. Ab wann eine Schwangerschaft möglich ist, sagen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Wenn Sie schwanger werden möchten, besprechen Sie das mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Muss ich nach dem Absetzen von Dienogest verhüten?

Dienogest ist laut Packungsbeilage kein Verhütungsmittel. Schon während der Behandlung müssen Sie Kondome oder andere nicht-hormonale Verhütungsmittel verwenden, wenn Sie nicht schwanger werden wollen; hormonelle Verhütungsmittel wie Tabletten, Pflaster oder intrauterine Systeme dürfen Sie während der Einnahme nicht verwenden. Was nach dem Absetzen gilt, sagen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Wie Sie dann verhüten, besprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Kommen die Endometriose-Beschwerden nach dem Absetzen zurück?

Das ist möglich: Laut Packungsbeilage können nach dem Abbrechen die ursprünglichen Beschwerden der Endometriose wieder auftreten. Laut IQWiG wirken Medikamente gegen Endometriose nur, solange sie eingenommen werden; nach dem Absetzen können die Herde wieder wachsen und Beschwerden erneut auftreten. Wie häufig das nach Dienogest geschieht, nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Bei vielen Frauen klingen die Beschwerden laut IQWiG nach der letzten Regelblutung (Menopause) ab, manchmal bleiben sie aber auch nach den Wechseljahren bestehen.

Nimmt man nach dem Absetzen von Dienogest ab?

Dazu machen Packungsbeilage und Fachinformation keine Angaben. Gewichtszunahme ist während der Einnahme eine häufige Nebenwirkung, kann also bis zu 1 von 10 Anwenderinnen betreffen; Gewichtsabnahme, Appetitzunahme und Schwellungen durch Wassereinlagerungen sind gelegentliche Nebenwirkungen. Nebenwirkungen treten laut Packungsbeilage häufiger in den ersten Monaten auf und klingen bei weiterer Einnahme gewöhnlich ab. Fragen zu Ihrem Gewicht besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Muss ich Dienogest vor einer Operation absetzen?

Bei einer längerfristigen Ruhigstellung hält die Fachinformation ein Absetzen für ratsam, bei einer geplanten Operation mindestens 4 Wochen vorher, und einen Neubeginn frühestens 2 Wochen nach vollständiger Mobilisierung. Laut Packungsbeilage informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt vor einer Operation, nach einem schweren Unfall oder bei längerer strenger Bettruhe im Voraus, dass Sie Dienogest einnehmen; sie oder er sagt Ihnen auch, wann Sie wieder beginnen können. Ob Sie pausieren, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Muss ich Dienogest bei Depressionen absetzen?

Laut Fachinformation sollten Patientinnen mit Depressionen sorgfältig überwacht werden, und die Einnahme sollte unterbrochen werden, wenn sich die Depression verschlechtert. Haben Sie schon einmal unter Depressionen gelitten, informieren Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Depressive Stimmung gehört zu den häufigen, Depression zu den gelegentlichen Nebenwirkungen. Ob die Behandlung unterbrochen wird, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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