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Mundgeruch durch Medikamente
Mundgeruch (Halitosis) nennen die Packungsbeilagen zum Beispiel bei Topiramat und Mycophenolsäure als gelegentliche, bei Duloxetin und Melatonin als seltene Nebenwirkung. Auch ein trockener Mund, etwa durch bestimmte Medikamente, kann laut gesund.bund.de zu anhaltendem Mundgeruch führen. Sprechen Sie anhaltenden Mundgeruch in der Praxis an. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Mundgeruch, in der Fachsprache Halitosis, ist laut gesund.bund.de ein stark riechender Atem, den andere als unangenehm wahrnehmen; man selbst bemerkt ihn oft nicht [1]. In den Packungsbeilagen einiger Medikamente steht er als mögliche Nebenwirkung, zum Beispiel bei Topiramat, Mycophenolsäure, Duloxetin und Melatonin [2, 4, 5, 7]. Außerdem kann ein trockener Mund, der etwa durch die Einnahme bestimmter Medikamente bedingt ist, laut gesund.bund.de zu anhaltendem Mundgeruch führen [1].
Welche Medikamente Mundgeruch auslösen können
Die Beispiele stammen aus Packungsbeilagen und Fachinformationen. Jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht.
- Topiramat: Das Mittel aus der Gruppe der Antiepileptika wird laut Packungsbeilage zur Behandlung der Epilepsie und bei Erwachsenen zur Vorbeugung von Migränekopfschmerzen angewendet [2]. Mundgeruch ist dort als gelegentlich eingestuft (bis zu 1 von 100 Behandelten), in einer Reihe mit Zahnfleischbluten, erhöhter Speichelproduktion und Sabbern; Mundtrockenheit ist häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten) [2, 3]. Mehr dazu: Antiepileptika.
- Mycophenolsäure: Das Mittel gehört laut Packungsbeilage zu den Immunsuppressiva, die die körpereigenen Abwehrmechanismen verringern; es wird angewendet, um die Abstoßung einer transplantierten Niere zu verhindern [4]. Als gelegentlich (bis zu 1 von 100 Behandelten) nennt die Packungsbeilage unter anderem schlechten Atem, Aufstoßen, ein Lippengeschwür, eine Verfärbung der Zunge, einen trockenen Mund und eine Zahnfleischentzündung [4].
- Duloxetin: Das Mittel erhöht laut Packungsbeilage die Spiegel von Serotonin und Noradrenalin im Nervensystem und wird bei Erwachsenen bei depressiven Erkrankungen, bei generalisierter Angststörung und bei Schmerzen durch eine diabetische Nervenschädigung (Neuropathie) angewendet [5]. Mundgeruch ist dort als selten eingestuft (bis zu 1 von 1.000 Behandelten), Mundtrockenheit dagegen als sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten) [5, 6]. Mehr dazu: Antidepressiva.
- Melatonin: Die Retardtabletten werden laut Packungsbeilage für die kurzzeitige Behandlung einer primären Schlaflosigkeit (Insomnie) bei Menschen ab 55 Jahren angewendet; "primär" bedeutet, dass die Schlaflosigkeit nicht auf eine bekannte medizinische, psychiatrische oder umgebungsbedingte Ursache zurückgeht [7]. Mundgeruch nennt die Packungsbeilage als selten, Mundtrockenheit als gelegentlich [7, 8]. Mehr dazu: Beruhigungs- und Schlafmittel.
Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Mundgeruch nennt:
| Wirkstoff | Häufigkeit | Angabe in der Produktinformation |
|---|---|---|
| Mycophenolsäure | Gelegentlich | Aufstoßen, schlechter Atem, Lippengeschwür, Sodbrennen, Zungenverfärbung, trockener Mund, Zahnfleischentzündung und Verschluss der Speicheldrüsen |
| Topiramat | Gelegentlich | Zahnfleischbluten, vermehrter Speichel, Sabbern, Mundgeruch |
| Duloxetin | Selten | Mundgeruch |
| Melatonin | Selten | Mundgeruch |
Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (4 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Mundgeruch als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (1 Wirkstoff)
Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.
| Wirkstoff | Angabe in der Produktinformation | Häufigkeit dieser Nebenwirkung |
|---|---|---|
| Dapagliflozin | Diabetische Ketoazidose bei Typ-2-Diabetes (erhöhte Konzentration von Ketonkörpern in Urin oder Blut), unabhängig vom Blutzuckerspiegel möglich, also auch bei normalem Blutzucker; Anzeichen sind Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen, übermäßiger Durst,… | Selten |
Ein trockener Mund kann laut gesund.bund.de zu anhaltendem Mundgeruch führen [1]. Welche Medikamente den Mund trocken machen können, zeigt die Seite Mundtrockenheit durch Medikamente. Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Einen süßlichen Geruch des Atems nennen die Packungsbeilagen der SGLT2-Hemmer Empagliflozin und Dapagliflozin, die unter anderem bei Typ-2-Diabetes angewendet werden, als mögliches Anzeichen einer Ketoazidose [9, 10]. Das ist eine schwerwiegende, manchmal lebensbedrohliche Komplikation durch eine erhöhte Konzentration von Ketonkörpern in Urin oder Blut [9, 10]. Bei Empagliflozin ist die Ketoazidose laut Packungsbeilage gelegentlich, bei Dapagliflozin bei Menschen mit Typ-2-Diabetes selten [9, 10]. Was dann zu tun ist, steht im Abschnitt "Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen".
Woran Sie Mundgeruch durch ein Medikament erkennen
Viele Menschen merken selbst nicht, dass sie Mundgeruch haben; oft machen andere sie darauf aufmerksam [1]. Morgendlicher Mundgeruch ist laut gesund.bund.de normal und verschwindet in der Regel, sobald man die Zähne putzt, Wasser trinkt oder etwas isst [1]. Auch Zigaretten, Alkohol oder intensiv riechende Lebensmittel wie Knoblauch können vorübergehend zu Mundgeruch führen [1].
Ob ein Medikament beteiligt ist, beurteilt die Ärztin oder der Arzt. Um die Ursache eines anhaltenden Mundgeruchs zu finden, fragen Ärztinnen und Ärzte laut gesund.bund.de nach den Essgewohnheiten, der täglichen Mund- und Zahnpflege, Vorerkrankungen und zahnärztlichen Behandlungen und nach der Einnahme von Medikamenten; außerdem untersuchen sie den Mundraum, insbesondere Zähne, Zunge und Zahnfleisch, sowie Rachen, Nasenhöhlen und obere Atemwege [1]. Bei Duloxetin, Topiramat, Mycophenolsäure und Melatonin nennen die Packungsbeilagen neben Mundgeruch auch Mundtrockenheit [2, 4, 5, 7]. Ob Ihr Mittel Mundgeruch oder Mundtrockenheit auslösen kann, lesen Sie in Abschnitt 4 der Packungsbeilage nach [2, 5].
Warum Medikamente Mundgeruch auslösen können
Im Mund leben Bakterien, die Nahrungsbestandteile aufschließen. Dabei entstehen laut gesund.bund.de schlecht riechende Stoffwechselprodukte wie schwefelhaltige Gase, die über die Atemluft entweichen [1]. Nachts ist der Speichelfluss relativ gering; das fördert die Bildung von Belag auf Zähnen und Zunge und ist der Grund für den Mundgeruch nach dem Aufwachen [1]. Zu den Gründen, die häufig zu anhaltendem Mundgeruch führen, zählt gesund.bund.de auch einen trockenen Mund, bedingt etwa durch die Einnahme bestimmter Medikamente [1].
Was Sie tun können

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Duloxetin sollen Sie laut Packungsbeilage nicht ohne ärztlichen Rat beenden, auch wenn Sie sich besser fühlen; soll es abgesetzt werden, verringert die Ärztin oder der Arzt die Dosis langsam über mindestens 2 Wochen [5]. Topiramat sollen Sie nicht abbrechen, es sei denn, die Ärztin oder der Arzt fordert Sie dazu auf; Ihre Beschwerden können zurückkehren [2]. Hören Sie mit Mycophenolsäure auf, kann sich laut Packungsbeilage das Risiko erhöhen, dass Ihr Körper die transplantierte Niere abstößt [4]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.
Mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen. Sprechen Sie anhaltenden Mundgeruch oder einen trockenen Mund in der Praxis an und nennen Sie alle Mittel, die Sie einnehmen. Bei Melatonin zählt Mundgeruch laut Packungsbeilage zu den nicht schwerwiegenden Nebenwirkungen, bei denen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt kontaktieren oder aufsuchen sollen [7]. Liegen Erkrankungen vor, die den Mundgeruch verursachen, sollten diese laut gesund.bund.de behandelt werden; dazu kann, wenn möglich, das Absetzen von Medikamenten gehören, deren Einnahme zu einem trockenen Mund führt [1]. Ob das bei Ihnen infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Mund- und Zahnpflege. Lässt sich keine Ursache für den Mundgeruch finden, helfen laut gesund.bund.de meist einige Veränderungen im Lebensstil und bei der Mundpflege [1]:
- zuckerfreien Kaugummi kauen, um den Speichelfluss anzuregen [1]
- ausreichend trinken, am besten Wasser, und möglichst wenig Alkohol und Kaffee [1]
- die Zähne sorgfältig pflegen und täglich die Zahnzwischenräume reinigen [1]
- die Zunge sanft reinigen, vor allem im hinteren Bereich [1]
Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei Nebenwirkungen, die dort nicht angegeben sind; Sie können sie zudem direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [5]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Wer Empagliflozin oder Dapagliflozin einnimmt, soll sich laut Packungsbeilage umgehend an eine Ärztin, einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus wenden, wenn der Verdacht auf eine Ketoazidose besteht [9, 10]. Als Anzeichen nennen die Packungsbeilagen raschen Gewichtsverlust, Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen, übermäßigen Durst, schnelle und tiefe Atmung, Verwirrtheit, ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Müdigkeit, einen süßlichen Geruch des Atems, einen süßlichen oder metallischen Geschmack im Mund und einen veränderten Geruch von Urin oder Schweiß [9, 10]. Eine Ketoazidose kann laut Packungsbeilage unabhängig vom Blutzuckerspiegel auftreten, also auch bei normalem Blutzucker [9, 10]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Mehr dazu: Medikamente, die den Blutzucker verändern.
Mundgeruch zu haben ist laut gesund.bund.de bis zu einem gewissen Grad normal [1]. Ist er jedoch sehr stark ausgeprägt und hält lange an, kann das auf Erkrankungen der Mundhöhle hinweisen; selten verursachen bestimmte Erkrankungen der Atemwege, des Magen-Darm-Trakts und des Stoffwechsels Mundgeruch [1]. Sprechen Sie anhaltenden Mundgeruch in der Zahnarzt- oder Arztpraxis an. Mehr dazu: Zahnschäden und Zahnfleischprobleme.
Können Beschwerden aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten und sind die Praxen geschlossen, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [11]. In lebensbedrohlichen Fällen, etwa bei Bewusstlosigkeit oder erheblicher Bewusstseinstrübung oder bei schwerer Atemnot, alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [11].
Andere Ursachen
Nicht jeder Mundgeruch kommt vom Medikament. Meist entsteht er laut gesund.bund.de durch einen zu geringen Speichelfluss oder Ablagerungen von Speiseresten zwischen den Zähnen [1]. Häufig zu anhaltendem Mundgeruch führen außerdem [1]:
- Zahnfleischentzündungen, Parodontitis oder Karies [1]
- eine stark belegte Zunge [1]
- defekter oder unsauberer Zahnersatz [1]
Manchmal stecken laut gesund.bund.de Abszesse in Mund oder Nase, eine wiederkehrende Mandelentzündung oder eine Entzündung der Nasennebenhöhlen dahinter; seltenere Ursachen sind Tumorerkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus und chronische Erkrankungen der Leber und der Niere [1]. Mehr dazu: Zahnfleischentzündung, Mandelentzündung und Nasennebenhöhlenentzündung.
Quellen
- Behörde Mundgeruch (Halitosis). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 25.11.2021. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Topiramat-ratiopharm 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Topiramat-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2023. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Myfortic 180 mg magensaftresistente Tabletten. Novartis Pharma GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Duloxetin-ratiopharm 30 mg, 60 mg magensaftresistente Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Duloxetin-ratiopharm magensaftresistente Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Melatonin-ratiopharm 2 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Melatonin-ratiopharm 2 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Jardiance (Empagliflozin), Anhang III B: Packungsbeilage Jardiance 10 mg/25 mg Filmtabletten. Boehringer Ingelheim International GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2026. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Forxiga (Dapagliflozin), Anhang III B: Packungsbeilage Forxiga 5 mg/10 mg Filmtabletten. AstraZeneca AB (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
Häufige Fragen
Welche Medikamente können Mundgeruch verursachen?
Mundgeruch nennen die Packungsbeilagen zum Beispiel beim Epilepsie- und Migränemittel Topiramat und bei Mycophenolsäure, die nach einer Nierentransplantation angewendet wird, als gelegentlich (bis zu 1 von 100 Behandelten), beim Antidepressivum Duloxetin und bei Melatonin-Retardtabletten gegen Schlaflosigkeit als selten (bis zu 1 von 1.000). Außerdem kann ein trockener Mund, etwa durch bestimmte Medikamente, laut gesund.bund.de zu anhaltendem Mundgeruch führen. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt die Wirkstoffe mit Steckbrief, deren Produktinformation Mundgeruch nennt. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Warum kann ein trockener Mund Mundgeruch machen?
Im Mund leben Bakterien, die Nahrungsbestandteile aufschließen; dabei entstehen laut gesund.bund.de schlecht riechende Stoffwechselprodukte wie schwefelhaltige Gase. Ein geringer Speichelfluss in der Nacht fördert die Bildung von Belag auf Zähnen und Zunge. Deshalb haben viele Menschen nach dem Aufwachen Mundgeruch. Ein trockener Mund, etwa durch die Einnahme bestimmter Medikamente, zählt laut gesund.bund.de zu den Gründen, die häufig zu anhaltendem Mundgeruch führen.
Kann Duloxetin Mundgeruch auslösen?
Ja. Die Packungsbeilage nennt Mundgeruch als selten (bis zu 1 von 1.000 Behandelten). Mundtrockenheit ist dort als sehr häufig eingestuft. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Soll Duloxetin abgesetzt werden, verringert die Ärztin oder der Arzt die Dosis laut Packungsbeilage langsam über mindestens 2 Wochen.
Was bedeutet ein süßlich riechender Atem unter Empagliflozin oder Dapagliflozin?
Einen süßlichen Geruch des Atems nennen die Packungsbeilagen dieser beiden Mittel unter den möglichen Anzeichen einer Ketoazidose, einer schwerwiegenden, manchmal lebensbedrohlichen Komplikation, die auch bei normalem Blutzucker auftreten kann. Weitere Anzeichen sind unter anderem Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen, übermäßiger Durst, schnelle und tiefe Atmung, Verwirrtheit und ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Müdigkeit. Laut Packungsbeilage wenden Sie sich dann umgehend an eine Ärztin, einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.
Was kann ich selbst gegen Mundgeruch tun?
Lässt sich keine Ursache finden, helfen laut gesund.bund.de meist einige Veränderungen im Lebensstil und bei der Mundpflege: zuckerfreien Kaugummi kauen, um den Speichelfluss anzuregen, ausreichend trinken (am besten Wasser) und möglichst wenig Alkohol und Kaffee, die Zähne sorgfältig pflegen und täglich die Zahnzwischenräume reinigen sowie die Zunge sanft reinigen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Wann sollte ich mit Mundgeruch in die Praxis gehen?
Wenn der Mundgeruch sehr stark ist und lange anhält: Laut gesund.bund.de kann das auf Erkrankungen der Mundhöhle hinweisen, etwa Zahnfleischentzündungen, Parodontitis oder Karies; selten verursachen Erkrankungen der Atemwege, des Magen-Darm-Trakts oder des Stoffwechsels Mundgeruch. Ärztinnen und Ärzte fragen dabei auch nach der Einnahme von Medikamenten. Nennen Sie deshalb alle Mittel, die Sie anwenden.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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