Ratgeber

Medikamente nach Indien mitnehmen

Wer Betäubungsmittel oder psychotrope Stoffe für die eigene Behandlung nach Indien mitnehmen möchte, kann laut indischem Finanzministerium (Department of Revenue) lange vor der Abreise beim Narcotics Commissioner eine Genehmigung beantragen und die Mittel danach mitbringen; Stoffe aus Schedule I der NDPS Rules sind in Indien verboten. Zu den psychotropen Stoffen zählt das indische Betäubungsmittelgesetz zum Beispiel Diazepam, Zolpidem, Methylphenidat und Tramadol. Allgemein rät das Auswärtige Amt, sich die Notwendigkeit von Medikamenten gegebenenfalls ärztlich auf Englisch bescheinigen zu lassen; eine Höchstmenge und eine Pflicht, Medikamente beim indischen Zoll anzugeben, nennen Finanzministerium und Auswärtiges Amt nicht, dazu gibt die Botschaft von Indien Auskunft (Stand der Abfrage Oktober 2026).

Paar Anfang fünfzig mit hellblondem und grau meliertem Haar in leichten Leinenhemden und Sonnenhüten geht auf einem schmalen Weg durch eine grüne Teeplantage an sanften Hügeln
Bild: KI-generiert

Wer Betäubungsmittel oder psychotrope Stoffe für die eigene Behandlung nach Indien mitnehmen möchte, kann laut indischem Finanzministerium (Department of Revenue) lange vor der Abreise beim Narcotics Commissioner eine Genehmigung beantragen; nach der Genehmigung dürfen Reisende die Mittel mitbringen [1]. Stoffe aus Schedule I der Betäubungsmittelverordnung (NDPS Rules, 1985) sind in Indien verboten [1]. Allgemein rät das Auswärtige Amt, regelmäßig einzunehmende Medikamente mitzunehmen und sich die Notwendigkeit für die Einreise gegebenenfalls ärztlich auf Englisch bescheinigen zu lassen [5].

Einreise- und Zollbestimmungen können sich laut Auswärtigem Amt kurzfristig ändern; rechtsverbindliche Informationen erhalten Sie nur bei den Vertretungen des Reiselandes [5]. Lassen Sie sich vor der Reise bestätigen, was für Ihre Medikamente gilt, bei der Botschaft von Indien in Berlin oder beim Narcotics Commissioner [1, 5]. Die Angaben dieser Seite haben den Stand der Abfrage Oktober 2026. Was allgemein für Reisen mit Medikamenten gilt, erklärt der Ratgeber Medikamente ins Ausland mitnehmen.

Was gilt: die Regeln im Überblick

Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe regelt in Indien das Betäubungsmittelgesetz (Narcotic Drugs and Psychotropic Substances Act, 1985, kurz NDPS Act) mit der zugehörigen Verordnung [1, 3].

Medikamente nach Indien: Regeln laut amtlichen Quellen (Stand Oktober 2026)
RegelWas giltQuelle
Eigene MedikamenteReiseapotheke und regelmäßig einzunehmende Medikamente mitnehmen; die Notwendigkeit gegebenenfalls ärztlich auf Englisch bescheinigen lassenAuswärtiges Amt [5]
Menge und Angabe beim ZollEine Höchstmenge für Medikamente zum eigenen Gebrauch und eine Pflicht, Medikamente beim indischen Zoll anzugeben, nennen Finanzministerium und Auswärtiges Amt nicht; Auskunft gibt die Botschaft von IndienDepartment of Revenue [1]; Auswärtiges Amt [5, 9]
Betäubungsmittel und psychotrope StoffeReisende können lange vor der Abreise eine Genehmigung des Narcotics Commissioner beantragen; dem Antrag sollten das Rezept und weitere Unterlagen beiliegen; nach der Genehmigung dürfen sie die Mittel mitbringenDepartment of Revenue [1]
Psychotrope Stoffe (Beispiele)Unter anderem Alprazolam, Diazepam, Lorazepam, Zolpidem, Methylphenidat, Tramadol und BuprenorphinListe nach dem NDPS Act, Central Bureau of Narcotics [3]
Verbotene StoffeBetäubungsmittel und psychotrope Stoffe aus Schedule I der NDPS Rules, darunter Cannabis (Hemp) und HeroinDepartment of Revenue [1]; Schedule I [4]
Angaben beim INCBIndien hat dem Internationalen Suchtstoffkontrollamt keine Regeln für Reisende gemeldetINCB [6]
Rückreise nach DeutschlandArzneimittel in einer dem üblichen persönlichen Bedarf entsprechenden Menge, in der Regel höchstens für drei Monate je Arzneimittel; für Betäubungsmittel gelten Besonderheiten§ 73 Abs. 2 Nr. 6 Arzneimittelgesetz [12]; Bundesgesundheitsministerium [11]

Eigene Medikamente mitnehmen

Das Auswärtige Amt rät für Indien, eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mitzunehmen und sich für die Einreise gegebenenfalls die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen zu lassen [5]. Medikamente sollten im besten Fall in der Originalpackung bleiben, und der Beipackzettel sollte mit, gegebenenfalls abfotografiert [10]. Eine Höchstmenge für Medikamente zum eigenen Gebrauch und eine Pflicht, Medikamente beim indischen Zoll anzugeben, nennen weder das indische Finanzministerium auf seiner Seite für Reisende noch das Auswärtige Amt [1, 5]; die Informationsseiten des indischen Zolls waren für uns nicht abrufbar. Ob für Ihre Menge oder Ihr Medikament etwas Besonderes gilt und ob Sie Medikamente angeben müssen, klären Sie vor der Reise mit der Botschaft von Indien; nur dort erhalten Sie laut Auswärtigem Amt rechtsverbindliche Auskünfte [5, 9].

Was in die Reiseapotheke gehört, erklärt der Ratgeber Reiseapotheke.

Verbotene und genehmigungspflichtige Mittel

Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe, die in Schedule I der NDPS Rules stehen, sind in Indien laut Finanzministerium verboten [1]. In Schedule I stehen bei den Betäubungsmitteln unter anderem Kokablatt, Cannabis (Hemp) und Heroin sowie eine Reihe psychotroper Stoffe wie Methaqualon [4]. Das Finanzministerium weist darauf hin, dass Reisende für ihre Behandlung auch Mittel brauchen können, die in Indien verboten sind [1].

Genehmigung des Narcotics Commissioner

Wer ein Betäubungsmittel oder einen psychotropen Stoff nach Indien mitbringen möchte, kann laut Finanzministerium lange vor der Abreise beim Narcotics Commissioner eine Genehmigung für die Einfuhr beantragen [1]. Dem Antrag sollten das Rezept und weitere einschlägige Unterlagen beiliegen; nach der Genehmigung dürfen Reisende die Mittel mitbringen [1]. Der Narcotics Commissioner leitet das Central Bureau of Narcotics mit Sitz in Gwalior [2]. Formulare, Fristen oder Gebühren für Reisende nennt das Finanzministerium auf seiner Informationsseite nicht [1]; fragen Sie danach bei der Behörde oder der Botschaft.

Welche Mittel als psychotrope Stoffe gelten

Die Liste der psychotropen Stoffe im Anhang des NDPS Act veröffentlicht das Central Bureau of Narcotics (Ausgabe 2025) [3]. Sie nennt unter anderem die Beruhigungs- und Schlafmittel Alprazolam, Diazepam, Lorazepam und Zolpidem, das ADHS-Mittel Methylphenidat sowie die Schmerzmittel Buprenorphin und Tramadol; Tramadol wurde laut Liste 2018 aufgenommen [3]. Die Liste führt die Stoffe unter ihren internationalen Wirkstoffnamen (International non-proprietary names) [3]. Ob Ihr Medikament einen dieser Stoffe enthält, klären Sie mit der Ärztin oder dem Arzt, die oder der es verschrieben hat. Für Betäubungsmittel (narcotic drugs) gilt dasselbe Genehmigungsverfahren [1].

Reisen mit Betäubungsmitteln

Die Bescheinigung nach Artikel 75 des Schengener Durchführungsübereinkommens gilt nur für Reisen in Schengen-Staaten; Indien gehört nicht dazu [7]. Für andere Länder empfiehlt die Bundesopiumstelle des BfArM eine mehrsprachige ärztliche Bescheinigung nach dem Leitfaden des Internationalen Suchtstoffkontrollamts (INCB) mit Angaben zu Einzel- und Tagesdosierungen, Wirkstoff und Reisedauer, beglaubigt von der obersten Landesgesundheitsbehörde oder einer von ihr beauftragten Stelle; der Leitfaden sieht eine Reisedauer von höchstens 30 Tagen vor [7]. Einige Staaten verlangen laut BfArM zusätzlich eine Importgenehmigung, begrenzen die Menge oder untersagen bestimmte Betäubungsmittel ganz [7]. In Indien können Reisende laut Finanzministerium eine Genehmigung des Narcotics Commissioner beantragen [1]. Formular und beglaubigende Stellen in Deutschland erklärt der Ratgeber Medikamente im Handgepäck.

In der Übersicht des INCB, in der Staaten ihre Regeln für Reisende mit kontrollierten Stoffen melden, steht bei Indien, dass das Land noch keine Angaben gemacht hat [6]. Das INCB empfiehlt Reisenden, sich an die Botschaft oder das Konsulat des Reiselandes oder an die zuständige nationale Behörde zu wenden [6]. Ist die Mitnahme nicht möglich, sollte laut BfArM geprüft werden, ob das Mittel oder ein gleichwertiges Produkt im Reiseland verfügbar ist und dort ärztlich verschrieben werden kann [7].

Medizinisches Cannabis

Medizinisches Cannabis ist in Deutschland seit dem 1. April 2024 kein Betäubungsmittel mehr; laut BfArM wird für Reisen in der Regel trotzdem eine beglaubigte Reisebescheinigung benötigt, und einige Länder beschränken die Mitnahme oder untersagen sie ganz [8]. In Indien steht Cannabis (Hemp) in Schedule I der NDPS Rules [4], deren Stoffe laut Finanzministerium verboten sind [1]. Das BfArM empfiehlt dringend, die Bestimmungen des Reiselandes vor Reiseantritt zu klären [8]. Mehr: Medizinisches Cannabis.

Welche Unterlagen helfen

Frau Ende dreißig mit langem rotblondem Haar in einer luftigen türkisfarbenen Bluse legt in einem hellen Schlafzimmer ein Leinenkleid und einen Sonnenhut in einen geöffneten Koffer, daneben ein Kulturbeutel
Bild: KI-generiert
  • Genehmigung für Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe: die Genehmigung des Narcotics Commissioner, wenn Sie sie beantragt haben; dem Antrag sollten das Rezept und weitere Unterlagen beiliegen [1].
  • Ärztliche Bescheinigung auf Englisch: Das Auswärtige Amt rät, sich für die Einreise nach Indien gegebenenfalls die Notwendigkeit der Medikamente ärztlich auf Englisch bescheinigen zu lassen [5]. Wer auf eine große Menge Medikamente oder auf Betäubungsmittel angewiesen ist, sollte ein aktuelles Attest dabeihaben; es kann bei einer Zollkontrolle Missverständnisse vermeiden [9].
  • Kopien und Originalpackung: Das Auswärtige Amt rät zu Kopien wichtiger Unterlagen wie Arztbrief und Atteste, gegebenenfalls zu Verschreibungskopien, und zur Originalpackung mit Beipackzettel; eine Übersetzung in die Landessprache kann sinnvoll sein [10].
  • Bescheinigung für Betäubungsmittel nach deutschem Recht: wie im Abschnitt Reisen mit Betäubungsmitteln beschrieben [7].

Eine Übersicht Ihrer Medikamente mit Wirkstoffnamen erstellt das Werkzeug Medikationsplan.

Lagerung im Reiseland

Von April bis Juni herrscht in Indien laut Auswärtigem Amt eine heiße Trockenzeit, von Juli bis September ist Hauptmonsunzeit [5]. Wie Ihr Medikament aufzubewahren ist, steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats. Was bei warmem Wetter zu beachten ist, erklärt der Ratgeber Medikamente bei Hitze; Beispiele für Lagerhinweise unterwegs stehen im Ratgeber Medikamente im Handgepäck.

Rückreise nach Deutschland

Bei der Einreise nach Deutschland gilt das Verbringungsverbot nicht für Arzneimittel, die in einer dem üblichen persönlichen Bedarf entsprechenden Menge eingebracht werden (§ 73 Abs. 2 Nr. 6 AMG) [12]. Als üblicher persönlicher Bedarf gilt laut Bundesgesundheitsministerium in der Regel ein Bedarf von höchstens drei Monaten unter Berücksichtigung der Dosierungsempfehlung; eine Zulassung in Deutschland ist dafür nicht nötig [11]. Für Betäubungsmittel gelten Besonderheiten [11]. Gefälschte Arzneimittel dürfen nicht nach Deutschland gebracht werden, auch nicht als Reisebedarf (§ 73 Abs. 1b AMG) [11, 12].

Checkliste vor der Reise

  1. Wirkstoffe einordnen Steht ein Wirkstoff in der Liste der psychotropen Stoffe oder ist er ein Betäubungsmittel? Fragen Sie die verschreibende Arztpraxis; die Liste veröffentlicht das Central Bureau of Narcotics [3].
  2. Genehmigung klären Für Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe können Reisende laut Finanzministerium lange vor der Abreise beim Narcotics Commissioner eine Genehmigung beantragen; dem Antrag sollten das Rezept und weitere Unterlagen beiliegen [1].
  3. Bescheinigungen besorgen Ärztliche Bescheinigung auf Englisch über die Notwendigkeit; für Betäubungsmittel nach deutschem Recht zusätzlich die vom BfArM empfohlene beglaubigte Bescheinigung [5, 7].
  4. Unterlagen einpacken Genehmigung, Bescheinigungen, Kopien von Arztbrief und Verschreibungen, Medikamente in der Originalpackung mit Beipackzettel [1, 10].
  5. Bei Fragen die Botschaft fragen Rechtsverbindliche Auskünfte, etwa zur Menge oder zur Angabe beim Zoll, gibt laut Auswärtigem Amt nur die Vertretung des Reiselandes [5, 9].
  6. Rückreise bedenken Zurück nach Deutschland dürfen Sie laut Bundesgesundheitsministerium Arzneimittel für den üblichen persönlichen Bedarf mitbringen, in der Regel höchstens für drei Monate; gefälschte Arzneimittel sind davon ausgenommen [11, 12].

Ihre persönliche Liste stellen Sie mit der Reise-Checkliste Medikamente zusammen.

Welche Nebenwirkungen die Impfstoffe gegen Hepatitis A und Tollwut laut Fachinformation haben, steht auf den Seiten Hepatitis-A-Impfung und Tollwut-Impfung.

Wo Sie die Regeln bestätigen lassen

  • Narcotics Commissioner (Central Bureau of Narcotics): zuständig für die Genehmigung von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen für Reisende; das Verfahren beschreibt das indische Finanzministerium auf der Seite International travellers requiring NDPS for medical use (Englisch) [1, 2].
  • Botschaft von Indien in Deutschland: Rechtsverbindliche Auskünfte zu den Einreise- und Zollbestimmungen geben laut Auswärtigem Amt nur die Vertretungen des Reiselandes; die Website der Botschaft in Berlin nennt die Kontaktwege [5, 9].
  • Auswärtiges Amt: die Reise- und Sicherheitshinweise für Indien mit den Abschnitten Einreise und Zoll und Medizinische Versorgung [5].

Ob eine Regel in Ihrem Fall gilt, klären für die Einreise die Botschaft von Indien und der Narcotics Commissioner, bei der deutschen Bescheinigung für Betäubungsmittel Ihre Arztpraxis zusammen mit der beglaubigenden Landesbehörde [1, 5, 7].

Stand und Änderungen

Geprüft am 18.10.2026 an den unten genannten Quellen. Die Liste der psychotropen Stoffe trägt die Ausgabe 2025, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts den Stand 18. Oktober 2026 [3, 5]. Die Regeln können sich kurzfristig ändern; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben der indischen Behörden [5].

Quellen

  1. Behörde International travellers requiring NDPS for medical use (Reisende, die Betäubungsmittel oder psychotrope Stoffe zur medizinischen Behandlung brauchen). Department of Revenue, Ministry of Finance, Government of India (indisches Finanzministerium). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  2. Behörde Central Bureau of Narcotics (CBN). Department of Revenue, Ministry of Finance, Government of India (indisches Finanzministerium). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  3. Behörde The Schedule: List of Psychotropic Substances (Anhang zum Narcotic Drugs and Psychotropic Substances Act, 1985). Central Bureau of Narcotics, Government of India. Stand Ausgabe 2025 (NDPS Act and Rules, 1985, 2025 Edition). abgerufen am 18.10.2026
  4. Behörde Schedule I (rules 53 and 64), The Narcotic Drugs and Psychotropic Substances Rules, 1985. Central Bureau of Narcotics, Government of India. Stand Fassung mit Änderungen bis G.S.R. 215(E) vom 13.03.2019. abgerufen am 18.10.2026
  5. Behörde Indien: Reise- und Sicherheitshinweise (Abschnitte Natur und Klima, Einreise und Zoll, Medizinische Versorgung). Auswärtiges Amt. Stand 18.10.2026 (unverändert gültig seit 14.10.2026). abgerufen am 18.10.2026
  6. Behörde Regulations by Country: Country Regulations for Travellers Carrying Medicines Containing Controlled Substances (Übersicht, Eintrag India). International Narcotics Control Board (INCB, Internationales Suchtstoffkontrollamt). Stand LAST UPDATE 02.05.2025. abgerufen am 18.10.2026
  7. Behörde Reisen mit Betäubungsmitteln. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bundesopiumstelle. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  8. Behörde Reisen mit medizinischem Cannabis. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bundesopiumstelle. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  9. Behörde Ich bin bei meiner Reise ins Ausland auf die Mitnahme von Medikamenten angewiesen. Muss ich besondere Zollvorschriften beachten?. Auswärtiges Amt. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  10. Behörde Reisemedizinische Vorsorge (Abschnitt Reiseapotheke). Auswärtiges Amt. Stand 12.10.2023. abgerufen am 18.10.2026
  11. Behörde Einfuhr von Arzneimitteln bei der Einreise nach Deutschland. Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Stand 02.12.2025. abgerufen am 18.10.2026
  12. Behörde § 73 Arzneimittelgesetz (AMG): Verbringungsverbot (Absätze 1b und 2 Nummer 6). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, gesetze-im-internet.de. Stand AMG zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 4 G v. 12.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 143); Änderung durch Art. 6 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 18.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente darf ich nach Indien mitnehmen?

Das Auswärtige Amt rät, eine Reiseapotheke und regelmäßig einzunehmende Medikamente mitzunehmen und sich die Notwendigkeit für die Einreise gegebenenfalls ärztlich auf Englisch bescheinigen zu lassen. Für Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe gilt laut indischem Finanzministerium ein eigenes Verfahren: Reisende können lange vor der Abreise eine Genehmigung des Narcotics Commissioner beantragen. Eine Höchstmenge für Medikamente zum eigenen Gebrauch und eine Pflicht, Medikamente beim Zoll anzugeben, nennen Finanzministerium und Auswärtiges Amt nicht; klären Sie das vor der Reise mit der Botschaft von Indien.

Brauche ich für Beruhigungs- oder Schlafmittel eine Genehmigung?

Alprazolam, Diazepam, Lorazepam und Zolpidem stehen in der Liste der psychotropen Stoffe des indischen Betäubungsmittelgesetzes (NDPS Act), die das Central Bureau of Narcotics veröffentlicht. Für psychotrope Stoffe können Reisende laut Finanzministerium lange vor der Abreise eine Genehmigung des Narcotics Commissioner beantragen und die Mittel nach der Genehmigung mitbringen. Ob Ihr Medikament einen solchen Stoff enthält, klären Sie mit Ihrer Arztpraxis.

Darf ich Tramadol nach Indien mitnehmen?

Tramadol steht seit 2018 in der Liste der psychotropen Stoffe des indischen Betäubungsmittelgesetzes. Für psychotrope Stoffe können Reisende laut indischem Finanzministerium lange vor der Abreise eine Genehmigung des Narcotics Commissioner beantragen; dem Antrag sollten das Rezept und weitere Unterlagen beiliegen. Nach der Genehmigung dürfen sie die Mittel mitbringen.

Darf ich ADHS-Medikamente nach Indien mitnehmen?

Methylphenidat steht in der Liste der psychotropen Stoffe des indischen Betäubungsmittelgesetzes. Für solche Stoffe können Reisende laut indischem Finanzministerium lange vor der Abreise eine Genehmigung des Narcotics Commissioner beantragen. Zu anderen ADHS-Wirkstoffen klären Sie mit Ihrer Arztpraxis und der Behörde, ob sie unter das Gesetz fallen.

Darf ich medizinisches Cannabis nach Indien mitnehmen?

Cannabis (Hemp) steht in Schedule I der indischen NDPS Rules; Stoffe aus Schedule I sind laut Finanzministerium in Indien verboten. Das Finanzministerium weist darauf hin, dass Reisende auch Mittel brauchen können, die in Indien verboten sind, und nennt für jedes Betäubungsmittel und jeden psychotropen Stoff die Möglichkeit, lange vor der Abreise eine Genehmigung des Narcotics Commissioner zu beantragen. Das BfArM empfiehlt dringend, die Bestimmungen des Reiselandes vor Reiseantritt zu klären.

Wo beantrage ich die Genehmigung für Indien?

Beim Narcotics Commissioner, der laut indischem Finanzministerium das Central Bureau of Narcotics in Gwalior leitet. Den Antrag können Reisende laut Finanzministerium lange vor der Abreise stellen; ihm sollten das Rezept und weitere Unterlagen beiliegen. Für Betäubungsmittel empfiehlt das BfArM zusätzlich eine mehrsprachige, beglaubigte ärztliche Bescheinigung.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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