MedikamenteDetailfrage
Lisdexamfetamin absetzen
Wird Lisdexamfetamin abgebrochen, können laut Packungsbeilage die ADHS-Symptome wieder auftreten; die Packungsbeilage bittet, die Einnahme nicht ohne vorherige Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt und nicht eigenmächtig abrupt abzubrechen. Nach mehr als einem Jahr Einnahme sollte laut Packungsbeilage die Ärztin oder der Arzt die Behandlung für kurze Zeit absetzen, zum Beispiel in den Ferien, um zu prüfen, ob sie noch nötig ist; ein Schema für das Absetzen nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Wird Lisdexamfetamin abgebrochen, können laut Packungsbeilage die Symptome der ADHS wieder auftreten. Die Packungsbeilage bittet, die Einnahme nicht ohne vorherige Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt abzubrechen und auch nicht eigenmächtig abrupt [1]. Ein Schema mit Schritten oder eine Dauer für das Absetzen nennen weder Packungsbeilage noch Fachinformation [1, 2].
Lisdexamfetamin wird bei ADHS eingesetzt: bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen, bei denen eine vorherige Behandlung mit Methylphenidat nicht ausreichend gewirkt hat, und bei Erwachsenen, die seit ihrer Kindheit ADHS haben. Es ist ein verschreibungspflichtiges Betäubungsmittel [1, 2, 4]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Lisdexamfetamin-ratiopharm Hartkapseln; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats [1, 2]. Wirkung, alle Nebenwirkungen und die Einnahme beschreibt die Seite Lisdexamfetamin.
Was Packungsbeilage und Fachinformation zum Absetzen sagen
Die Packungsbeilage behandelt das Absetzen in Abschnitt 3, unter der Überschrift zum Abbrechen der Einnahme und im Absatz zur Langzeitbehandlung [1]. In den eigenen Hinweisen für Kinder und Jugendliche am Ende der Packungsbeilage heißt es, dass die Einnahme nicht ohne vorheriges Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt abgebrochen wird und das Medikament erst abgesetzt wird, wenn die Ärztin oder der Arzt es erlaubt hat [1]. Ob die Dosis vorher verringert wird, in welchen Schritten und über welchen Zeitraum, beschreiben weder Packungsbeilage noch Fachinformation [1, 2].
Behandlung über mehr als ein Jahr
Lisdexamfetamin sollte und muss laut Packungsbeilage nicht unbegrenzt eingenommen werden. Wird es länger als ein Jahr eingenommen, sollte die Ärztin oder der Arzt die Behandlung für kurze Zeit absetzen, zum Beispiel in den Ferien; so lässt sich feststellen, ob das Arzneimittel weiterhin benötigt wird [1]. Den Hinweisen für Kinder und Jugendliche zufolge geschieht das wahrscheinlich in den Schulferien [1].
Die Fachinformation für Ärztinnen und Ärzte sagt, dass die medikamentöse Behandlung der ADHS über längere Zeit erforderlich sein kann. Ärztinnen und Ärzte, die Lisdexamfetamin länger als 12 Monate anwenden, müssen mindestens einmal jährlich den Nutzen neu bewerten und dazu behandlungsfreie Zeitabschnitte einlegen, vorzugsweise während der Schulferien oder arbeitsfreier Zeit. So lässt sich das Verhalten ohne medikamentöse Behandlung beurteilen [2]. Die jährliche Neubewertung mit behandlungsfreien Zeitabschnitten verlangt auch die mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) abgestimmte Checkliste für Ärztinnen und Ärzte zur laufenden Therapieüberwachung [11].
Wann die Fachinformation ein Ende oder eine Unterbrechung vorsieht
Die Fachinformation nennt außerdem Situationen, in denen die Ärztin oder der Arzt die Behandlung beendet, unterbricht, die Dosis verringert oder ein Absetzen erwägt [2]:
- Keine Besserung: Bessern sich die Symptome nach einer geeigneten Dosisanpassung über einen Zeitraum von einem Monat nicht, muss die Behandlung beendet werden [2]. Fühlen Sie sich nach einem Monat nicht besser oder gar schlechter, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; möglicherweise brauchen Sie eine andere Behandlung [1].
- Verschlimmerung oder unzumutbare Nebenwirkungen: Bei einer paradoxen Verschlimmerung der Symptome oder anderen unzumutbaren unerwünschten Ereignissen muss die Dosis verringert oder das Arzneimittel abgesetzt werden [2].
- Psychotische oder manische Symptome: Bei Kindern und Jugendlichen ohne bekannte psychotische Erkrankung oder Manie können laut Fachinformation neu auftretende psychotische oder manische Symptome wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder eine Manie durch Stimulanzien hervorgerufen werden. Treten solche Symptome auf, sollte an einen möglichen Zusammenhang mit dem Stimulans gedacht und ein Abbruch der Therapie erwogen werden [2].
- Krampfanfälle: Nimmt die Anfallshäufigkeit zu oder treten neue Anfälle auf, sollte das Arzneimittel abgesetzt werden [2].
- Wachstum und Gewicht: Kinder und Jugendliche, die nicht wie erwartet wachsen oder deren Körpergewicht nicht erwartungsgemäß zunimmt, müssen möglicherweise ihre Behandlung unterbrechen; bei Erwachsenen gilt das, wenn das Körpergewicht abnimmt [2]. Laut Packungsbeilage kann die Ärztin oder der Arzt die Behandlung abbrechen, wenn Kinder oder Jugendliche nicht wie erwartet wachsen oder Gewicht verlieren [1].
Diese Entscheidungen trifft die Ärztin oder der Arzt. Die Checkliste zur laufenden Therapieüberwachung fragt bei jeder Kontrolle unter anderem nach psychotischen oder manischen Symptomen, Krampfanfällen sowie Wachstum und Gewicht; bleiben Wachstum oder Körpergewicht hinter den Erwartungen zurück, erwägen Ärztinnen und Ärzte eine Unterbrechung der Behandlung [11].
Welche Beschwerden beim Absetzen auftreten können
Für den Abbruch der Einnahme nennt die Packungsbeilage eine mögliche Folge: Die Symptome der ADHS können wieder auftreten [1]. Weitere Absetzbeschwerden bei einer verordneten Behandlung, ihre Häufigkeit oder wie lange sie anhalten, beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2].
Entzugssymptome im Zusammenhang mit Missbrauch
Lisdexamfetamin ist eine unwirksame Vorstufe; im Körper entsteht daraus der Wirkstoff Dexamfetamin [2]. Im Abschnitt über Missbrauch und Abhängigkeit spricht die Fachinformation von Amfetaminen: Der Missbrauch von Amfetaminen kann zu Toleranz und psychischer Abhängigkeit mit unterschiedlich ausgeprägtem unnormalem Verhalten führen. Zu den Symptomen eines Amfetamin-Missbrauchs können Hauterkrankungen (Dermatosen), Schlafstörungen, Reizbarkeit, Überaktivität, emotionale Labilität und Psychosen gehören. Es wurde über Entzugssymptome wie Müdigkeit und Depressionen berichtet [2]. Ob solche Beschwerden auch nach dem Absetzen einer bestimmungsgemäßen Behandlung auftreten, sagt die Fachinformation nicht [2].
Abhängigkeit und Missbrauch
Stimulanzien einschließlich Lisdexamfetamin haben laut Fachinformation ein Potenzial für Missbrauch, Fehlgebrauch, Abhängigkeit und Zweckentfremdung. Das Risiko für Fehlgebrauch kann bei Erwachsenen, insbesondere jungen Erwachsenen, größer sein als bei Kindern und Jugendlichen [2]. Wird Lisdexamfetamin nicht ordnungsgemäß angewendet, kann es laut Packungsbeilage unnormales Verhalten und eine Abhängigkeit vom Arzneimittel verursachen; möglicherweise entsteht auch das Gefühl, das Arzneimittel aus anderen Gründen als der Behandlung der ADHS zu "brauchen". Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie jemals ein Problem mit Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen hatten [1].
Bei jeder Dosisanpassung und bei jedem Kontrolltermin dokumentieren Ärztinnen und Ärzte laut Checkliste zur laufenden Therapieüberwachung Anzeichen von Fehlgebrauch, Missbrauch oder Zweckentfremdung und jegliche Anzeichen von Abhängigkeit oder Toleranz [11]. Mehr dazu: Abhängigkeit und Absetzerscheinungen.
Wie Ärztinnen und Ärzte beim Absetzen vorgehen

Eine Verringerung der Dosis nennt die Fachinformation für den Fall, dass sich die Symptome paradox verschlimmern oder andere unzumutbare unerwünschte Ereignisse auftreten [2]. Ob und wie die Dosis vor dem Absetzen verringert wird, legt die Ärztin oder der Arzt fest.
Laut Packungsbeilage prüft die Ärztin oder der Arzt mindestens alle 6 Monate, möglicherweise auch öfter, und bei jeder Änderung der Dosis Appetit, Größe und Gewicht, Blutdruck und Herzfrequenz sowie Stimmung und Gemütsverfassung [1]. Laut Fachinformation sollten Blutdruck und Puls bei jeder Dosisanpassung und mindestens alle sechs Monate dokumentiert werden; die Entwicklung neuer oder die Verschlechterung bestehender psychiatrischer Erkrankungen ist bei jeder Dosisanpassung, danach mindestens alle sechs Monate und bei jedem Kontrolltermin zu erfassen [2].
Für ADHS-Medikamente allgemein nennt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf seiner Seite zu Kindern und Jugendlichen Medikamentenpausen als eine Möglichkeit, wenn der Verdacht auf ein etwas verzögertes Wachstum besteht, etwa am Wochenende oder während der Schulferien. Bei einer Tic-Störung können eine Anpassung der Dosis oder eine Medikamentenpause zeigen, ob die Medikamente die Ursache sind. Wichtig ist laut IQWiG, dass Eltern bei Nebenwirkungen mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen und das Medikament nicht einfach weglassen [12].
Besondere Situationen
Schwangerschaft: Sind Sie schwanger, vermuten Sie es oder planen Sie eine Schwangerschaft, fragen Sie laut Packungsbeilage vor der Einnahme Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat. In der Schwangerschaft dürfen Sie Lisdexamfetamin nur nach ausdrücklicher ärztlicher Anweisung anwenden. Neugeborene, die in der Schwangerschaft Amfetamin ausgesetzt waren, können Entzugserscheinungen entwickeln (Zittern, Reizbarkeit, starke Anspannung der Muskeln) [1]. Laut Fachinformation sollte Lisdexamfetamin in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risiko für das ungeborene Kind rechtfertigt [2]. Embryotox, das Beratungszentrum der Charité, empfiehlt, die Verordnung in der Schwangerschaft kritisch zu prüfen. Ist das Absetzen mit einer eindeutigen und alltagsrelevanten Verschlechterung der ADHS verbunden, ist die Anwendung laut Embryotox in allen Phasen der Schwangerschaft akzeptabel. Nach einer Behandlung bis zur Geburt muss laut Embryotox mit Anpassungsstörungen beim Neugeborenen gerechnet werden; die Entbindung sollte daher in einer Klinik mit Neugeborenenmedizin erfolgen. Embryotox bietet eine kostenlose Beratung an [3]. Mehr dazu: Medikamente in der Schwangerschaft.
Stillzeit: Während der Einnahme dürfen Sie laut Packungsbeilage nicht stillen; Abbauprodukte von Lisdexamfetamin können in die Muttermilch übergehen [1]. Embryotox beurteilt das Stillen unter Lisdexamfetamin, insbesondere in höheren Dosierungen, kritisch; allenfalls bei niedrig dosierter alleiniger Behandlung und guter Beobachtung des Kindes hält es Stillen unter Vorbehalt für akzeptabel [3].
Operation: Einen Hinweis, Lisdexamfetamin vor einer Operation abzusetzen, enthalten Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Die Packungsbeilage nennt Arzneimittel, die im Rahmen von Operationen angewendet werden, zum Beispiel Schmerzmittel, und bittet bei solchen Mitteln um Rücksprache mit Ärztin, Arzt oder Apotheke [1]. Laut Fachinformation verstärken Amfetamine die schmerzlindernde Wirkung starker Schmerzmittel (Narkoanalgetika) [2]. Fragen Sie vor einer geplanten Operation Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Mehr dazu: Medikamente vor der OP.
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben
Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie laut Packungsbeilage nicht die doppelte Menge ein, sondern warten bis zum nächsten Tag. Vermeiden Sie wegen möglicher Schlafstörungen die Einnahme am Nachmittag [1]. Laut Fachinformation kann die Anwendung am nächsten Tag wieder aufgenommen werden [2].
Was Sie tun können
Diese Fragen können Sie in das Gespräch mitnehmen; weitere sammeln Sie mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch:
- Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Behandlung zu beenden oder für eine Weile auszusetzen?
- Wird die Dosis vorher verringert, und wie lange dauert das?
- Woran erkenne ich, dass die ADHS-Beschwerden zurückkehren, und wann soll ich mich melden?
- Welche Kontrollen sind während einer behandlungsfreien Zeit und danach geplant?
- Was gilt, wenn ich schwanger werden möchte oder schwanger bin?
Notieren Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch, wann sich die Dosis ändert oder die Behandlung ruht und wie sich Konzentration, Stimmung, Appetit und Schlaf entwickeln.
Übrige Kapseln: Bewahren Sie Lisdexamfetamin laut Packungsbeilage an einem sicheren Ort auf, zu dem andere Personen keinen Zugang haben; es kann Menschen, denen es nicht verordnet wurde, schwerwiegende Schäden zufügen. Geben Sie es nicht an andere weiter, auch wenn diese scheinbar ähnliche Beschwerden haben [1]. Laut Fachinformation sollen Behandelte und Betreuungspersonen zur ordnungsgemäßen Aufbewahrung und Entsorgung nicht verwendeter Arzneimittel angewiesen werden, um eine Zweckentfremdung zu verhindern, etwa durch Freunde und Verwandte [2]. Die Checkliste für Patientinnen, Patienten und Betreuungspersonen nennt das regelmäßige Zählen der Kapseln als Weg, sicherzustellen, dass niemand anderes sie einnimmt [5]. Entsorgen Sie Arzneimittel nie über Toilette oder Waschbecken und fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie Sie sie entsorgen [1]. Mehr dazu: Medikamente entsorgen.
Nebenwirkung melden: Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können sie auch direkt dem BfArM melden [1]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Mehr dazu: Medikamente absetzen und Lisdexamfetamin und Alkohol.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Herz: Treten unter der Behandlung Symptome wie Brustschmerzen bei Belastung, eine unklare kurze Bewusstlosigkeit (Synkope) oder andere Zeichen einer Herzerkrankung auf, sollte laut Fachinformation umgehend das Herz untersucht werden [2]. Starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung ein Fall für die Notrufnummer 112 [13]. Weitere Nummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Treten Beschwerden auf, wenn die Praxen geschlossen sind, und kann die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten, hilft laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [13]. Die Zeichen, bei denen Sie laut Packungsbeilage sofort oder umgehend ärztliche Hilfe brauchen, zeigt die Übersicht:
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lisdexamfetamin-ratiopharm 20 mg bis 70 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Lisdexamfetamin-ratiopharm Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Lisdexamfetamin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Anlage III, Eintrag Lisdexamfetamin. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
- Checkliste zur sicheren Anwendung für Patientinnen/Patienten und Betreuungspersonen, Lisdexamfetamin (behördlich beauflagtes Schulungsmaterial, mit dem BfArM abgestimmt). ratiopharm GmbH. Stand 06/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Checkliste 2 zur Verringerung von Arzneimittel- und Anwendungsrisiken für Ärztinnen und Ärzte: Checkliste zur laufenden Therapieüberwachung, Lisdexamfetamin, Version 2 (behördlich beauflagtes Schulungsmaterial, mit dem BfArM abgestimmt). ratiopharm GmbH. Stand 06/2024. abgerufen am 16.10.2026
- Was kann Kindern und Jugendlichen mit ADHS helfen?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 04.05.2022. abgerufen am 16.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 16.10.2026
Häufige Fragen
Kann ich Lisdexamfetamin einfach absetzen?
Wird die Einnahme abgebrochen, können laut Packungsbeilage die ADHS-Symptome wieder auftreten. Die Packungsbeilage bittet außerdem, die Einnahme nicht ohne vorherige Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt und nicht eigenmächtig abrupt abzubrechen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Welche Symptome können beim Absetzen von Lisdexamfetamin auftreten?
Die Packungsbeilage nennt das Wiederauftreten der ADHS-Symptome. Die Fachinformation erwähnt Berichte über Entzugssymptome wie Müdigkeit und Depressionen im Abschnitt über Missbrauch und Abhängigkeit, direkt nach den Angaben zum Missbrauch von Amfetaminen; ob sie auch nach dem Absetzen einer verordneten Behandlung auftreten, sagt sie nicht. Weitere Absetzbeschwerden nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht.
Muss Lisdexamfetamin ausgeschlichen werden?
Ein Schema mit Schritten oder eine Dauer für das Absetzen nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Die Fachinformation sieht eine Verringerung der Dosis vor, wenn sich die Symptome paradox verschlimmern oder andere unzumutbare unerwünschte Ereignisse auftreten. Ob und wie die Dosis bei Ihnen verringert wird, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Darf ich Lisdexamfetamin am Wochenende oder in den Ferien weglassen?
Pausen am Wochenende erwähnen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Wird Lisdexamfetamin länger als ein Jahr eingenommen, sollte laut Packungsbeilage die Ärztin oder der Arzt die Behandlung für kurze Zeit absetzen, zum Beispiel in den Ferien. Laut Fachinformation legt die Ärztin oder der Arzt dafür behandlungsfreie Zeitabschnitte ein, vorzugsweise während der Schulferien oder arbeitsfreier Zeit. Eine Pause legen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt fest.
Muss Lisdexamfetamin vor einer Operation abgesetzt werden?
Einen Hinweis, Lisdexamfetamin vor einer Operation abzusetzen, enthalten Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Die Packungsbeilage nennt Arzneimittel, die im Rahmen von Operationen angewendet werden, zum Beispiel Schmerzmittel, und bittet bei solchen Mitteln um Rücksprache mit Ärztin, Arzt oder Apotheke. Laut Fachinformation verstärken Amfetamine die schmerzlindernde Wirkung starker Schmerzmittel (Narkoanalgetika). Fragen Sie vor einer geplanten Operation Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Lisdexamfetamin in der Schwangerschaft absetzen?
In der Schwangerschaft dürfen Sie Lisdexamfetamin laut Packungsbeilage nur nach ausdrücklicher Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes anwenden. Embryotox empfiehlt, die Verordnung in der Schwangerschaft kritisch zu prüfen. Ist das Absetzen mit einer eindeutigen und alltagsrelevanten Verschlechterung der ADHS verbunden, ist die Anwendung laut Embryotox in allen Phasen der Schwangerschaft akzeptabel. Embryotox bietet eine kostenlose Beratung an.
Nehme ich nach dem Absetzen von Lisdexamfetamin wieder zu?
Packungsbeilage und Fachinformation nennen verminderten Appetit und Gewichtsabnahme als Nebenwirkungen während der Behandlung. Was nach dem Absetzen mit Appetit und Gewicht geschieht, beschreiben sie nicht. Während der Behandlung kontrolliert die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage regelmäßig Appetit und Gewicht.
Was mache ich nach dem Absetzen mit übrigen Kapseln?
Bewahren Sie Lisdexamfetamin laut Packungsbeilage an einem sicheren Ort auf, zu dem andere keinen Zugang haben, und geben Sie es nicht an andere weiter. Entsorgen Sie Arzneimittel nie über Toilette oder Waschbecken und fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie Sie sie entsorgen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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