MedikamenteDetailfrage
Ramipril absetzen
Ein plötzliches Absetzen von Ramipril führt laut Fachinformation nicht zu einem schnellen, übermäßigen Blutdruckanstieg (Rebound); ein Schema zum Ausschleichen nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Bei einer Herzschwäche mit verringerter Pumpleistung sollen die Medikamente, die die Prognose verbessern, laut Nationaler VersorgungsLeitlinie auch bei Besserung weder reduziert noch abgesetzt werden, sofern keine Unverträglichkeit oder Gegenanzeige besteht. Ob Ramipril vor einer Operation, bei Kinderwunsch oder wegen Reizhusten pausiert oder umgestellt wird, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Laut Fachinformation führt ein plötzliches Absetzen von Ramipril nicht zu einem schnellen, übermäßigen Blutdruckanstieg (Rebound) [2]. Einen Abschnitt zum Abbrechen der Einnahme enthält die Packungsbeilage von Ramipril-ratiopharm nicht; sie verlangt, das Arzneimittel immer genau nach Absprache mit der Ärztin, dem Arzt oder der Apotheke einzunehmen [1].
Was beim Beenden zu bedenken ist, hängt davon ab, wofür Sie Ramipril nehmen: gegen Bluthochdruck oder Herzschwäche, nach einem Herzinfarkt, zum Schutz von Herz und Gefäßen oder der Nieren [1].
Was Packungsbeilage und Fachinformation zum Absetzen sagen
Die Fachinformation sieht vor, die Behandlung einschleichend zu beginnen und die Dosis schrittweise zu steigern; Schritte oder Zeiträume für das Beenden nennt sie nicht [2].
Wann die Behandlung beendet, unterbrochen oder umgestellt wird
In diesen Situationen sehen Packungsbeilage und Fachinformation vor, die Behandlung zu beenden, zu unterbrechen oder umzustellen [1, 2]:
- Schwellungen und schwere Hautreaktionen: Bei Schwellungen von Gesicht, Lippen oder Rachen, die das Schlucken oder Atmen erschweren, und bei schweren Hautreaktionen mit Rötung, Blasen oder Ablösung der Haut brechen Sie die Einnahme laut Packungsbeilage umgehend ab und wenden sich unverzüglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Bei einem Angioödem wird laut Fachinformation sofort eine Notfallbehandlung eingeleitet; Betroffene werden mindestens 12 bis 24 Stunden beobachtet [2]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.
- Schwangerschaft: Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern laut Fachinformation unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine andere Behandlung zu beginnen [2]. Werden Sie während der Einnahme schwanger, informieren Sie laut Packungsbeilage sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].
- Nach einem Herzinfarkt mit Herzschwäche: Lässt sich die Dosis in der Anfangsphase nicht wie vorgesehen steigern, muss die Behandlung laut Fachinformation abgebrochen werden [2].
- Hyposensibilisierung: Unter ACE-Hemmern steigen Wahrscheinlichkeit und Schweregrad einer Anaphylaxie, also einer schweren allergischen Reaktion, auf Insektengift. Vor einer Hyposensibilisierung, etwa gegen Bienen- oder Wespengift, sollte laut Fachinformation ein vorübergehendes Absetzen erwogen werden [1, 2].
- Bestimmte Formen der Blutwäsche: Bei einer Dialyse mit bestimmten High-Flux-Membranen oder einer LDL-Apherese mit Dextransulfat darf Ramipril wegen des Risikos schwerer allergieähnlicher Reaktionen nicht angewendet werden; laut Fachinformation sollte dann eine andere Membran oder ein Blutdrucksenker aus einer anderen Gruppe erwogen werden [2].
- Umstellung auf Sacubitril/Valsartan: Wegen des erhöhten Risikos für Angioödeme dürfen die beiden Mittel nicht zusammen eingenommen werden. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Ramipril beginnen; für den Wechsel in die umgekehrte Richtung gilt dieselbe Frist [2, 12].
Vor einer Operation
Erhalten Sie bei einer Operation oder beim Zahnarzt ein Betäubungsmittel, kann es laut Packungsbeilage nötig sein, die Behandlung einen Tag vorher zu unterbrechen; fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat [1]. Die Fachinformation empfiehlt, die Behandlung mit ACE-Hemmern wie Ramipril möglichst einen Tag vor einer Operation abzubrechen. Menschen mit größeren Eingriffen oder Narkosen mit blutdrucksenkenden Mitteln zählt sie zu den Gruppen mit hohem Risiko für einen plötzlichen, ausgeprägten Blutdruckabfall [2].
Die gemeinsame Empfehlung der Deutschen Gesellschaften für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), für Chirurgie (DGCH) und für Innere Medizin (DGIM) von 2024 nennt den OP-Tag: ACE-Hemmer und Sartane sollten am Tag der Operation pausiert werden (Empfehlungsgrad B). Nimmt jemand sie gegen Bluthochdruck, gilt das für den Morgen der Operation; bei einer schon bestehenden Funktionsstörung der linken Herzkammer sollten sie dagegen weitergegeben werden. Bei Eingriffen mit niedrigem Risiko, kurzer Dauer und geringen Flüssigkeitsverschiebungen kann es sinnvoll sein, die Behandlung unabhängig vom Anwendungsgebiet fortzuführen; das entscheidet das Behandlungsteam im Einzelfall [13].
Welche Regel für Sie gilt, legt das Behandlungsteam fest; fragen Sie rechtzeitig vor dem Eingriff nach [1, 13]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente vor der OP.
Bei niedrigem Blutdruck
Ein zu niedriger Blutdruck, besonders beim Stehen oder plötzlichen Aufstehen, und Ohnmacht gehören laut Packungsbeilage zu den häufigen Nebenwirkungen, die bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen können [1]. Bei einem ungewöhnlich niedrigen oder schwankenden Blutdruck darf Ramipril nicht eingenommen werden; ob das zutrifft, beurteilt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt [1, 2]. Gerade bei älteren und gebrechlichen Menschen kann laut IQWiG das Risiko für Stürze zunehmen, wenn der Blutdruck zu stark gesenkt wird oder Nebenwirkungen wie Benommenheit auftreten [14]. Messen Sie niedrige Werte oder wird Ihnen beim Aufstehen schwindelig, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; sie oder er beurteilt, ob die Behandlung angepasst wird. Mehr dazu: Niedriger Blutdruck und Schwindel.
Welche Beschwerden beim Absetzen auftreten können
Packungsbeilage und Fachinformation von Ramipril nennen keine Beschwerden, die durch das Absetzen selbst entstehen [1, 2]. Die Fachinformation hält fest, dass der Blutdruck nach einem plötzlichen Absetzen nicht schnell und übermäßig ansteigt [2].
Der Blutdruck
Ob und wie stark der Blutdruck nach dem Absetzen wieder steigt, geben Packungsbeilage und Fachinformation nicht an [1, 2]. Ein erhöhter Blutdruck ist laut IQWiG meistens nicht zu spüren. Nur wenn er extrem hoch ist, löst er manchmal Beschwerden wie Schwindel und Sehstörungen aus; das kann ein Notfall sein [15].
Kopfschmerzen und Schwindel
Kopfschmerzen und Schwindel führen Packungsbeilage und Fachinformation als häufige Nebenwirkungen während der Einnahme, Schwindel vor allem zu Beginn und nach einer Dosiserhöhung; als Folge des Absetzens beschreiben sie beides nicht [1, 2]. Für die Befragung bei Bluthochdruck nennt die NVL Hypertonie unter anderem Kopfschmerz, Schwindel und eine Verschlechterung des Sehens als aktuelle Beschwerden [11]. Laut IQWiG kann es auch bloßer Zufall sein, wenn man nach der Einnahme eines Blutdrucksenkers zum Beispiel Kopfschmerzen bekommt [14].
Reizhusten
Trockener Reizhusten gehört zu den häufigen Nebenwirkungen von Ramipril [1, 2]. Laut Fachinformation ist der Husten durch ACE-Hemmer typischerweise ohne Auswurf, hält an und klingt nach dem Ende der Behandlung ab; wie lange das dauert, gibt sie nicht an. Bei der Abklärung eines Hustens sollten Ärztinnen und Ärzte einen ACE-Hemmer als Ursache berücksichtigen [2]. Laut IQWiG gehört es zur Abklärung eines ungeklärten chronischen Hustens, einen ACE-Hemmer für einige Zeit wegzulassen und zu beobachten, ob die Beschwerden abnehmen [16]. Ob und wie das geschieht, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Laut NVL Chronische Herzinsuffizienz kann Husten auch andere Ursachen haben, nämlich Wasser in der Lunge (Lungenödem) oder Erkrankungen der Bronchien und der Lunge; diese sollten abgeklärt werden [12]. Kurzatmigkeit oder Husten können laut Packungsbeilage Zeichen einer Lungenerkrankung sein; informieren Sie dann umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Mehr dazu: Reizhusten durch Medikamente.
Herzschwäche
Laut NVL Chronische Herzinsuffizienz gibt es aus indirekten Daten Hinweise auf kurzfristige negative Folgen, wenn die Medikamente abgesetzt werden, die bei Herzschwäche die Prognose verbessern [12].
Wie Ärztinnen und Ärzte beim Absetzen vorgehen

Packungsbeilage und Fachinformation nennen für Ramipril kein festes Vorgehen zum Ausschleichen, weder Schritte noch Zeiträume [1, 2].
Bluthochdruck: Ziele gemeinsam festlegen und überprüfen
Laut NVL Hypertonie sollen Patientinnen, Patienten und Behandelnde zu Beginn und wiederholt im Verlauf gemeinsam individuelle Therapieziele vereinbaren (starke Empfehlung). Als ideal sieht die Leitlinie einen Blutdruck unter 140/90 mmHg. Je nach Alter, Lebenserwartung, Herz-Kreislauf-Risiko, Nebenwirkungen, Zahl der Medikamente, eigenen Vorlieben und weiteren Umständen kann der vereinbarte Zielwert zwischen 120/70 und 160/90 mmHg liegen; die Werte beziehen sich auf Messungen in der Praxis. Den niedrigsten Wert von 120/70 mmHg sieht die Leitlinie nur im Ausnahmefall vor; negative Effekte nehmen dann zu [11].
Nach jeder Änderung der Behandlung sollte der Erfolg laut NVL nach 4 bis 6 Wochen kontrolliert werden. Bevorzugt wird dafür zu Hause gemessen: ab sieben Tage vor dem Kontrolltermin zweimal morgens und zweimal abends, bestätigt durch eine Messung in der Praxis [11].
Bei Herzschwäche
Bei einer Herzschwäche mit verringerter Pumpleistung zählt die NVL Chronische Herzinsuffizienz ACE-Hemmer zu den Medikamenten, die die Prognose verbessern. Haben sich Beschwerden oder Pumpleistung unter der Behandlung gebessert, sollen diese Medikamente laut Leitlinie weder reduziert noch abgesetzt werden, sofern keine Unverträglichkeit oder Gegenanzeige besteht (starke Empfehlung). Änderungen am Dosierungsschema und das Absetzen können laut Leitlinie mit einer schlechteren Prognose verbunden sein [12].
Zugleich soll die Ärztin oder der Arzt bei Herzschwäche regelmäßig prüfen, ob alle Medikamente noch nötig sind. Besteht für ein Medikament keine Indikation mehr, soll es laut Leitlinie abgesetzt werden [12].
Bei Reizhusten oder Unverträglichkeit
Für Sartane sieht die NVL Hypertonie ein günstigeres Nebenwirkungsprofil als für ACE-Hemmer, insbesondere bei Husten und Angioödemen [11]. Bei Herzschwäche gelten Sartane laut NVL Chronische Herzinsuffizienz als Mittel der zweiten Wahl, wenn ACE-Hemmer nicht vertragen werden [12]. Wer ein blutdrucksenkendes Mittel wirklich nicht verträgt, kann es laut IQWiG mit einem anderen Wirkstoff versuchen [14]. Ob ein Wechsel infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Mehr zur Gruppe: Sartane und ACE-Hemmer.
Kinderwunsch und Schwangerschaft
ACE-Hemmer werden laut NVL Hypertonie bei geplanter Schwangerschaft nicht eingesetzt [11]. Laut Packungsbeilage sollte vor einer geplanten Schwangerschaft ein Wechsel auf eine besser verträgliche Behandlung erwogen werden [1]. Die vereinbarte Blutdruckmedikation soll laut NVL trotz Kinderwunsch aber nicht ohne ärztliche Absprache abgesetzt oder verringert werden (starke Empfehlung); ein eigenmächtiges Ändern oder Absetzen kann die Blutdruckeinstellung vor der Schwangerschaft negativ beeinflussen [11].
Nach einer versehentlichen Einnahme in der Frühschwangerschaft sollte laut Embryotox auf einen risikoärmeren Blutdrucksenker umgestellt werden; eine weiterführende Ultraschalluntersuchung kann angeboten werden. Nach der 20. Schwangerschaftswoche muss die Behandlung laut Embryotox umgehend beendet und umgestellt werden. Nach dem Absetzen können sich Zeichen einer Schädigung des Kindes (Fetopathie) zurückbilden, erkennbar daran, dass sich die Fruchtwassermenge normalisiert [3]. Besser geeignete Alternativen sind laut Embryotox, abhängig vom Anwendungsgebiet, bei Bluthochdruck ohne weitere Begleiterkrankungen zum Beispiel Metoprolol oder Alpha-Methyldopa, insbesondere im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel auch Nifedipin [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Embryotox bietet eine individuelle Beratung an [3]. Mehr dazu: Medikamente in der Schwangerschaft.
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben
Haben Sie eine Dosis vergessen, nehmen Sie laut Packungsbeilage die nächste Dosis zum nächsten planmäßigen Zeitpunkt. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein [1].
Was Sie tun können
Diese Fragen helfen beim Gespräch:
- Wofür nehme ich Ramipril, und welches Ziel für meinen Blutdruck haben wir vereinbart?
- Kommt mein Husten wahrscheinlich von Ramipril, und wie klären wir das?
- Muss ich Ramipril vor meiner Operation, einer Hyposensibilisierung oder einer Blutwäsche pausieren, und ab wann nehme ich es wieder?
- Wie oft soll ich nach einer Änderung meinen Blutdruck messen, und wann ist der nächste Kontrolltermin?
- Bei welchen Werten oder Beschwerden soll ich mich sofort melden?
- Ich plane eine Schwangerschaft: Wann und worauf wird meine Behandlung umgestellt?
Haben Sie Ramipril bereits selbst abgesetzt oder nicht regelmäßig genommen, zum Beispiel wegen störender Nebenwirkungen, sollten Sie das laut IQWiG offen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen. Dann lässt sich gemeinsam überlegen, ob eine neue Dosis oder ein anderes Mittel infrage kommt [14].
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente absetzen; zu einem Wirkstoff aus der Gruppe der Sartane gibt es die Seite Candesartan absetzen.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Sehr hoher Blutdruck: Liegt der Blutdruck über 180/110 mmHg, ohne dass akute Beschwerden hinzukommen (hypertensive Entgleisung), sollte laut NVL Hypertonie nach etwa 30 Minuten Ruhe erneut gemessen werden. Steigt der Blutdruck akut stark an, oft über 180/110 mmHg, und kommen akute Beschwerden hinzu, etwa Atemnot in Ruhe oder der Verdacht auf einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt (hypertensiver Notfall), soll umgehend eine Einweisung ins Krankenhaus erfolgen [11].
Notruf 112: Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot sowie starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung Fälle für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112. Sind Sie nicht lebensbedrohlich erkrankt, können aber nicht bis zur nächsten Sprechzeit warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [17]. Weitere Nummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ramipril-ratiopharm 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Ramipril-ratiopharm Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2023. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Ramipril. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Risikoinformation: ACE-Hemmer-haltige Arzneimittel, Epinephrin/Adrenalin möglicherweise unwirksam bei durch ACE-Hemmer ausgelöstem Angioödem. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 28.05.2026. abgerufen am 16.10.2026
- Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie, Langfassung, Version 1.0 (AWMF-Register-Nr. nvl-009), Empfehlungen 4-1, 5-1, 5-2, 7-10, 7-11 bis 7-14, Tabellen 5, 8 und 13. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF. Stand Version 1.0, 29.06.2023 (gültig bis 29.06.2028). abgerufen am 16.10.2026
- Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz, Langfassung, Version 4.0 (AWMF-Register-Nr. nvl-006), Kapitel 6 Medikamentöse Therapie, Empfehlungen 6-25 und 6-26, Tabelle 16, Abschnitte zu ACE-Hemmern, Sartanen und Sacubitril/Valsartan. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF. Stand Version 4.0, 12.12.2023 (Kapitel 6 gültig bis 12.12.2028). abgerufen am 16.10.2026
- Leitlinie Präoperative Evaluation erwachsener Patientinnen und Patienten vor elektiven, nicht herz-thorax-chirurgischen Eingriffen. Gemeinsame Empfehlung der DGAI, DGCH und DGIM (Anästh Intensivmed 2024;65:240-270), Abschnitt C.1.4 und Empfehlung E48. Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Deutsche Gesellschaft für Chirurgie, Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin. Stand 05/2024. abgerufen am 16.10.2026
- Mit welchen Medikamenten wird Bluthochdruck behandelt?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 22.05.2024. abgerufen am 16.10.2026
- Bluthochdruck (Hypertonie). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 22.05.2024. abgerufen am 16.10.2026
- Ungeklärter chronischer Husten. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 18.02.2026. abgerufen am 16.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 16.10.2026
Häufige Fragen
Kann ich Ramipril einfach absetzen?
Einen Abschnitt zum Abbrechen der Einnahme enthält die Packungsbeilage nicht; sie verlangt, Ramipril immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke einzunehmen. Laut Fachinformation führt ein plötzliches Absetzen nicht zu einem schnellen, übermäßigen Blutdruckanstieg. Ob die Behandlung noch nötig ist, hängt aber davon ab, wofür Sie Ramipril nehmen, etwa gegen Bluthochdruck oder Herzschwäche. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Muss ich Ramipril ausschleichen?
Ein Schema zum Ausschleichen nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Die Fachinformation beschreibt nur, dass die Behandlung einschleichend begonnen wird, und hält fest, dass ein plötzliches Absetzen nicht zu einem schnellen, übermäßigen Blutdruckanstieg (Rebound) führt. Ob Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die Dosis schrittweise verringert, Ramipril beendet oder auf ein anderes Mittel umstellt, hängt vom Anwendungsgebiet und Ihren Blutdruckwerten ab.
Muss ich Ramipril vor einer OP absetzen?
Das legt das Behandlungsteam fest. Laut Packungsbeilage kann es nötig sein, Ramipril einen Tag vor einer Betäubung bei einer Operation oder beim Zahnarzt zu unterbrechen; die Fachinformation empfiehlt, die Behandlung mit ACE-Hemmern möglichst einen Tag vor einer Operation abzubrechen. Nach der gemeinsamen Empfehlung von DGAI, DGCH und DGIM aus dem Jahr 2024 sollten ACE-Hemmer und Sartane am OP-Tag pausiert werden (Empfehlungsgrad B); bei einer schon bestehenden Funktionsstörung der linken Herzkammer sollten sie dagegen weitergegeben werden. Fragen Sie rechtzeitig vor dem Eingriff nach.
Geht der Reizhusten nach dem Absetzen von Ramipril weg?
Laut Fachinformation ist der Husten durch ACE-Hemmer typischerweise trocken, hält an und klingt nach dem Ende der Behandlung ab. Wie lange das dauert, gibt sie nicht an. Husten kann auch andere Ursachen haben, etwa eine Lungenerkrankung oder Wasser in der Lunge; Kurzatmigkeit oder Husten sollen Sie laut Packungsbeilage umgehend ärztlich melden. Ob Ramipril zur Abklärung weggelassen oder gewechselt wird, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Was tun bei niedrigem Blutdruck unter Ramipril?
Ein zu niedriger Blutdruck, besonders beim Aufstehen, gehört laut Packungsbeilage zu den häufigen Nebenwirkungen. Bei einem ungewöhnlich niedrigen oder schwankenden Blutdruck darf Ramipril nicht eingenommen werden; das beurteilt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Ist Ihnen schwindelig, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen keine Maschinen. Notieren Sie Ihre Werte und besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob die Behandlung angepasst wird.
Welche Symptome können nach dem Absetzen von Ramipril auftreten?
Packungsbeilage und Fachinformation beschreiben keine Absetzerscheinungen. Ein erhöhter Blutdruck ist laut IQWiG meistens nicht zu spüren; nur wenn er extrem hoch ist, löst er manchmal Schwindel oder Sehstörungen aus, und das kann ein Notfall sein. Bei einer Herzschwäche können Änderungen am Dosierungsschema und das Absetzen der Medikamente laut Nationaler VersorgungsLeitlinie mit einer schlechteren Prognose verbunden sein.
Bekomme ich Kopfschmerzen, wenn ich Ramipril absetze?
Als Folge des Absetzens nennen Packungsbeilage und Fachinformation Kopfschmerzen nicht. Sie führen Kopfschmerzen als häufige Nebenwirkung während der Einnahme. Für die Befragung bei Bluthochdruck nennt die Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie unter anderem Kopfschmerz als aktuelle Beschwerde. Halten Sie Beschwerden und, wenn Sie zu Hause messen, Ihre Blutdruckwerte fest und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
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Krankheiten ThromboseBei einer Thrombose verstopft ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß, meist eine Vene im Bein.