MedikamenteDetailfrage
Zopiclon absetzen
Zopiclon sollte nicht plötzlich abgesetzt werden: Packungsbeilage und Fachinformation empfehlen, die Behandlung in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt durch eine schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden. Schon nach einer kürzeren Behandlung können die Schlafstörungen bei plötzlichem Beenden vorübergehend verstärkt zurückkehren (Rebound-Schlaflosigkeit); hat sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt, wird ein plötzlicher Abbruch von Entzugserscheinungen begleitet, in schweren Fällen laut Fachinformation auch von Halluzinationen oder epileptischen Anfällen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Zopiclon sollte nicht plötzlich abgesetzt werden. Laut Packungsbeilage unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen. Empfohlen wird, die Behandlung durch eine schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden, weil das Risiko für Entzugs- und Absetzerscheinungen nach plötzlichem Beenden höher ist, besonders nach einer längeren Behandlung [1, 2].
Zopiclon ist ein Schlafmittel für die Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen bei Erwachsenen, und zwar nur bei Schlafstörungen von klinisch bedeutsamem Schweregrad [1, 2]. Die Fachinformation zählt es zu den mit Benzodiazepinen verwandten Arzneimitteln [2]. Wirkung, alle Nebenwirkungen und die Einnahme beschreibt die Seite Zopiclon.
Was Packungsbeilage und Fachinformation zum Absetzen sagen
Zopiclon ist laut Packungsbeilage nicht für die langfristige Anwendung gedacht. Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein und einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht übersteigen; die Dauer legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1]. Eine Verlängerung darüber hinaus sollte nicht ohne erneute ärztliche Beurteilung erfolgen, weil das Risiko für Missbrauch und Abhängigkeit mit der Dauer der Behandlung steigt. In bestimmten Fällen kann laut Fachinformation eine längere Behandlung erforderlich sein [1, 2].
Laut Fachinformation ist es angebracht, dass die Ärztin oder der Arzt schon zu Beginn der Behandlung über die begrenzte Dauer informiert und die allmähliche Verringerung der Dosis genau erklärt. Wichtig ist laut Fachinformation auch, auf mögliche Rebound-Erscheinungen hinzuweisen; das kann die Angst vor solchen Beschwerden verringern, falls sie beim Absetzen auftreten [2]. Bei Einhaltung der Empfehlungen zu Dosierung und Anwendungsdauer ist das Risiko für Entzugs- oder Rebound-Erscheinungen laut Fachinformation gering [2].
Nach wiederholter Einnahme von Schlafmitteln über wenige Wochen kann die Wirkung nachlassen (Toleranz). Bei Zopiclon zeigte sich das bei einer Behandlung unter 4 Wochen laut Fachinformation nicht in bemerkenswertem Ausmaß [1, 2].
Wann die Behandlung sofort endet
Zopiclon kann schon nach der ersten Einnahme dazu führen, dass Sie schlafwandeln oder im Schlaf andere ungewöhnliche Dinge tun, ohne vollständig wach zu sein, zum Beispiel Auto fahren, essen, telefonieren oder Geschlechtsverkehr haben. Am nächsten Morgen erinnern Sie sich womöglich nicht daran. Bemerken Sie so etwas, brechen Sie die Behandlung laut Packungsbeilage sofort ab und wenden sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.
Bei sogenannten paradoxen Reaktionen wie Unruhe, gesteigertem Bewegungsdrang, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Aggressivität, Wut, Albträumen, Sinnestäuschungen, Psychosen oder auffälligem Verhalten sollte die Ärztin oder der Arzt die Behandlung beenden. Sie kommen laut Packungsbeilage in Einzelfällen vor, meist bei älteren Menschen [1, 2].
Welche Beschwerden beim Absetzen auftreten können
Rebound-Schlaflosigkeit
Auch wenn eine kürzere Behandlung plötzlich beendet wird, kann es laut Packungsbeilage vorübergehend zu Absetzerscheinungen kommen: Die Beschwerden, wegen derer Sie Zopiclon nehmen, können in verstärkter Form wieder auftreten. Als Begleitreaktionen sind Stimmungswechsel, Angstzustände und Unruhe möglich [1]. Die Fachinformation spricht von Rebound-Schlaflosigkeit [2]. Mehr dazu: Schlafstörungen als Nebenwirkung und Unruhe und Angst.
Laut Fachinformation gibt es außerdem Anzeichen dafür, dass es bei Schlaf- und Beruhigungsmitteln schon innerhalb des Abstands zwischen zwei Einnahmen zu Entzugserscheinungen kommen kann, besonders bei hoher Dosierung [2].
Entzugserscheinungen bei körperlicher Abhängigkeit
Zopiclon kann zu Missbrauch und zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen. Das Risiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist größer, wenn Zopiclon länger als 4 Wochen angewendet wird. Größer ist es auch bei seelischen Erkrankungen und nach Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch in der Vorgeschichte [1]. Hat sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt, wird ein plötzlicher Abbruch der Behandlung laut Packungsbeilage von Entzugserscheinungen begleitet [1]:
- Kopfschmerzen und Muskelschmerzen
- Herzklopfen oder Herzrasen
- außergewöhnliche Angst, Spannungszustände und innere Unruhe
- gesteigerter Bewegungsdrang und Albträume
- Verwirrtheit und Reizbarkeit
In schweren Fällen können laut Packungsbeilage außerdem Realitätsverlust, Persönlichkeitsstörungen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und körperlichem Kontakt, Taubheit und Kribbeln in Armen und Beinen, ein beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), ein Delirium und Sinnestäuschungen auftreten. In sehr seltenen Fällen kann es zu epileptischen Anfällen kommen [1]. Die Fachinformation nennt epileptische Anfälle unter den Beschwerden schwerer Fälle [2]. Mehr dazu: Krampfanfälle und Abhängigkeit und Entzug.
Wie häufig Absetz- und Entzugserscheinungen sind, lässt sich nicht abschätzen: Packungsbeilage und Fachinformation führen Abhängigkeit und Absetzerscheinungen unter den Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit [1, 2]. Wie lange sie anhalten, geben beide nicht an [1, 2].
Rebound oder eine andere Ursache?
Ob die Schlafstörung nach dem Absetzen als Rebound zurückkehrt oder eine andere Ursache hat, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Vor einer Behandlung mit Zopiclon sollten die Ursachen der Schlafstörung laut Packungsbeilage abgeklärt und zunächst behandelt werden. Bessert sich der Schlaf nach 7 bis 14 Tagen Behandlung nicht, sucht die Ärztin oder der Arzt mit weiteren Untersuchungen nach den Ursachen [1]. Da Schlaflosigkeit als Anzeichen einer Depression auftreten kann, sollte die Behandlung mit Zopiclon bei anhaltender Schlaflosigkeit laut Fachinformation neu bewertet werden [2]. Mehr zu den Krankheitsbildern: Schlafstörungen und Depression.
Wie Ärztinnen und Ärzte beim Absetzen vorgehen

Ein Schema mit einzelnen Schritten enthalten Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2]. Wie das Absetzen bei Ihnen aussieht, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Für Benzodiazepine und Z-Substanzen wie Zopiclon verweist der Leitfaden "Schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit von Medikamenten" auf die "5-K-Regel" der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Eine ihrer Regeln lautet: kein abruptes Absetzen. Den Leitfaden gibt die Bundesärztekammer zusammen mit der AkdÄ heraus; ihr Vorstand hat ihn am 02.05.2022 beschlossen [11]. Danach bestimmt die Ärztin oder der Arzt Präparat, Dosis, Dauer und Uhrzeit der Einnahme und auch das Ende der Behandlung. Wurde ein solches Mittel im Krankenhaus begonnen, sollten die Ärztinnen und Ärzte der Klinik es rechtzeitig vor der Entlassung absetzen oder im Entlassbrief ausdrücklich auf das geplante Ende hinweisen [11].
Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist es bei Z-Substanzen sinnvoll, schon vor der Behandlung zu besprechen, wie es danach weitergehen soll [13]. Um eine längere Einnahme zu beenden, ist die Arztpraxis laut IQWiG die erste Anlaufstelle. Gewöhnlich wird ein Plan für das Absetzen erstellt, der sich nach Art und Dosierung des Mittels, der Dauer der Einnahme und den persönlichen Umständen richtet. Psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung kann dabei helfen [12].
Wenn eine Abhängigkeit besteht
Bei einer Abhängigkeit von Benzodiazepinen oder Z-Substanzen kann laut Bundesärztekammer bei den meisten Betroffenen ambulant ausgeschlichen werden. Das geschieht langsam und schrittweise, begleitet von suchttherapeutischer Unterstützung und einer anderen Behandlung der Beschwerden, die zur Einnahme geführt haben [11]. Der Leitfaden rät davon ab und sieht einen Grund für eine Entzugsbehandlung im Krankenhaus [11],
- wenn früher epileptische Anfälle oder Delirien aufgetreten sind oder ein erhöhtes Risiko für diese Entzugskomplikationen besteht,
- wenn das ambulante Ausschleichen nicht zuverlässig gelingt oder schon gescheitert ist,
- wenn keine ausreichend verlässlichen Absprachen möglich sind oder kein ausreichendes Vertrauen besteht, dass die besprochene Verringerung der Dosis und das Ende der Einnahme auch umgesetzt werden.
Bei älteren Menschen können die Folgen einer längeren Einnahme laut IQWiG besonders schwer wiegen, zum Beispiel eine verringerte Denkleistung oder ein höheres Sturzrisiko; ein behutsames Absetzen ist dann besonders wichtig [12]. Hinfallen nennt die Packungsbeilage als seltene Nebenwirkung von Zopiclon, vorwiegend bei älteren Menschen [1]. Mehr dazu: Medikamente im Alter.
Schwangerschaft
Möchte eine Frau schwanger werden oder vermutet sie eine Schwangerschaft, sollte sie laut Fachinformation ihre Ärztin oder ihren Arzt kontaktieren, um über ein Beenden der Behandlung zu sprechen [2]. In der Schwangerschaft wird die Einnahme laut Packungsbeilage nicht empfohlen. Nach regelmäßiger Einnahme im späteren Verlauf der Schwangerschaft kann das Baby eine körperliche Abhängigkeit entwickeln und ein gewisses Risiko für Entzugserscheinungen wie Unruhe oder Zittern haben; es sollte dann nach der Geburt sorgfältig überwacht werden [1]. Laut Embryotox, dem Beratungszentrum der Charité, sollte die Notwendigkeit von Zopiclon kritisch geprüft werden; gegebenenfalls ist eine kurzzeitige Anwendung in der Schwangerschaft akzeptabel. Besonders in den Wochen vor der Entbindung oder wenn ein Schlafmittel längerfristig nötig ist, sollten laut Embryotox jedoch besser geeignete Mittel ohne Abhängigkeitspotenzial bevorzugt werden [3]. Welche Mittel Embryotox je nach Grunderkrankung nennt, steht auf der Seite Zopiclon. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben
Holen Sie eine versäumte Dosis laut Packungsbeilage nicht nach, sondern setzen Sie die Einnahme wie verordnet fort. Nehmen Sie in derselben Nacht keine weitere Dosis [1].
Was Sie tun können
Diese Fragen können Sie in das Gespräch mitnehmen (weitere Vorschläge: Fragen fürs Arztgespräch):
- Wie lange soll ich Zopiclon insgesamt nehmen, und wann beginnt die Absetzphase?
- In welchen Schritten verringern wir die Dosis?
- Woran erkenne ich eine Rebound-Schlaflosigkeit, und wann soll ich mich melden?
- Was ist die Ursache meiner Schlafstörung, und wie wird sie behandelt?
- Welche Hilfe ohne Schlafmittel kommt für mich infrage?
- Nehme ich andere Mittel, die das Absetzen beeinflussen?
Notieren Sie während des Absetzens im Nebenwirkungs-Tagebuch, wann sich die Dosis ändert, wie Sie schlafen und welche Beschwerden auftreten.
Wenn Sie befürchten, abhängig zu sein: Wer das Gefühl hat, den Konsum nicht mehr im Griff zu haben, kann sich laut IQWiG auch an eine Suchtberatungsstelle wenden [12]. Selbsthilfegruppen und Suchtberatungen können laut gesund.bund.de helfen, einen schädlichen Konsum oder eine Abhängigkeit zu erkennen. Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie über das Online-Portal der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) [14].
Übrige Tabletten: Zopiclon wurde Ihnen persönlich verschrieben; geben Sie es laut Packungsbeilage nicht an andere weiter. Entsorgen Sie Reste nicht über Toilette oder Waschbecken, sondern fragen Sie in Ihrer Apotheke nach [1]. Mehr dazu: Medikamente entsorgen.
Nebenwirkung melden: Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Mehr dazu: Medikamente absetzen, Beruhigungs- und Schlafmittel und Lorazepam absetzen.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Krampfanfall: Hat sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt, können beim plötzlichen Abbruch laut Fachinformation in schweren Fällen epileptische Anfälle auftreten [2]. Akute und anhaltende Krampfanfälle sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung ein Fall für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [15].
Delirium und Sinnestäuschungen: In schweren Fällen von Entzugserscheinungen sind laut Packungsbeilage ein Delirium und Sinnestäuschungen möglich [1]. Bemerken Sie beim Absetzen Anzeichen dafür, wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Bewusstlosigkeit oder eine erhebliche Bewusstseinstrübung ist laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung ein Fall für die Notrufnummer 112 [15]. Weitere Nummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Sind Sie nicht lebensbedrohlich erkrankt, können aber nicht bis zur nächsten Sprechzeit warten, hilft laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [15].
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Zopiclon-ratiopharm 7,5 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2023. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Zopiclon-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Zopiclon. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Zopiclon. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
- Leitfaden "Schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit von Medikamenten", Abschnitt Benzodiazepine und Benzodiazepinanaloga (Z-Substanzen). Bundesärztekammer in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Stand 02.05.2022 (Beschluss des Vorstands der Bundesärztekammer). abgerufen am 16.10.2026
- Schlafstörung: Schlaf- und Beruhigungsmittel absetzen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 03.07.2024. abgerufen am 16.10.2026
- Schlafstörung: Behandlung mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 03.07.2024. abgerufen am 16.10.2026
- Behörde Medikamentenmissbrauch und Medikamentenabhängigkeit (geprüft durch die DGPPN). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 03.09.2025. abgerufen am 16.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 16.10.2026
Häufige Fragen
Kann ich Zopiclon einfach absetzen?
Nicht ohne Rücksprache. Laut Packungsbeilage sollen Sie die Einnahme weder unterbrechen noch beenden, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen. Nach einem plötzlichen Ende ist das Risiko für Entzugs- und Absetzerscheinungen höher, besonders nach einer längeren Behandlung; deshalb wird empfohlen, die Dosis schrittweise zu verringern. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Gibt es einen Plan zum Absetzen von Zopiclon?
Packungsbeilage und Fachinformation enthalten kein Schema mit einzelnen Schritten. Laut Fachinformation ist es angebracht, dass Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen schon zu Beginn der Behandlung die allmähliche Verringerung der Dosis genau erklärt. Laut IQWiG richtet sich ein Plan für das Absetzen nach Art und Dosierung des Mittels, der Dauer der Einnahme und Ihren persönlichen Umständen.
Wie schnell kann man Zopiclon absetzen?
Eine Geschwindigkeit nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein und einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht übersteigen. Wie schnell die Dosis bei Ihnen verringert wird, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Welche Symptome kann das Absetzen von Zopiclon machen?
Bei plötzlichem Beenden können die Schlafstörungen vorübergehend verstärkt zurückkehren, möglicherweise begleitet von Stimmungswechseln, Angstzuständen und Unruhe. Hat sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt, sind laut Packungsbeilage zum Beispiel Kopfschmerzen, Herzklopfen oder Herzrasen, Muskelschmerzen, außergewöhnliche Angst, innere Unruhe, Albträume, Verwirrtheit und Reizbarkeit möglich, in schweren Fällen auch Realitätsverlust, Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen, Delirium und Sinnestäuschungen. Laut Fachinformation können in schweren Fällen auch epileptische Anfälle auftreten.
Wie lange dauern Absetzerscheinungen bei Zopiclon?
Eine Dauer nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Die Packungsbeilage beschreibt die Absetzerscheinungen nach dem plötzlichen Beenden einer kürzeren Behandlung als vorübergehend. Halten Schlafstörungen oder andere Beschwerden an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Macht Zopiclon auch bei kurzer Einnahme abhängig?
Zopiclon kann zu Missbrauch und zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen. Laut Packungsbeilage steigt das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist größer, wenn Zopiclon länger als 4 Wochen angewendet wird. Bei Einhaltung der Empfehlungen zu Dosierung und Anwendungsdauer ist das Risiko für Entzugs- oder Rebound-Erscheinungen laut Fachinformation gering.
Was tun, wenn ich nach dem Absetzen wieder nicht schlafen kann?
Eine vorübergehend verstärkte Schlaflosigkeit nach dem Absetzen ist laut Packungsbeilage möglich. Laut Fachinformation soll Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie auf solche Rebound-Erscheinungen vorbereiten, weil das die Angst davor verringern kann. Hält die Schlaflosigkeit an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Schlaflosigkeit kann laut Fachinformation auch als Anzeichen einer Depression auftreten.
Wann wird Zopiclon sofort abgesetzt?
Wenn Sie schlafwandeln oder im Schlaf andere ungewöhnliche Dinge tun, zum Beispiel Auto fahren, essen, telefonieren oder Geschlechtsverkehr haben, ohne vollständig wach zu sein. Dann brechen Sie die Behandlung laut Packungsbeilage sofort ab und wenden sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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